Vom Rüstungsstandort zum Sitz von Konzernzentralen
Die Gewerbeflächen an der Essener Straße und am Tarpen haben eine lange Vorgeschichte. Ab 1935 entstanden dort Werke der Rüstungsindustrie, darunter die Hanseatischen Kettenwerke und die Deutsche Messapparate GmbH. Nach dem Krieg nutzte unter anderem der Philips-Konzern über seine Marke Valvo das Gelände am Tarpen, das heute als Valvo Park bekannt ist.
Heute sitzen in Langenhorn Verwaltungs- und Technikzentralen: Nordex hat Anfang 2011 das Nordex-Forum in Ochsenzoll bezogen, ausgelegt für bis zu 700 Arbeitsplätze, Hermes führt im Stadtteil seine Deutschlandzentrale, Jungheinrich betreibt hier seine IT-Zentrale, dazu kommt die Kromi Logistik AG. Für den Werkschutz heißt das: weniger Hochofen, mehr Rechenzentrum, Musterhalle und Empfangshalle.
Standorte mit typischem Werkschutzbedarf
Die Aufzählung beruht auf öffentlich zugänglichen Angaben. Sie beschreibt, wo im Stadtteil Werkschutz typischerweise anfällt, und nennt keine Auftraggeber:
- Nordex-Forum auf einem Teil des früheren Klinikgeländes in Ochsenzoll
- Deutschlandzentrale der Hermes Logistik Gruppe
- IT-Zentrale der Jungheinrich AG
- Valvo Park am Tarpen 40 mit Büro-, Lager- und Werkstattflächen
- Gewerbeflächen an der Essener Straße
- Wasserwerk Langenhorn am Tweeltenbek, seit 1952 in Betrieb
- Abstellanlage, Linienleitstelle und Stellwerk der Hochbahn am U-Bahnhof Ochsenzoll
Pforte, Zufahrt und Fremdfirmen
An einer Konzernpforte kommen morgens Hunderte Beschäftigte, dazu Bewerber, Gäste aus dem Ausland, Paketdienste und Servicetechniker. Unsere Kräfte gleichen Besucher mit Ihrer Terminliste ab, geben Tagesausweise aus, rufen den Gastgeber an und begleiten bei Bedarf bis zum Besprechungsraum. Pakete und Kurierpost werden angenommen, quittiert und weitergeleitet.
Für Handwerker und Wartungsfirmen führen wir ein Fremdfirmenbuch mit Ankunft, Abfahrt, Ansprechpartner und ausgegebenen Schlüsseln. Arbeitserlaubnisse für Arbeiten an Haustechnik oder in Serverräumen prüfen wir vor der Freigabe, Zutrittskarten geben wir nur gegen Unterschrift aus und kontrollieren ihre Rückgabe.
An Lkw-Zufahrten von Lager- und Werkstattflächen erfassen wir Kennzeichen, Ladung und Zielrampe, weisen Fahrer ein und achten darauf, dass wartende Fahrzeuge nicht in die Wohnstraßen ausweichen.
Nachts, am Wochenende und bei Störungen
Nach Feierabend wechselt der Werkschutz von der Pforte in die Runde. Unsere Kräfte gehen Etagen, Lager und Außengelände ab, prüfen Brandschutztüren, Fenster und Rolltore und behalten Technik- und Serverräume im Blick. Läuft eine Störmeldung der Gebäudeleittechnik auf, verständigen sie Ihre Rufbereitschaft, öffnen dem Techniker und bleiben, bis der Bereich wieder gesichert ist.
Bei Versorgungsanlagen wie einem Wasserwerk stehen Zaunlinie, Brunnengalerie und Zugänge im Vordergrund. Hier vereinbaren wir mit dem Betreiber, welche Bereiche nur von außen kontrolliert und welche betreten werden dürfen, und halten Auffälligkeiten an Zaun und Toren mit Foto fest.
Ein Gewerbestandort mitten im Wohngebiet
Anders als in klassischen Industriegebieten grenzen die Langenhorner Betriebe direkt an Siedlungen wie die Schwarzwaldsiedlung, die einst für Fachkräfte der Messapparate gebaut wurde. Lärm von Lieferverkehr, Scheinwerfer an Toren und laute Gespräche bei Schichtwechsel fallen hier stärker auf als anderswo. Unsere Kräfte achten darauf und halten Zufahrten ruhig und geordnet.
Wer mehrere Standorte im Hamburger Norden betreibt, kann die Nachtkontrollen mit Objekten im übrigen Bezirk Hamburg-Nord oder jenseits der Grenze in Norderstedt verbinden. Einen Überblick über alle Leistungen im Stadtteil finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Langenhorn.
Personal und Kosten im Dauerauftrag
Im Werkschutz setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, ergänzt um Unterweisungen in Ihren Betriebsabläufen, Erster Hilfe und Brandschutz. Ein fester Stamm sorgt dafür, dass die Pforte Ihre Beschäftigten kennt und Fremde erkennt. Urlaub und Krankheit decken wir aus eingewiesenen Vertretungen ab.
Ein dauerhafter Werkschutz bewegt sich als Richtwert zwischen 23 und 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der besetzten Stunden pro Woche, der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden, zusätzliche Aufgaben wie Empfang oder Postannahme und die geforderte Qualifikation. Bei langen Laufzeiten lässt sich der Dienstplan so legen, dass Doppelbesetzungen nur dort entstehen, wo sie gebraucht werden.


