Eine Stadt, die zweimal gebrannt hat
Die Chronik verzeichnet für Hamm Stadtbrände in den Jahren 1734 und 1741. Nach dem ersten entstand an der Nordstraße das Haus Mühle Koch. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt fast vollständig zerstört. Was heute an alter Bausubstanz steht, ist entsprechend wertvoll: Kirchen mit hölzernen Dachstühlen, Fachwerk- und Bürgerhäuser aus dem 18. Jahrhundert, Schlösser und Rittergüter in den Stadtbezirken.
Gleichzeitig ist Hamm Industriestadt. In Draht- und Rohrwerken, am Kanalhafen und in Chemiebetrieben wird geschweißt, getrennt und geschliffen. Überall dort, wo Funken auf brennbares Material treffen können, verlangt der Erlaubnisschein oft eine Brandwache während und nach der Arbeit. Auch Bauheizungen und Elektroarbeiten in älteren Gebäuden gehören dazu.
Wo in Hamm Brandwachen gefragt sind
Typische Einsatzorte sind:
- Pauluskirche, deren Bau 1275 begann und deren Turm rund 80 Meter hoch ist, St. Agnes von 1515 und die Martin-Luther-Kirche aus den Jahren 1734 bis 1739
- Stuniken-Haus von 1748, Haus Vorschulze von 1744, Schloss Heessen und Schloss Oberwerries
- Stadthafen am Datteln-Hamm-Kanal mit Lagern für Mineralöl, Benzin, Ölsaaten und Chemieprodukte
- Draht-, Rohr- und Schweißzusatzwerke sowie der Lackhersteller in Bockum-Hövel
- Versammlungsstätten wie das Kurhaus Bad Hamm, die Zentralhallen und das Heinrich-von-Kleist-Forum
Brandwache bei Heißarbeiten
Bei Schweiß-, Schneid- und Trennarbeiten steht unsere Kraft neben dem Arbeitsplatz und beobachtet Funkenflug, Fugen, Hohlräume und angrenzende Bauteile. Vor Beginn prüfen wir mit Ihrem Verantwortlichen, ob brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist und wo die Löschmittel stehen. Nach Ende der Arbeiten bleiben wir für die im Erlaubnisschein festgelegte Zeit am Ort, kontrollieren Bauteile von Hand und mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen, und melden den Abschluss.
Besonders sorgfältig muss in der Nähe von Tanklagern und Lösemitteln gearbeitet werden. Hier halten wir uns an Ihre betrieblichen Regeln für Zündquellen, Freigaben und Absperrungen und lassen uns vor dem ersten Einsatz vor Ort einweisen.
In Werken fallen Heißarbeiten bei Revisionen oft gebündelt an, an mehreren Stellen gleichzeitig und unter Zeitdruck. Dann stellen wir mehrere Brandwachen, jede einem Arbeitsplatz zugeordnet, und stimmen mit Ihrer Koordination ab, wann welcher Bereich freigegeben ist. Jede Wache hält Beginn, Ende, Nachbeobachtung und besondere Feststellungen mit Uhrzeit fest.
Denkmal, Bühne und Sanierung
Bei Arbeiten an Kirchen und Baudenkmälern ist der Dachstuhl der empfindlichste Bereich. Dacharbeiten mit Brenner oder Lötkolben, Elektroarbeiten in alten Leitungen oder Bauheizungen im Winter sind typische Anlässe für eine Brandwache, oft auch über Nacht, wenn das Gebäude leer steht.
Bei Sanierungen über mehrere Monate, etwa an Kirchtürmen oder Dachwerken, lassen sich Brandwache und Bewachung in der Nacht verbinden: Eine Kraft prüft dann sowohl auf Glutnester als auch Gerüst, Zugänge und gelagertes Material.
In Versammlungsstätten wie Kurhaus, Zentralhallen oder Kulturbahnhof kann bei Veranstaltungen mit Bühnenaufbauten, Pyrotechnik oder offenen Flammen eine Brandsicherheitswache verlangt werden. Ob sie von der Feuerwehr gestellt wird oder ein Dienstleister sie übernehmen darf, legt die zuständige Behörde fest. Wir klären das mit Ihnen vorab. Allgemeines zur Leistung finden Sie unter Brandwachen.
Vorhabenbezogen und kurzfristig planbar
Für Hamm arbeiten wir vorhabenbezogen. In Nordrhein-Westfalen haben wir kein eigenes Büro, die Stadt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord. Wir prüfen deshalb vor jeder Zusage, wie wir Personal und Anreise für Ihren Zeitraum sichern, gerade wenn Heißarbeiten in Stillständen oder am Wochenende geplant sind. Je früher wir den Termin einer Revision oder eines Stillstands kennen, desto verlässlicher lässt sich die Besetzung planen.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Hamm.
Kosten für Brandwache in Hamm
Für eine Brandwache rechnen wir mit 23 bis 50 € netto je Stunde als Richtwert. Den Ausschlag geben hier vor allem der Nachtanteil, Einsätze an Wochenenden und Feiertagen, die Nachbeobachtungszeit aus dem Erlaubnisschein und ob es sich um einzelne Stunden oder eine Wache über mehrere Wochen handelt. Kurze Einsätze bei Heißarbeiten werden meist mit einer Mindestdauer geplant, Wachen über Nacht in Denkmälern mit festen Rundgängen durch das Gebäude. Wie wir im ganzen Land arbeiten, lesen Sie unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen.


