Vom Bergbau zur Industrie mit Draht, Rohr und Chemie
Lange haben die Zechen Radbod, Sachsen, Maximilian und Heinrich-Robert die Stadt geprägt. Mit dem Bergwerk Ost endete die Förderung im September 2010. Geblieben ist eine Industrie, die zum Teil älter ist als der Bergbau: Die Westfälische Drahtindustrie geht auf eine Gründung von 1856 zurück, daneben arbeiten Rohrwerke, ein Schweißzusatzhersteller, ein Lackproduzent, ein Chemiewerk und ein Zulieferer der Fahrzeugindustrie.
Für den Werkschutz bedeutet das: viele mittelgroße Werke mit Schichtbetrieb, oft mit mehreren hundert Beschäftigten, mit Lieferverkehr am frühen Morgen und mit Lagern, in denen Metall, Lösemittel oder fertige Bauteile liegen.
Werke und Standorte in Hamm
Einige Beispiele zeigen die Bandbreite:
- Westfälische Drahtindustrie – rund 400 Beschäftigte
- voestalpine Böhler Welding Germany, früher Thyssen Draht – rund 530 Beschäftigte, Schweißzusatzwerkstoffe
- Mannesmann Precision Tubes und Mannesmann Line Pipe – Präzisions- und Leitungsrohre
- Hella in Bockum-Hövel mit etwa 850 Beschäftigten und der Lackhersteller Hesse mit mehr als 450 Beschäftigten im selben Stadtbezirk
- DuPont in Uentrop, wo in den 1960er-Jahren Werke für Nylon und Dacron entstanden
- Stadthafen am Datteln-Hamm-Kanal mit Tanklagern für Mineralöl, Silos für Getreide und Ölsaaten und dem Umschlaghafen in Uentrop
Dazu kommen Logistikzentren wie das Edeka-Lager in Rhynern an der A 2, das Claas-Lager in Uentrop und die Hallen im INLOGPARC in Pelkum.
Worauf es an Toren und in Hallen ankommt
In Draht- und Rohrwerken ist Metall das Thema. Fertige Coils, Rohre und Schrott haben hohen Wert und stehen oft im Freien. Unsere Runden führen deshalb über Lagerplätze und an Zaunabschnitten entlang, die von der Straße aus schlecht einsehbar sind. Bei Lack- und Chemiebetrieben steht an der Pforte die Frage, wer mit welchem Fahrzeug welche Stoffe bringt: Wir gleichen Kennzeichen und Frachtpapiere ab, leiten Tankwagen an die richtige Station und lassen niemanden ohne Unterweisung aufs Gelände.
Beim Fahrzeugzulieferer zählen Takt und Termin: Lkw kommen nach Zeitfenstern, Verspätung bedeutet Stillstand am Band. Hier kümmern sich unsere Kräfte um eine zügige Abfertigung, eine klare Reihenfolge an den Rampen und darum, dass der Werksverkehr nicht ins Stocken gerät.
Pforte, Rundgang, Stillstand
Tagsüber melden wir Besucher und Fremdfirmen an, geben Ausweise und Schlüssel gegen Unterschrift aus und weisen Fahrer ein. Nachts und am Wochenende gehen unsere Kräfte Hallen, Freiflächen und Parkplätze ab, prüfen Rolltore und Brandschutztüren und reagieren auf Störmeldungen Ihrer Gebäudetechnik, bevor sie Ihre Bereitschaft verständigen. Jede Feststellung steht mit Uhrzeit im Bericht.
In Revisionen und Stillständen sind oft viele Firmen gleichzeitig auf dem Gelände. Wir führen Listen, prüfen Erlaubnisscheine, achten auf gesperrte Bereiche und gehen nach Arbeitsende die Baufelder ab. Mehr zur Leistung allgemein finden Sie unter Werkschutz.
Planung ohne Büro im Land
Die Werke liegen günstig zwischen A 1 und A 2, der Hafen ist über den Kanal und ein eigenes Gleisnetz angebunden. Für die Pforte heißt das: dichter Lkw-Verkehr am Morgen, oft auch nachts.
Bei einem neuen Auftrag beginnen wir mit einem Rundgang über das Gelände, schreiben mit Ihnen eine Dienstanweisung für jede Pforte und jeden Rundgang und weisen jede Kraft vor dem ersten Dienst ein. Änderungen im Werk, etwa neue Tore oder Lagerflächen, fließen in die Anweisung ein.
In Nordrhein-Westfalen haben wir kein eigenes Büro, Hamm liegt außerhalb unserer Kernregion Nord. Vor jeder Zusage prüfen wir deshalb, wie Personal, Anreise und Ablösung über die ganze Laufzeit gesichert werden, und stellen erst dann ein festes Team mit benanntem Ansprechpartner. Die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Stadt lesen Sie unter Sicherheitsdienst Hamm.
Kosten für Werkschutz in Hamm
Werkschutz läuft meist als Dauerauftrag über Monate oder Jahre. Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde, wobei Laufzeit, Zahl der Tore, Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden und Zusatzaufgaben wie Ausgangskontrollen oder Gefahrgutabfertigung den Ausschlag geben. Eine Pforte rund um die Uhr an einem Chemiestandort liegt anders als reine Wochenendrunden in einem Lager. Den genauen Umfang legen wir nach einem Rundgang fest. Wie wir im ganzen Land arbeiten, beschreibt die Seite Werkschutz in Nordrhein-Westfalen.


