Industrie, die man in der Altmark nicht erwartet
Klötze ist von Land und Wald geprägt, und doch steht hier eine der ungewöhnlichsten Produktionsanlagen der Region. Seit 2000 werden in der Stadt Mikroalgen gezüchtet, seit 2008 gehört der Standort zum französischen Konzern Roquette. In einem Gewächshaus von rund 1,2 Hektar laufen etwa 500 Kilometer Glasröhren, in denen Chlorella und weitere Algenarten wachsen. Wer so eine Anlage schützt, schützt vor allem Technik und Prozesse, die nicht unterbrochen werden dürfen.
Daneben gibt es Elektronikfertigung, Verpackungsherstellung, Agrartechnik und Handwerk. Die Betriebe sind kleiner als in einem Industriepark, aber die Anforderungen an den Werkschutz sind ähnlich: Wer kommt aufs Gelände, was verlässt es, und was passiert, wenn nachts eine Störung gemeldet wird?
Werke und Gewerbeflächen in der Einheitsgemeinde
Für diese Standorte lassen sich typische Werkschutzaufgaben beschreiben:
- Roquette Klötze: Mikroalgenproduktion in einem Glasröhren-Bioreaktor unter Gewächshausdach
- WIKO Elektronische Bauelemente: Fertigung von Zündentstörwiderständen, gegründet von früheren Mitarbeitern eines Kondensatorwerks
- Gewerbegebiet Klötze an der Poppauer Straße, mit einer weiteren Teilfläche von 8,5 Hektar
- Gewerbegebiet Immekath, nach Angaben der Stadt derzeit voll belegt
- Gewerbegebiet Kusey mit Teilfläche am Köckter Weg, auf der Betrieb rund um die Uhr möglich ist
- In Kusey außerdem Meshpack, eine Bioraffinerie, ein Landmaschinenhandel und eine Agrargenossenschaft
Diese Betriebe haben unterschiedliche Abläufe, aber einen gemeinsamen Nenner: Sie liegen in einer dünn besiedelten Gegend, in der eine Störung in der Nacht leicht stundenlang unbemerkt bleibt, wenn niemand auf dem Gelände ist.
Pforte und Fremdfirmen
Am Tor erfassen wir Lieferanten, Speditionen, Monteure und Besucher. Jede Person wird angemeldet, erhält bei Bedarf einen Besucherausweis und wird auf die Werksregeln hingewiesen, etwa Hygienevorgaben, Fotografierverbote oder Schutzausrüstung. Bei einer Produktion mit Reinheitsanforderungen legen wir mit Ihnen fest, welche Bereiche Fremde nur in Begleitung betreten dürfen und welche gar nicht.
Lkw gleichen wir mit Lieferschein und Kennzeichen ab und weisen sie auf Rampen und Warteflächen ein. So wissen Sie am Ende des Tages, wer wann auf dem Gelände war und ob alle Fremdfirmen das Werk wieder verlassen haben.
Technikalarm und Rundgang nach Schichtende
Bei einer Anlage, die rund um die Uhr läuft, sind Meldungen von Pumpen, Lüftung, Temperatur oder Stromversorgung oft wichtiger als ein Einbruchsalarm. Wir übernehmen die Erstprüfung nach Ihren Vorgaben: Meldung aufnehmen, die betroffene Stelle von außen in Augenschein nehmen, Ihre Rufbereitschaft oder Haustechnik verständigen. Eingriffe in die Technik nehmen wir nicht vor, wenn das nicht ausdrücklich vereinbart und eingewiesen ist.
Rundgänge nach Schichtende führen durch Hallen, Lager und Außenflächen. Wir prüfen Tore, Fenster, Notausgänge und Zäune, achten auf auslaufende Flüssigkeiten, Brandgeruch und offene Schaltschränke und halten jede Feststellung mit Uhrzeit im Bericht fest.
In Elektronik- und Verpackungsbetrieben liegen oft wertvolle Bauteile, Rollenware und Werkzeuge in Reichweite. Hier achten wir besonders auf Lagerbereiche, Container und Abfallplätze, über die Material unbemerkt das Gelände verlassen kann.
Dauerauftrag außerhalb der Kernregion
Klötze gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, ein Büro in Sachsen-Anhalt unterhalten wir nicht. Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Schichten über Monate. Deshalb prüfen wir vor der Zusage genau, ob wir das Team dauerhaft stellen können, einschließlich Vertretung bei Urlaub und Krankheit. Fällt die Prüfung positiv aus, bekommen Sie ein festes Team und einen Ansprechpartner für Dienstplan und Änderungen.
Die Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, Grundlage sind DIN 77200 und unser Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Betriebe mit weiteren Standorten in Oebisfelde-Weferlingen oder Gardelegen können diese in dieselbe Anfrage aufnehmen.
Kosten für einen festen Werkschutz
Für Werkschutz in Klötze gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine dauerhaft besetzte Pforte mit stabilem Schichtplan bewegt sich eher im unteren Bereich, weil sich Einarbeitung und Planung auf viele Stunden verteilen. Teurer werden Nachtschichten, Feiertage, kurzfristig angefragte Einzeldienste und Aufgaben, die eine Sachkundeprüfung verlangen.
Wir rechnen nach Schichtarten ab, sodass Sie jede Änderung am Besetzungsplan selbst nachvollziehen können.


