Der Industriegürtel im Süden der Stadt
Wer in Frankfurt (Oder) nach Werken sucht, landet oft in Markendorf. Der Ortsteil liegt südlich der A 12 an der B 87, sein Industrie- und Gewerbegebiet umfasst insgesamt rund 45 Hektar. Auf dem Gelände des früheren Halbleiterwerks ist das Technologie- und Gewerbecenter, kurz TeGeCe, mit rund 14 Hektar für produzierendes Gewerbe ausgewiesen. Dazu kommt der Technologiepark Ostbrandenburg, der sich an technologieorientierte Unternehmen richtet.
Hinzu kommt die Logistik: das GVZ Frankfurter Tor nördlich der Autobahn an der B 112, das Gewerbegebiet am KV-Terminal in der Georg-Richter-Straße und das Güterverkehrszentrum Süd mit dem Log Plaza direkt an der A 12. Damit hat die Stadt zwei Arten von Werkschutz zugleich: den leisen, genauen an Forschung und Fertigung und den lauten, schnellen an Rampen und Containerplätzen.
Betriebe und Anlagen mit typischem Werkschutzbedarf
Die folgenden Standorte gibt es in Frankfurt (Oder). Wir nennen sie, um die Aufgaben zu beschreiben, nicht als Auftraggeber.
- Das IHP, ein Leibniz-Institut für Mikroelektronik, seit 1999 im Technologiepark, mit einer Pilotlinie für SiGe-BiCMOS-Technik in einem Reinraum von rund 1.500 Quadratmetern und etwa 400 Beschäftigten.
- Arquimea Deutschland, ein Designhaus für Mikrochips und Schaltkreise, seit 2014 ebenfalls im Technologiepark.
- Yamaichi Electronics, seit 2006 mit Fertigung in Markendorf und dort mit dem einzigen Produktionsstandort des Konzerns in Europa.
- Das Frankfurter Brauhaus, das untergärige Biere in Dosen und Flaschen abfüllt, überwiegend als Handelsmarken, daneben eigene Marken wie Spitzkrug und Pilsator.
- Der Log Plaza im GVZ Süd auf rund 44 Hektar mit zwei großen Hallen und einer Genehmigung zur Lagerung von Lithium-Ionen-Batterien.
- Das KV-Terminal im Güterverkehrszentrum, von dem Containerzüge unter anderem nach Rotterdam, Hamburg, Antwerpen und Poznań fahren.
Forschung und Fertigung: Zutritt mit Vorlauf
An einem Institut mit Reinraum entscheidet nicht der Zaun, sondern die Liste. Gäste aus Hochschulen, Monteure für Reinraumtechnik und Lieferanten für Gase und Chemikalien kommen oft zur selben Stunde. Am Empfang prüfen unsere Kräfte Anmeldung und Ausweis, geben Besucherkarten aus, rufen die Ansprechperson und begleiten Fremdfirmen, wenn Ihre Regeln das verlangen. Wer ohne Termin erscheint, wartet, bis jemand aus dem Haus ihn abholt.
In der Elektronikfertigung kommt der Warenausgang hinzu. Elektronische Bauteile sind klein und wertvoll. Wir gleichen Lieferscheine mit Ladung ab, halten Tore außerhalb der Ladezeiten geschlossen und begehen nachts Lager, Fluchtwege und Außenhaut.
Logistik an der A 12: viele Lkw, wenig Zeit
Am Log Plaza und rund um das KV-Terminal geht es um Durchsatz. Die Anlage verfügt über 84 Lkw-Stellplätze, Fahrer kommen aus vielen Ländern, Papiere sind mehrsprachig. Unsere Kräfte führen das Torbuch, weisen Fahrzeuge Rampen oder Warteflächen zu, prüfen Siegel und Kennzeichen und halten fest, wann ein Auflieger das Gelände verlässt.
Weil die Grenze zu Polen nur wenige Kilometer entfernt liegt, ist ein Teil der Ware schon am nächsten Morgen in einem anderen Land. Umso wichtiger sind saubere Übergaben zwischen den Schichten: Was über Nacht auf dem Hof steht, wird gezählt und mit Uhrzeit im Bericht vermerkt.
- Torkontrolle mit Fahrzeug- und Ladungsabgleich
- Zuweisung von Rampen und Warteplätzen
- Kontrolle von Siegeln an Containern und Wechselbrücken
- Nachtrundgang über Hof, Zaun und abgestellte Auflieger
- Schichtübergabe mit Bestandsliste der Fahrzeuge
Wie wir den Werkschutz organisieren
Frankfurt (Oder) gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht; die Planung übernimmt unsere Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Berlin, die Anfahrt über die A 12 ist eingeplant. Vor dem Start gehen wir mit Ihnen das Gelände ab, schreiben eine Dienstanweisung und weisen jede Kraft auf Ihre Tore, Zonen und Meldewege ein. Für Betriebe mit weiteren Standorten in Eisenhüttenstadt oder Fürstenwalde/Spree bleibt es bei einem Ansprechpartner.
Alle Kräfte haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Was Werkschutz bei uns allgemein umfasst, lesen Sie unter Werkschutz, die Lage im ganzen Land unter Werkschutz Brandenburg.
Kosten für Werkschutz in Frankfurt (Oder)
Für einen Dauerposten am Werkstor rechnen Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Betrieb liegt, hängt vor allem davon ab, ob rund um die Uhr besetzt wird, wie viele Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden anfallen und ob Aufgaben wie Ladungskontrolle oder Begleitung im Reinraumumfeld dazukommen.
Logistikstandorte mit wechselnden Spitzen planen wir gern mit einer festen Grundbesetzung und einer Verstärkung für bekannte Lastzeiten. So bleibt der Jahresbetrag kalkulierbar und Sie zahlen Zusatzposten nur, wenn tatsächlich mehr Verkehr auf dem Hof ist.


