Vom Röhrenwerk zur Spezialfertigung: Industrie an der unteren Ruhr
Mülheim war über Jahrzehnte eine Stadt der Röhren. Die Mannesmannröhren-Werke beschäftigten Anfang der 1970er Jahre bis zu 12.000 Menschen, 1871 wurde in Styrum die Firma Thyssen & Co. gegründet. Heute ist die Industrie schmaler, aber spezialisierter. Europipe, je zur Hälfte im Besitz von Salzgitter Mannesmann und der Dillinger Hütte, hat in Mülheim Sitz und Fertigung und stellt längsnahtgeschweißte Großrohre mit Durchmessern von 610 bis 1.524 Millimetern her, für Leitungen mit Gas, Öl, Wasserstoff, CO2 oder Wasser. Rund 460 Menschen arbeiteten dort zuletzt, die Beschichtung der Rohre übernimmt eine eigene Tochter.
Am Standort der früheren Kraftwerk Union, die 1969 von Siemens und AEG gegründet wurde, fertigt heute Siemens Energy Dampfturbinen und Generatoren für Kraftwerke. Im Süden der Stadt, in Saarn, arbeitet das Presta-Werk von Thyssenkrupp mit etwa 300 Beschäftigten. Dazu kommen zwei Max-Planck-Institute, das für Kohlenforschung mit rund 350 Mitarbeitern und das für Chemische Energiekonversion. Auch dort gelten Zutrittsregeln, die weit über einen Bürobetrieb hinausgehen.
Wo Werkschutz in Mülheim gefragt ist
Die Standorte unterscheiden sich stark in Größe, Verkehr und Gefährdung. Ein Überblick:
- Europipe: Rohrfertigung mit Schwerlastverkehr, langen Hallen und großen Lagerflächen
- Siemens Energy: Turbinen- und Generatorenbau mit schweren Großkomponenten
- Rhein-Ruhr-Hafen: rund 360 Unternehmen im größten Gewerbegebiet der Stadt, Anbindung an Rhein und Rhein-Herne-Kanal
- Presta-Werk von Thyssenkrupp in Saarn mit rund 300 Beschäftigten
- Max-Planck-Institute: Labore, Chemikalienlager und Forschungsgeräte mit eng begrenztem Zutritt
Die A 40, die A 52 und die A 3 bringen den Lieferverkehr an die Tore. Bei Großrohren und Turbinenteilen sind das oft Schwertransporte, die außerhalb der üblichen Zeiten ankommen und auf dem Gelände Platz zum Rangieren brauchen. Am Hafen wiederum richtet sich der Betrieb nach den Liegezeiten der Schiffe, nicht nach dem Büroalltag.
Was an Tor, Rampe und Zaun zu tun ist
An der Pforte gleichen wir Besucher, Lieferanten und Fremdfirmen mit Ihrer Tagesliste ab, geben Ausweise aus und prüfen vor der Einfahrt, ob Unterweisung und Erlaubnisschein für den Arbeitsbereich vorliegen. Bei Lkw und Schwertransporten kontrollieren wir Kennzeichen, Lieferschein und Anmeldung und vermerken Ein- und Ausfahrt mit Uhrzeit. In Forschungseinrichtungen kommt die Begleitung von Gästen hinzu, die nicht allein durch Labortrakte gehen sollen.
Nachts und am Wochenende laufen wir die Zaunlinie ab, prüfen Nebentore, Hallentore, Freilager und Gleisanschlüsse. Am Hafen gehören Kaikanten und Umschlagflächen zur Runde. Was wir feststellen, geht an die von Ihnen benannte Stelle, bei Gefahr sofort, sonst im Schichtbericht. In Anlagen greifen wir nicht ein, das bleibt Ihrem Fachpersonal vorbehalten.
So organisieren wir Werkschutz in Mülheim an der Ruhr
Staffsec sitzt in Neumünster und hat Niederlassungen in Berlin und Bremen. In Nordrhein-Westfalen haben wir kein Büro und übernehmen Werkschutz deshalb vorhabenbezogen. Bevor wir zusagen, rechnen wir durch, wie viele Kräfte ein durchgehend besetztes Tor über Monate braucht, wie Urlaub und Krankheit abgefangen werden und ob die Anreise dauerhaft trägt. Reicht das nicht, sagen wir es Ihnen vor dem Angebot und nicht erst nach dem Start.
Sie haben einen festen Ansprechpartner, der die Dienstanweisung mit Ihnen erstellt und unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar ist. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Posten mit Zutrittsentscheidung setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Vor dem ersten Dienst weist Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit in Werksordnung, Verkehrswege und Schutzausrüstung ein. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung unter Werkschutz, zum Land unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen und zur Stadt unter Sicherheitsdienst Mülheim an der Ruhr. Betriebe jenseits der Stadtgrenze finden Sie bei Duisburg und Oberhausen.
Was Werkschutz in Mülheim kostet
Werkschutz läuft in der Regel als Dauerauftrag mit festen Posten. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Betrieb in dieser Spanne liegt, hängt davon ab, wie viele Posten rund um die Uhr besetzt bleiben, wie hoch der Anteil der Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden ist und ob Zusatzaufgaben wie Ausweisverwaltung, Begleitung von Schwertransporten oder Besuchergruppen dazukommen.
Nach der Begehung erhalten Sie ein Angebot, in dem jeder Posten mit seinen Stunden einzeln aufgeführt ist. So können Sie etwa vergleichen, was ein zweites Tor kostet, wenn es nur während einer Revision oder einer großen Auslieferung besetzt wird.


