Großprojekte, die den Stadtteil verändern
Auf einer Fläche von 125 Hektar wächst rund um das Deutsche Elektronen-Synchrotron die Science City Hamburg Bahrenfeld. Am 19. Januar 2026 war Spatenstich für das Physikgebäude HAFUN: sieben Geschosse, drei davon unter der Erde, etwa 19.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, fertig Ende 2029. Es ist das dritte Gebäude einer Reihe von Physikbauten auf dem Campus. Für den nordwestlichen Teil der Trabrennbahn läuft der Bebauungsplan Bahrenfeld 61, der unter anderem ein Hörsaalzentrum mit Mensa der Universität vorsieht.
Parallel wird die A 7 überdeckelt. Der Altonaer Deckel soll rund 2.300 Meter lang werden, die Verkehrsfreigabe ist für 2028 geplant. Bis 2040 sollen auf den frei werdenden Flächen und der verlegten Rennbahn rund 3.800 Wohnungen und zwei Schulen entstehen. Für Bauherren und Generalunternehmer heißt das: über viele Jahre wechselnde Baufelder in einem dicht genutzten Umfeld.
Baustellen mit besonderem Schutzbedarf
Diese Lagen bestimmen die Bewachung in Bahrenfeld:
- Forschungsneubauten auf dem Campus an der Notkestraße, wo Baustelle, laufender Institutsbetrieb und empfindliche Anlagen direkt nebeneinander liegen
- Bauabschnitte am Altonaer Deckel mit Behelfsbrücken, etwa am Kielkamp, wo Fußgänger und Radfahrer nah an Baufeldern vorbeigeführt werden
- Künftige Wohnquartiere am Volkspark auf dem Gelände der Trabrennbahn
- Kleinere Umbauten und Sanierungen in Bestandsgebäuden, zum Beispiel in denkmalgeschützten Altbauten
- Lagerflächen für Baustoffe und Großgeräte am Rand von Park und Kleingärten
Viele dieser Flächen liegen abends im Dunkeln, grenzen an Parkwege und sind über die nahe Autobahn gut erreichbar. Diebstahl von Kabeln, Werkzeug und Kraftstoff sowie Vandalismus an Maschinen sind hier die Hauptrisiken.
Wie wir eine Baustelle sichern
Zu Beginn gehen wir mit Bauleitung oder Polier über das Gelände und legen Kontrollpunkte fest: Zaunecken, Tore, Container, Tankstellen, Kräne und Materiallager. Nach Feierabend kontrollieren unsere Kräfte diese Punkte in Streifen zu wechselnden Zeiten oder bleiben als stationäre Wache vor Ort, wenn besonders wertvolles Material lagert.
Tagsüber kann ein Torposten die Zufahrt regeln: Lieferungen erfassen, Fahrzeuge einweisen, Personen ohne Baustellenausweis abweisen. Auf einem Campus mit Gastforschern und Studierenden ist das besonders wichtig, weil Neugierige schnell auf dem Baufeld stehen.
Was wir vorfinden, dokumentieren wir mit Foto und Uhrzeit: offene Zaunelemente, beschädigte Maschinen, abgelegte Schuttsäcke von Dritten. Die Berichte gehen an die Bauleitung, damit Mängel am nächsten Morgen behoben werden können und im Schadenfall ein Nachweis für die Versicherung vorliegt.
Planung über lange Bauzeiten
Großprojekte wie in Bahrenfeld laufen über Jahre und ändern ständig ihren Zuschnitt. Wir passen Streifen, Kontrollpunkte und Besetzung bei jedem Bauabschnitt an und halten ein festes Team, das die Baustelle kennt. Hamburg zählt zu unserer Kernregion Nord, die Planung erfolgt über unseren Hauptsitz in Neumünster.
Auf Großbaustellen mit mehreren Gewerken gleichzeitig hilft eine klare Regelung, wer nach Feierabend noch auf das Gelände darf. Wir führen dazu eine Liste berechtigter Personen und Firmen, prüfen Nacht- und Wochenendarbeiten gegen diese Liste und melden Abweichungen sofort. Schlüssel für Container und Tore verwahren wir auf Wunsch in einem versiegelten Schlüsseldepot.
Baustellen in der Umgebung, etwa in Altona mit dem künftigen Fernbahnhof oder in Ottensen, nehmen wir gern mit auf. Weitere Informationen bieten Baustellenbewachung und Sicherheitsdienst Hamburg-Bahrenfeld.
Qualifikation und Zertifizierung
Für die Baustellenbewachung setzen wir Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, das in Sicherheitsregeln auf Baustellen eingewiesen ist und persönliche Schutzausrüstung trägt. Unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Wie sich die Kosten zusammensetzen
Für Baustellen gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend ist, wie viele Stunden tatsächlich Personal auf dem Gelände steht. Streifen am Abend und am Wochenende sind deutlich günstiger als eine durchgehende Wache, lassen sich aber in kritischen Phasen, etwa wenn Kupfer oder Technik eingebaut wird, auf eine feste Besetzung aufstocken. Wir passen den Umfang dem Baufortschritt an, damit Sie nur das bezahlen, was der jeweilige Abschnitt braucht.


