Werkschutz in einer Stadt ohne Industrieriesen
Wer in Hohen Neuendorf an Werkschutz denkt, denkt nicht an Schlote und Werkshallen. Das verarbeitende Gewerbe stellt laut der Wirtschaftspotenzialanalyse der Stadt nur 2,2 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, in den Nachbarstädten Oranienburg, Hennigsdorf und Velten liegt dieser Anteil zwischen 15 und über 35 Prozent. Unter den 546 Betrieben am Ort sind elf mittlere Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten, ein Großunternehmen gibt es nicht.
Gerade deshalb lohnt der genaue Blick. Ein Bauunternehmen mit Bagger, Kipper und Gerüstteilen auf dem Hof, ein Elektrobetrieb mit Kupferkabel im Lager oder eine Werkstatt mit Kundenfahrzeugen trägt nachts ein Risiko, das nicht kleiner ist als das eines Werks. Nur fehlt meist der eigene Pförtner. Werkschutz heißt hier: die Aufgaben eines Werkschutzes in einem Umfang, der zu einem kleinen oder mittleren Betrieb passt.
Die Gewerbelagen der Stadt im Überblick
Emittierendes Gewerbe ist planungsrechtlich nur an einer Stelle erlaubt. Alle übrigen Betriebe sitzen in Mischlagen, in denen nicht störendes Gewerbe neben Wohnhäusern zulässig ist. Daraus ergeben sich diese Schwerpunkte:
- das Gewerbegebiet am südlichen Stadtrand, etwa 12 Hektar groß, östlich der B 96 und unmittelbar an der Grenze zum Berliner Ortsteil Frohnau
- die Mischgebiete entlang der Berliner Straße im Zentrum, wo Handel und Dienstleister neben Wohnhäusern liegen
- Bergfelde mit seinen vielen Bau- und Handwerksbetrieben, verteilt über die Wohnstraßen und das neue Ortszentrum nahe der S-Bahn
- das Sondergebiet auf dem früheren Truppenübungsplatz Lehnitz an der Grenze zu Oranienburg, das unter anderem die TÜV-Akademie nutzt
- das Wasserwerk Stolpe, seit 1910 in Betrieb, das bis heute Teile Berlins mit Trinkwasser versorgt
- Borgsdorf mit dem Gartencenter an der L 20 und dem Einkaufszentrum am S-Bahnhof
Diese Lagen unterscheiden sich stark. Im Gewerbegebiet an der Stadtgrenze zählt die Kontrolle von Lkw und Lieferungen, in Bergfelde die Sicherung von Höfen zwischen Wohnhäusern, auf Versorgungsanlagen der Schutz vor unbefugtem Zutritt.
Was unsere Kräfte an Tor und Hof übernehmen
Am Anfang steht die Frage, wann Ihr Gelände offen ist und wann nicht. Während der Betriebszeit kontrollieren wir die Einfahrt, gleichen Lieferscheine und Kennzeichen mit Ihren Vorgaben ab, geben Besuchern einen Ausweis und weisen Fremdfirmen in Ihre Hausordnung ein. So wissen Sie jederzeit, wer auf dem Hof ist.
Nach Feierabend wechselt die Aufgabe. Unsere Kräfte gehen Hallen, Lagerplätze und Zäune ab, prüfen Rolltore und Container, notieren abgestellte Fahrzeuge und Geräte und achten auf Lichter, die brennen, wo sie nicht brennen sollten. Auffälligkeiten melden wir sofort an die Person, die Sie in der Dienstanweisung benannt haben, und bei Gefahr an die Polizei.
Für kleinere Höfe ist ein durchgehender Posten oft nicht nötig. Dann kombinieren wir eine Torbesetzung zu den Hauptzeiten, etwa bei der frühen Anlieferung, mit Rundgängen am Abend und am Wochenende. Jeder Rundgang steht mit Uhrzeit im Bericht, den Sie am Morgen erhalten.
Lage zwischen Berlin und Oberhavel
Hohen Neuendorf umschließt die Gemeinde Birkenwerder fast vollständig und grenzt im Süden an Frohnau und Heiligensee. Über die A 10 bei Birkenwerder und die A 111 bei Stolpe sind die Betriebe schnell erreichbar, das gilt aber auch für Täter, die über die Autobahn kommen und wieder verschwinden. Die Hälfte des Stadtgebiets ist Wald, viele Gewerbehöfe grenzen an Bäume oder Brachflächen statt an belebte Straßen.
Für die Planung heißt das: Zäune zur Waldseite brauchen eigene Kontrollpunkte, und Ablösungen müssen so gelegt werden, dass der Posten nie unbesetzt ist. Unsere Einsätze werden aus der Zweigniederlassung Berlin an der Aroser Allee 81 geplant, ein Büro in Hohen Neuendorf haben wir nicht. Brandenburg gehört zu unserer Kernregion Nord, das Personal kommt aus unserem eigenen Stamm.
Qualifikation und Dokumentation
Alle Kräfte verfügen mindestens über die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Pfortendienst mit Kontrollaufgaben setzen wir bevorzugt Personal mit Sachkundeprüfung ein. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Vor dem ersten Dienst gehen wir das Gelände mit Ihnen ab und halten fest, welche Tore zu prüfen sind, wer Zutritt erhält und wie im Ernstfall alarmiert wird.
Weitere Informationen finden Sie unter Werkschutz und Werkschutz in Brandenburg. Eine Übersicht aller Leistungen vor Ort steht unter Sicherheitsdienst Hohen Neuendorf, für die Industriestandorte nebenan unter Hennigsdorf.
Kosten für Werkschutz in Hohen Neuendorf
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Dauerauftrag mit festen Torzeiten von Montag bis Freitag liegt meist im unteren Teil dieses Rahmens, ein Posten, der rund um die Uhr und an Feiertagen besetzt ist, weiter oben. Wie viele Tore, wie viele Rundgänge und welche Zusatzaufgaben wie Ausweisvergabe oder Wiegescheine anfallen, klären wir bei der Begehung. Danach erhalten Sie ein Angebot, das genau diese Leistungen auflistet.


