Industrie im Schatten von Wolfsburg
Oebisfelde liegt nur wenige Kilometer von der niedersächsischen Grenze entfernt, die B 188 führt seit 2011 als Umgehung nördlich am Ort vorbei und bindet die Stadt an Wolfsburg an. Diese Nähe prägt die Wirtschaft: An der SLM Straße fertigt SLM Kunststofftechnik als Familienunternehmen anspruchsvolle Kunststoffteile für Fahrzeughersteller wie VW und BMW und für Systemzulieferer. Wer Teile im Takt der Autoindustrie liefert, kann sich keinen Stillstand durch Diebstahl, Sabotage oder unbemerkte Störungen leisten.
Im Süden der Stadt, bei Weferlingen, gewinnt die Quarzwerke GmbH Quarzsand im Tagebau und bereitet ihn in eigenen Anlagen direkt vor Ort für industrielle Anwendungen auf. Seit 1925 prägt der Abbau von Quarzsand die Gegend um Walbeck. Das sind zwei sehr unterschiedliche Werke, für die der Werkschutz jeweils eigene Abläufe braucht.
Werke und Flächen mit Werkschutzbedarf
Für diese Standorte lassen sich typische Aufgaben beschreiben:
- SLM Kunststofftechnik an der SLM Straße in Oebisfelde: Kunststoffteile für die Automobilindustrie, Wareneingang und Versand per Lkw
- Quarzwerk Weferlingen: Tagebau mit Aufbereitungsanlagen, Großgeräten und weitläufigen Abbauflächen
- Gewerbegebiet Oebisfelde an der Umgehung der B 188, laut Flächennutzungsplan rund 60 Hektar
- Gewerbegebiet Krumme Breite mit voll erschlossenen Flächen für Industrie und Gewerbe
- Gewerbegebiet Iserfeld in Bösdorf an der Landesstraße nach Calvörde
- Gewerbeflächen auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik in Weferlingen
Hinzu kommt der Güterverkehr: Die Strecken von Weferlingen nach Helmstedt und nach Haldensleben werden nur noch von Güterzügen befahren, das Gleis nach Haldensleben bedient die Quarzwerke. Gleisanschlüsse und Verladeflächen gehören bei der Planung von Rundgängen mit dazu.
Pforte und Schichtwechsel beim Zulieferer
In einem Werk, das Fahrzeughersteller beliefert, ist die Pforte die Schaltstelle zwischen Produktion und Logistik. Wir erfassen Speditionen mit Kennzeichen und Lieferschein, weisen Fahrer auf Rampen und Warteflächen ein, melden Besucher an und geben Ausweise aus. Monteure und Fremdfirmen werden vor dem ersten Arbeitstag auf die Werksregeln hingewiesen, etwa Schutzausrüstung, Fotografierverbot und Wege durch die Hallen.
Beim Schichtwechsel prüfen wir, dass niemand Werkzeuge, Bauteile oder Verpackungsmaterial unbemerkt vom Gelände bringt, und kontrollieren nach Ihrer Vorgabe Taschen und Fahrzeuge. Kunststoffgranulat, Formen und fertige Teile lagern in vielen Betrieben in offenen Regalen, deshalb gehören Lager und Leergutflächen fest in jede Runde.
Tagebau und weitläufige Gelände
Ein Quarzsandtagebau stellt andere Anforderungen. Ein solches Gelände ist groß und schwer vollständig einzuzäunen, Böschungen und Abbaukanten sind für Unbefugte gefährlich. Nach Betriebsschluss geht es darum, Großgeräte, Kraftstofftanks, Werkstätten und Förderanlagen vor Diebstahl und Vandalismus zu schützen und Menschen fernzuhalten, die das Gelände für einen Ausflug nutzen wollen.
Wir fahren die Zufahrten und Außengrenzen ab, prüfen Schranken und Schlösser, sehen nach abgestellten Maschinen und halten jede Kontrolle mit Uhrzeit im Bericht fest. Was wir auf einem Bergbaugelände betreten dürfen, legen Sie und Ihre verantwortliche Person fest; wir halten uns strikt an die betrieblichen Sicherheitsregeln.
Dauerauftrag ohne Büro im Land
Sachsen-Anhalt gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, ein Büro unterhalten wir hier nicht. Werkschutz ist aber fast immer ein Dauerauftrag, der über Monate stabil laufen muss. Deshalb prüfen wir vorab genau, ob wir die Schichten mit eingearbeitetem Personal und Vertretung bei Urlaub und Krankheit besetzen können. Fällt die Prüfung positiv aus, bekommen Sie ein festes Team und einen Ansprechpartner für Dienstplan und Änderungen.
Die Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft. Grundlage sind DIN 77200 und unser Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Unternehmen mit weiteren Standorten etwa in Haldensleben können sie in dieselbe Anfrage aufnehmen.
Kosten für Werkschutz im Mehrschichtbetrieb
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die werktags über zwei Schichten fest besetzt ist, liegt meist im unteren Bereich, weil Einarbeitung und Planung sich auf viele Stunden verteilen. Höher fallen Nachtschichten, Sonn- und Feiertage, Revisionen mit vielen Fremdfirmen und Einsätze auf weitläufigen Geländen mit Fahrzeug aus.
Im Angebot weisen wir jede Schichtart einzeln aus. So sehen Sie genau, was eine zusätzliche Nachtrunde oder eine verlängerte Pfortenzeit kostet.


