Gewerbe zwischen A 10 und Bundesstraße
Die Gemeindeverwaltung zählt in Fredersdorf-Vogelsdorf vier Gewerbe- und Industriegebiete, darunter einen kommunalen Gewerbepark, und 1.643 Gewerbeanmeldungen (Stand 30.09.2024). Mehrere davon liegen in Vogelsdorf, wo die A 10 die Gemeinde berührt und die B 1/B 5 als Frankfurter Chaussee nach Berlin und Richtung Frankfurt (Oder) führt. Über die L 33 erreicht man Berlin-Marzahn in etwa einer Viertelstunde.
Diese Lage zieht Betriebe an, die viel auf der Straße bewegen: Baustoffhandel, Lager, Handwerk, Kfz-Betriebe. Für den Werkschutz heißt das weniger große Werkstore mit Hunderten Beschäftigten als mittelgroße Höfe mit vielen Lkw, Freilagern und Fahrern, die das Gelände nicht kennen.
Die Gewerbeflächen im Überblick
Die Gemeinde hat ihre Gewerbeflächen über Bebauungspläne festgelegt. Belegt sind unter anderem:
- Gewerbegebiet Fredersdorf-Nord, Bebauungsplan von 1995, zuletzt 2019 geändert
- Gewerbe- und Industriegebiet nach Bebauungsplan 08 von 1995
- Gewerbegebiet Vogelsdorf Seestraße, rechtskräftig seit 2006
- Gewerbegebiet Fredersdorfer Straße, seit 2010, 2021 geändert
- Gewerbegebiet Frankfurter Chaussee/Schöneicher Weg, rechtskräftig seit 2023
- Gewerbegebiet Triftweg mit Rechenzentrum in Vogelsdorf, in Planung
Beispiel Baustoffhandel: viel Ware, früher Betrieb
Wie ein typischer Betrieb hier aussieht, zeigt die Niederlassung des Baustoffhändlers Raab Karcher in Vogelsdorf. Sie besteht seit 2002 und versorgt Handwerk und Baugewerbe in Berlin und Umgebung. 2021 bekam sie eine neue Lagerhalle; seitdem stehen 8.500 Quadratmeter Lager- und Logistikfläche zur Verfügung, mehr als dreimal so viel wie vorher. Das Sortiment reicht von Rohbau und Dach über Fliesen bis zum Tiefbau.
Auf solchen Höfen beginnt der Betrieb früh, wenn Handwerker vor der Baustelle Material holen. Paletten stehen im Freien, Gabelstapler fahren zwischen Halle und Ladefläche. Ein Werkschutz am Tor gleicht Kennzeichen und Lieferscheine ab, weist Fremdfahrzeuge ein und achtet darauf, dass Ware nicht ohne Beleg auf einen Wagen gelangt. Nachts kontrolliert eine Streife Freilager, Zäune und Hallentore.
Aufgaben, die wir am Werk übernehmen
Was wir auf einem Firmengelände in Fredersdorf-Vogelsdorf tun, richtet sich nach Ihrem Betrieb. Häufig sind diese Aufgaben gefragt:
Welche dieser Aufgaben wir übernehmen und zu welchen Zeiten, steht in einer Dienstanweisung, die wir mit Ihnen erarbeiten und bei Änderungen im Betrieb fortschreiben.
- Pforte und Zufahrt: Anmeldung von Besuchern, Fremdfirmen und Lieferanten, Ausgabe von Besucherausweisen
- Fahrzeug- und Ladungskontrolle nach Lieferschein oder Ladeliste
- Schließ- und Öffnungsdienst zu Schichtbeginn und Feierabend
- Streife über Hof, Freilager und Hallen in der Nacht und am Wochenende
- Alarmverfolgung, wenn die Notruf- und Serviceleitstelle Ihres Errichters uns verständigt
Für ein künftiges Rechenzentrum am Triftweg kämen strengere Regeln dazu: Zutritt nur nach Liste, Begleitung von Wartungsfirmen und Protokoll über jeden, der das Gebäude betritt. Solche Anforderungen nehmen wir in die Dienstanweisung auf, bevor der erste Dienst beginnt.
Planung aus Berlin, Personal aus der Kernregion
Brandenburg gehört zu unserer Kernregion Nord. In Fredersdorf-Vogelsdorf selbst haben wir kein Büro; die Planung läuft über unsere Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Berlin, das Personal kommt aus unserem Stamm. Für einen Dauerauftrag setzen wir möglichst feste Kräfte ein, die Ihr Gelände, Ihre Lieferanten und Ihre Abläufe kennen. Vertretungen werden eingewiesen, bevor sie allein am Tor stehen.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; für den Werkschutz setzen wir bevorzugt Personal mit Sachkundeprüfung ein. Die Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr dazu unter Werkschutz und Werkschutz in Brandenburg. Betriebe im Umland finden Hinweise unter Hoppegarten und Strausberg.
Einmal im Quartal gehen wir mit Ihnen durch, was im Bericht aufgefallen ist und ob Torzeiten oder Rundgänge angepasst werden sollten.
Kosten beim Dauerauftrag
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag über viele Monate. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der Stunden pro Woche, der Anteil an Nacht, Sonn- und Feiertagen und die Frage, ob eine besetzte Pforte nötig ist oder eine Nachtstreife reicht. Bei gleichbleibendem Umfang lässt sich ein fester Monatsbetrag vereinbaren, der die Planung für Sie vereinfacht.


