Industrie mit langer Geschichte
Bahrenfeld war schon um 1900 ein Fabrikstandort. Margarine, Zigaretten, Schokolade und Vermessungsinstrumente wurden hier hergestellt, ab 1892 lieferte das Gaswerk Energie für Altona. Die alten Werke sind verschwunden oder umgenutzt, die gewerbliche Prägung aber ist geblieben. Im Nordosten des Stadtteils erstreckt sich bis heute ein großes Industrie- und Gewerbegebiet, und schon 2007 zählte Bahrenfeld 356 Handwerksbetriebe.
Der bekannteste Hersteller ist Steinway: Das Unternehmen fertigt seit 1928 in Bahrenfeld Flügel und Klaviere. Daneben nennen die Stadtteilbeschreibungen unter anderem den Schreibgerätehersteller Rotring und die Verwaltung der Carl Kühne KG. Für den Werkschutz bedeutet das: wertvolle Rohstoffe und fertige Produkte, Fahrzeuge, die zu festen Zeiten be- und entladen werden, und Betriebsgelände, die direkt an Wohnstraßen, Bahndämme und Friedhöfe grenzen.
Wo Werkschutz im Stadtteil anfällt
Die folgenden Bereiche prägen die Aufgaben für Pforte und Streife:
- Industrie- und Gewerbegebiet im Nordosten zwischen A 7 und der Bahnstrecke Altona–Kiel, mit Fertigung, Werkstätten und Lagern
- Instrumentenbau mit Holzlagern, Lackierung und Endmontage, wo Diebstahlschutz und Brandvorsorge zusammenkommen
- Forschungsanlagen auf dem Gelände des Deutschen Elektronen-Synchrotrons an der Notkestraße mit Außenstellen des Max-Planck-Instituts und des EMBL
- Gewerbehöfe am Rand des Volksparks, deren Zufahrten an Spieltagen von Besucherverkehr überlagert werden
Viele dieser Betriebe liegen nur wenige Minuten von der Anschlussstelle Bahrenfeld der A 7 entfernt. Das macht Anlieferungen einfach und Abtransporte von Diebesgut leider ebenso. Ein gut geführtes Tor ist deshalb nicht nur Empfang, sondern auch Kontrolle des Ausgangs.
Aufgaben an Tor und Rampe
Am Werkstor erfassen unsere Kräfte jedes Fahrzeug mit Kennzeichen, Firma und Uhrzeit. Lieferanten werden an die richtige Rampe geleitet, Fremdfirmen erhalten nach Sicherheitseinweisung einen Tagesausweis. Auf Wunsch prüfen wir bei der Ausfahrt Ladung und Lieferschein oder kontrollieren Taschen und Kofferräume nach einer mit dem Betriebsrat abgestimmten Regel.
Wo hochwertige Hölzer, Metalle oder Elektronik lagern, legen wir Kontrollpunkte an Zaun, Containern und Hallentoren fest. Nach Schichtende gehen wir das Gelände in wechselnden Zeiten ab, schalten Anlagen nach Ihrer Liste ab und melden Störungen aus Heizung, Kühlung oder Druckluft an Ihre Bereitschaft.
Auf Forschungsgeländen gelten eigene Spielregeln. Dort geht es weniger um Ladungskontrolle als um Zutritt: Wer darf in welchen Bereich, wer braucht eine Unterweisung zum Strahlenschutz oder zu Laserbereichen, wer begleitet Gäste? Wir halten uns an die Vorgaben des Hauses und betreten Sperrbereiche nur mit ausdrücklicher Freigabe.
Organisation und Ablösung
Hamburg ist Teil unserer Kernregion Nord. Die Planung läuft über unseren Hauptsitz in Neumünster, ein eigenes Büro in Bahrenfeld haben wir nicht. Für Ihr Werk stellen wir ein festes Pfortenteam zusammen und arbeiten Vertretungen vor dem ersten Einsatz ein. Die Pfortenordnung schreiben wir mit Ihrer Werkleitung: Schlüsselregelung, Meldewege bei Unfall, Brand oder Einbruch, Verhalten gegenüber Presse und Anwohnern.
Betriebe mit weiteren Hallen im Hamburger Westen, etwa in Eidelstedt oder Altona, können diese mit einbeziehen. Einen Überblick über den Stadtteil gibt Sicherheitsdienst Hamburg-Bahrenfeld.
Qualifikation
Im Werkschutz setzen wir in der Regel Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, am reinen Besucherempfang mindestens mit Unterrichtung. Ersthelfer und Brandschutzhelfer stellen wir auf Wunsch. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert, die Mitarbeitenden sind im Bewachungsregister erfasst. Alles Weitere zur Leistung finden Sie unter Werkschutz und für die ganze Stadt unter Werkschutz in Hamburg.
Kosten für Werkschutz im Dauerbetrieb
Werkschutz ist fast immer ein laufender Auftrag über Monate oder Jahre, und gerade deshalb lohnt sich eine genaue Planung. Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo die Pforte nur zu Schichtwechseln und Anlieferzeiten besetzt ist und nachts eine Streife reicht, liegen Sie im unteren Bereich; eine durchgehende Besetzung an sieben Tagen oder zusätzliche Aufgaben wie Ladungskontrolle und Wiegescheine kosten mehr. Nach der Begehung erhalten Sie ein Angebot mit jedem Posten einzeln.


