Vom Industriedorf zum Medienviertel
Ottensen war im 19. und 20. Jahrhundert ein Industriestandort. Die Theodor Zeise Schiffsschraubenfabrik produzierte von 1868 bis 1979, Menck & Hambrock baute ab 1868 Dampfmaschinen, Krane und später Bagger, und eine eigene Industriebahn verband die Betriebe von 1898 bis 1981 mit dem Schienennetz. Glasbläsereien gaben dem Viertel seinen Spitznamen Mottenburg. Ab den 1960er-Jahren wanderten die Betriebe ab, das letzte größere Werk, Kolbenschmidt, schloss 2010.
Die Gebäude blieben teils erhalten. Die Zeisehallen wurden von 1985 bis 1993 zu einem Zentrum für Medien und Kultur umgebaut, in der früheren Drahtstiftefabrik Feldtmann sitzt das Stadtteilarchiv. Heute prägen Verlage wie Carlsen und Hörbuch Hamburg, Agenturen wie Scholz & Friends und SinnerSchrader, eine Reederei und eine Berufsgenossenschaft das Gewerbe. Klassischer Werkschutz mit Lkw-Schranke ist hier selten; gefragt ist ein geordneter Zugang zu Gebäuden, in denen tagsüber viel Betrieb herrscht.
Wo im Stadtteil Werkschutz gefragt ist
Die folgenden Lagen beschreiben Betriebsarten, bei denen Pforte, Ausweisprüfung und Rundgänge sinnvoll sind. Es handelt sich nicht um eine Kundenliste:
- Zeisehallen an der Friedensallee – Kinos, Institut der Universität, Filmschule, Produktionsfirmen und Filmtechnik
- Bürohäuser in Neumühlen am Elbufer mit Reederei und Musikunternehmen
- Verlags- und Agenturstandorte in umgebauten Fabrikhöfen zwischen Friedensallee und Bahrenfelder Straße
- Verwaltungen wie die Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation
- Dienststellen der Deutschen Bahn im Umfeld der Gleisanlagen
Pforte, Besucher und Fremdfirmen
In Medienhäusern kommen täglich Gäste: Bewerber, Kunden zu Präsentationen, Kuriere, Darsteller zu Aufnahmen. An der Pforte prüfen wir, wer erwartet wird, geben Besucherausweise aus und rufen den Gastgeber an. Wer nicht angemeldet ist, wartet im Empfang, bis eine Freigabe vorliegt.
Auch Handwerker und Dienstleister brauchen einen klaren Ablauf. Wir kontrollieren Arbeitsaufträge, händigen Schlüssel gegen Unterschrift aus und vermerken, wann eine Firma das Gelände wieder verlässt. Wo Kamera-, Licht- und Tontechnik gelagert wird, achten wir besonders darauf, dass Geräte nur mit Ausgabeschein das Haus verlassen.
In Gebäuden mit mehreren Mietparteien stimmen wir die Regeln mit allen Nutzern ab, damit die Pforte nicht für jede Firma anders arbeitet.
Bei Dreharbeiten, Produktionen oder Präsentationen kommen oft für wenige Tage viele fremde Personen ins Haus. Wir arbeiten dann mit einer Tagesliste, die uns die Produktionsleitung vorab schickt, und richten auf Wunsch einen eigenen Zugang für Darsteller, Technik und Catering ein.
Rundgänge außerhalb der Arbeitszeit
Kreative Betriebe arbeiten oft bis spät in den Abend, am Wochenende stehen die Häuser dann leer. Für diese Zeiten legen wir feste Kontrollpunkte fest: Haupt- und Hofeingänge, Lastenaufzüge, Serverräume, Lager und Dachzugänge. Jeder Punkt wird elektronisch erfasst, sodass Sie nachvollziehen können, wann welche Stelle geprüft wurde.
Fällt etwas auf, etwa eine offene Brandschutztür, ein Wasserschaden oder eine Störung der Klimaanlage im Technikraum, informieren wir Ihre Rufbereitschaft nach der hinterlegten Kette. Bei alten Fabrikgebäuden mit Holzböden und verschachtelten Treppenhäusern prüfen wir zusätzlich, ob Fluchtwege frei sind.
Planung und Qualifikation
Die Einsatzplanung erfolgt aus unserem Hauptsitz in Neumünster; in Hamburg haben wir kein eigenes Büro. Die Kräfte für Ihren Standort werden fest eingeplant und eingearbeitet, Vertretungen kennen Gelände und Ansprechpartner ebenfalls. Betriebe mit weiteren Standorten im Bezirk, etwa im benachbarten Bahrenfeld, können beide in einer Vereinbarung zusammenfassen.
Alle Werkschutzkräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder haben die Sachkundeprüfung abgelegt. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Weitere Leistungen im Stadtteil zeigt die Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Ottensen, einen Überblick über ganz Hamburg die Seite Werkschutz Hamburg.
Kosten für Werkschutz im Stadtteil
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die werktags während der Bürozeiten besetzt ist, liegt eher am unteren Rand. Lange Abende, Wochenendrundgänge, Feiertage und Zusatzaufgaben wie die Bedienung einer Zutrittsanlage schieben den Wert nach oben.
Ein Dauerauftrag über mehrere Monate erleichtert die Personalplanung und wirkt sich günstig aus. Nach einer Begehung erhalten Sie ein Angebot, in dem Pfortenzeiten und Rundgänge getrennt ausgewiesen sind.


