Vom Kohlerevier zum Stahlstandort
Im Döhlener Becken wurde ab dem 16. Jahrhundert Steinkohle abgebaut, bis 1967 der Bergbau endete. Auf dieser Grundlage wuchs die Industrie im Tal. 1855 entstand in Döhlen die Sächsische Gußstahlfabrik, aus der später das größte Edelstahlwerk der DDR und heute BGH Edelstahl Freital wurde. Das Werksgelände zieht sich über rund 3,6 Kilometer zwischen Deuben und Hainsberg, etwa 700 Menschen arbeiten dort.
Die Stadt nennt daneben eine ganze Reihe weiterer Branchen: Baustoffe, Chemie und Pharmazie, Gerätebau und Medizintechnik, Glasherstellung, Kunststofftechnik, Maschinenbau, Nahrungsmittel und Papier. Für den Werkschutz bedeutet das, dass sich die Anforderungen von Tor zu Tor deutlich unterscheiden.
Betriebe, bei denen Werkschutz eine Rolle spielt
Die Wirtschaftsförderung der Stadt führt unter anderem diese Unternehmen als prägend auf:
- BGH Edelstahl Freital mit Hallen in Deuben und Döhlen, Walz- und Schmiedeprodukte aus mehreren hundert Stahlsorten
- Papierfabrik Hainsberg und Hainsberger Metallwerk im Süden der Stadt
- Glashütte Freital in Döhlen, gegründet 1802, und das Ziegelwerk Freital Eder
- Bombastus-Werke in Zauckerode, seit 1904 Hersteller von Naturheilmitteln, Heil- und Kräutertees
- Alpha Chemie, Freitaler Geräte- und Werkzeugbau, Plastcoat Kunststoffbeschichtung und weitere mittelständische Hersteller
Hinzu kommen kleinere Betriebe in den Technologieparks F1 und F2 sowie Handwerksbetriebe. Rund ein Viertel der 573 Handwerksbetriebe gehört zum Elektro- und Metallgewerbe.
Am Tor: Menschen, Fahrzeuge, Material
Die Pforte ist der Punkt, an dem sich entscheidet, wer und was aufs Gelände kommt. Unsere Kräfte melden Besucher an, prüfen Ausweise von Fremdfirmen, erklären Sicherheitsregeln und geben Schutzausrüstung aus, wenn Sie das vorsehen. Lkw werden mit Lieferschein und Zeitfenster abgeglichen, bevor sie zur Rampe oder Waage dürfen.
In einem Stahlwerk sind Schrott, Legierungsmetalle und fertige Stäbe wertvoll und schwer zu kontrollieren. Ausgehende Ladungen prüfen wir nach Ihrer Vorgabe: Plomben, Stückzahlen, Kennzeichen, Begleitpapiere. Bei Papier- und Glasherstellern geht es eher um Paletten, Rollenware und Leergut. Welche Stichproben wir machen, legen Sie fest; jede Kontrolle wird schriftlich festgehalten.
Schichtwechsel und Wochenende
Viele Freitaler Werke arbeiten im Mehrschichtbetrieb, andere nur tagsüber. Wo Anlagen über Nacht stillstehen, gehen wir Hallen, Freilager, Kompressor- und Heizungsräume ab. Laufende Aggregate, Leckagen oder offene Tore melden wir sofort an Ihre Rufbereitschaft. Wo durchgehend gearbeitet wird, unterstützen wir beim Schichtwechsel, regeln den Parkplatzverkehr und halten Feuerwehrzufahrten frei.
Weil das Tal eng ist, liegen Werksgelände oft direkt an Wohnstraßen, Bahnlinien und der Weißeritz. Zäune am Ufer, Bahnübergänge und Nebentore gehören deshalb in jede Runde. Jeder Rundgang steht mit Uhrzeit im Bericht, Auffälligkeiten mit Foto.
Hygiene, Chemie und Glas: besondere Regeln
Ein Hersteller von Naturheilmitteln und Tees wie in Zauckerode arbeitet mit Hygienezonen und Besucherregeln, an die sich auch der Werkschutz hält. Kontrollgänge durch Produktionsräume finden dort nur statt, wo Sie es freigeben, und mit der vorgeschriebenen Kleidung. In der Chemie kommen Lagerbereiche mit Gefahrstoffen hinzu, deren Zutritt beschränkt ist.
In Glas- und Ziegelwerken laufen Öfen oft auch am Wochenende weiter, während nur wenige Beschäftigte im Werk sind. Dann ist der Werkschutz häufig die einzige Stelle, die Besucher, Lieferanten und Notdienste in Empfang nimmt. Diese Unterschiede halten wir in der Dienstanweisung fest, damit jede Kraft weiß, was in Ihrem Betrieb gilt.
Vorhabenbezogen in der Region Dresden
Unsere Personalplanung sitzt im Norden. In Sachsen haben wir kein Büro und übernehmen Werkschutz vorhabenbezogen. Vor der Zusage prüfen wir Postenzahl, Schichtmodell, Vertretungsregel und Anfahrt. Ein fester Ansprechpartner hält die Dienstanweisung aktuell, unter +49 4321 78 33 590 sind wir rund um die Uhr erreichbar.
Eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das in Werksordnung, Arbeitsschutz und die Schutzausrüstung Ihrer Bereiche eingewiesen wird. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr zur Leistung unter Werkschutz und im Landesüberblick Werkschutz in Sachsen; Betriebe im Umland finden Informationen unter Wilsdruff und Dippoldiswalde.
Kosten bei langer Laufzeit
Werkschutz läuft meist über Monate oder Jahre. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend sind die Zahl der Posten, der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden, Zusatzaufgaben an Waage, Telefon oder in der Ausweisverwaltung sowie die Vertragsdauer. Ein Betrieb, der nur das Wochenende absichern möchte, rechnet anders als einer mit durchgehend besetzter Pforte.
Nach der Begehung erhalten Sie ein Angebot mit Stunden je Posten und Woche.


