Industrie am Rand der Seenplatte
Malchow ist vor allem als Inselstadt und Luftkurort bekannt, doch am nördlichen Stadtrand liegt ein Gewerbegebiet, das seit den 1990er-Jahren gewachsen ist. Die Stadt bezeichnet es als Gewerbepark Nord. Es grenzt direkt an die B 192, bis zur A 19 sind es etwa anderthalb Kilometer, und ein Schienenanschluss mit Verladestraße gehört dazu. Laut Stadt sind die städtischen Flächen derzeit vollständig ausgelastet; zwei Bebauungspläne für weitere Flächen sind in Vorbereitung.
Prägend sind drei Branchen: Holzverarbeitung mit dem Sägewerk der Pollmeier-Gruppe, das im Jahr 2000 eröffnet wurde, der Großhandel mit einem Lagerstandort von EDEKA Nord sowie verschiedene Logistikunternehmen. Strom, Gas, Wasser und Fernwärme liefern den Betrieben die Stadtwerke.
Was in den Betrieben zu schützen ist
Je nach Branche liegt das Risiko an anderer Stelle:
- Sägewerk und Holzlager: Rundholz und Schnittware auf großen Freiflächen, Maschinen, Kraftstoff und erhebliche Brandlasten
- Handelslager: hochwertige Ware in Hallen, Rampen mit Kühlfahrzeugen, Fahrer aus vielen Speditionen
- Logistikbetriebe: Wechselbrücken und Auflieger, die über Nacht auf dem Hof stehen
- Anschlussbahn: Waggons und Ladegut an der Verladestraße, außerhalb der Ladezeiten unbeaufsichtigt
- Versorgungsanlagen: Umspann- und Übergabestationen, deren Ausfall viele Abnehmer trifft
Für jeden Betrieb halten wir in einer Dienstanweisung fest, welche Bereiche Vorrang haben, wer das Gelände betreten darf und wie die Kraft bei Abweichungen vorgeht.
Am Tor: von der Autobahn direkt auf den Hof
Wer von der Anschlussstelle Malchow kommt, ist in wenigen Minuten am Tor. Das hat Vorteile für die Logistik, bringt aber auch Fahrer, die den Standort nicht kennen, und Ankünfte zu jeder Uhrzeit. Unsere Kräfte prüfen Kennzeichen, Frachtpapiere und Zeitfenster, melden Fahrzeuge an die Rampe weiter und weisen Fahrer auf Parkflächen ein, wenn das Lager noch nicht bereit ist.
Fremdfirmen für Wartung, Umbau oder Reinigung werden angemeldet, über die Sicherheitsregeln des Betriebs belehrt und beim Verlassen wieder abgemeldet. Besucher erhalten einen Ausweis und werden abgeholt. So wissen Sie zu jeder Zeit, wer sich auf dem Gelände aufhält.
Nach Schichtende: Rundgänge über Hallen, Hof und Gleis
Nachts ist im Gewerbepark wenig Verkehr. Für Holz, Ware und Technik ist gerade diese Ruhe das Risiko. Bei Rundgängen gehen unsere Kräfte Zaun und Tore ab, prüfen Hallentore und Rampen, achten auf abgestellte Fahrzeuge, die nicht dorthin gehören, und schauen in Holzlagern auf Glut, Rauch und blockierte Feuerwehrwege.
Den Gleisbereich nehmen wir als eigenen Abschnitt auf. Was auffällt, melden wir sofort an die Person auf Ihrer Alarmliste; bei Gefahr verständigen wir Polizei oder Feuerwehr. Die Kontrollen stehen mit Uhrzeit und Feststellung im Bericht, den Sie am nächsten Morgen erhalten.
Qualifikation und Organisation
Für verantwortliche Posten im Werkschutz setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, für einfache Einlass- und Empfangsaufgaben mindestens mit Unterrichtung. Vor dem ersten Dienst durchlaufen sie die Unterweisungen Ihres Betriebs, etwa zu Staplerverkehr, Schutzausrüstung oder Verhalten im Gleisbereich. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Malchow liegt in unserer Kernregion Nord; einen Standort im Ort unterhalten wir nicht. Die Kräfte werden aus dem eigenen Personalstamm geplant und bleiben fest Ihrem Werk zugeordnet. Betriebe mit einem zweiten Standort in Waren (Müritz) oder Güstrow an derselben Autobahnachse können beides gemeinsam planen. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, den Landesüberblick unter Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern.
Kosten bei dauerhaftem Werkschutz
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag über viele Monate. Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der besetzten Tore, der Anteil der Nacht- und Wochenendstunden, die verlangte Qualifikation und zusätzliche Aufgaben wie Waagen- oder Ladungskontrolle. Ein Lager, das nur zu den Anlieferzeiten eine Kraft am Tor und nachts zwei Rundgänge braucht, kommt mit erheblich weniger Stunden aus als eine durchgehend besetzte Pforte.


