Ein Logistikstandort für zwei Großstädte
Bis Halle sind es rund 19 Kilometer, bis Leipzig etwa 25. Dazu kommen das Kreuz Halle an der A 9 und die Anschlussstellen Halle/Peißen, Halle-Ost und Halle-Tornau an der A 14. Diese Lage hat Landsberg zu einem Standort gemacht, an dem Handelsketten und Speditionen ihre Lager bauen. Produziert wird hier weniger als gelagert, kommissioniert und verladen.
Werkschutz bedeutet in Landsberg deshalb vor allem: Ware in großen Mengen, Lkw rund um die Uhr, viele Fahrer, die das Gelände nicht kennen, und Hallen, in denen Werte auf Paletten statt in Maschinen stehen.
Hinzu kommt, dass die Betriebe über das Stadtgebiet verteilt sind. Queis liegt direkt an der Anschlussstelle Halle-Ost der A 14, Hohenthurm an der B 100, Oppin nahe der Anschlussstelle Halle-Tornau. Ein Unternehmen mit zwei Flächen braucht deshalb oft zwei getrennte Abläufe, die wir in einer gemeinsamen Dienstanweisung zusammenführen. Wer nur ein Außenlager oder eine angemietete Halle sichern will, bekommt einen schlanken Plan mit wenigen festen Kontrollen.
Wo Werkschutz gebraucht wird
An mehreren Stellen der Stadt sitzen Betriebe, bei denen Tor und Rampe den Tagesablauf bestimmen:
- das Zentrallager von Rossmann an der A 9, das Filialen in ganz Deutschland beliefert, mit einem vollautomatischen Hochregallager für 49.000 Paletten
- das Gewerbegebiet Queis an der Anschlussstelle Halle-Ost mit dem Zentrallager der Rewe Group und dem Papiergroßhandel Igepa
- Standorte von Edeka, Dachser, Jungheinrich, Claas, Bauder und Fixemer in den Gewerbegebieten der Stadt
- ein Hallenneubau mit rund 18.000 Quadratmetern, den Dachser Ende 2024 für gekühlte Lebensmittel übernommen hat
- in Hohenthurm ein Betrieb für Dampfkessel- und Behälterbau sowie ein Briefzentrum der Deutschen Post
- der Aeropark Oppin mit Schaltanlagenbau und Elektromaschinenservice neben dem Flugplatz Halle-Oppin
Jeder dieser Standorte hat eigene Regeln: Ein Gefahrstofflager verlangt andere Zutrittsbeschränkungen als ein Kühllager, ein Briefzentrum andere Abläufe als ein Kesselbau mit Montagehallen.
Fahrerabfertigung an der Pforte
In einem Zentrallager kommen Lkw oft nachts und in dichter Folge an, viele davon aus dem Ausland. An der Pforte entscheidet sich, ob ein Fahrzeug zum richtigen Tor geleitet wird und ob Papiere und Ladung zusammenpassen. Wir melden Fahrer an, gleichen Kennzeichen und Zeitfenster mit Ihrem Anlieferplan ab, geben Laufzettel oder Ausweise aus und weisen Wartende auf die Stellflächen.
Weil nicht jeder Fahrer Deutsch spricht, arbeiten wir mit kurzen, eindeutigen Regeln und auf Wunsch mit englischsprachigen Kräften. Ausfahrende Fahrzeuge kontrollieren wir nach Ihrer Vorgabe: Plomben gegen Frachtbrief, Ladung gegen Lieferschein, Kennzeichen gegen Anmeldung.
Rundgänge über Hof und Rampen
Zwischen den Schichten oder an Wochenenden stehen Trailer mit beladener Ware auf dem Hof. Wir gehen Zaunlinien, Rampentore, Trailerplätze, Tankstellen und Ladestationen für Flurförderzeuge ab, prüfen Notausgänge und melden Defekte an Toren oder Beleuchtung an Ihre Haustechnik.
In Produktionsbetrieben wie dem Kesselbau in Hohenthurm kommt die Begleitung von Fremdfirmen hinzu. Monteure und Prüfer werden angemeldet, in Sperrbereiche eingewiesen und beim Verlassen ausgetragen. Fallen Schweiß- oder Schneidarbeiten an, stellen wir auf Wunsch zusätzlich eine Brandwache.
Planung außerhalb der Kernregion
Landsberg liegt nicht in unserer Kernregion Nord, und wir unterhalten in Sachsen-Anhalt kein Büro. Werkschutz übernehmen wir dort vorhabenbezogen: Vor der Zusage prüfen wir Schichtmodell, Personalbedarf und Anfahrt und sagen Ihnen offen, ob wir die Besetzung dauerhaft sicherstellen können.
Danach erhalten Sie eine Dienstanweisung mit Torregeln, Kontrollpunkten, Meldekette und Alarmverhalten. Kräfte an Pforten mit Kontrollaufgaben haben die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, landesweit unter Werkschutz in Sachsen-Anhalt; für den Raum rund 15 Kilometer nördlich siehe Bitterfeld-Wolfen.
Kosten im Dauerbetrieb
Für Werkschutz gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Lager mit Pforte rund um die Uhr ist ein Dauerauftrag mit vielen Nacht- und Sonntagsstunden, ein kleiner Betrieb braucht vielleicht nur eine Besetzung zu den Anlieferzeiten. Den Ausschlag geben die Zahl der Tore, die Sprachkenntnisse an der Pforte, die geforderte Qualifikation und die Frage, ob zusätzliche Rundgänge mit Fahrzeug über weitläufige Hofflächen nötig sind.


