Ein Knoten für Waren und Rohstoffe
Mülheim-Kärlich liegt am Westrand des Neuwieder Beckens, im Stadtteil Depot treffen sich am Autobahnkreuz Koblenz-Nord die A 48 und die A 61. Diese Lage hat die Stadt zu einem Standort für Logistik gemacht. Im Juni 2024 nahm die Wacker Neuson Group hier ein Ersatzteillager in Betrieb, das nach Angaben des Unternehmens zum weltweiten Verteilzentrum für die Marken Wacker Neuson, Kramer und Weidemann wird. Auf 55.000 Quadratmetern liegen rund 100.000 verschiedene Teile, im automatischen Kleinteilelager arbeiten mehr als 30 Roboter, den Betrieb vor Ort führt Kühne+Nagel.
Daneben steht eine ältere Industrie: Ton. Am Kärlicher Berg wird er seit 1892 im Tagebau gefördert, nach Angaben der Wikipedia etwa 50.000 Tonnen im Jahr. Verarbeitet wird er von den Kärlicher Ton- und Schamottewerken, die 1867 gegründet wurden und ihren Sitz in Urmitz-Bahnhof haben. Für den Werkschutz heißt das: Hochregale und Roboter auf der einen Seite, offene Abbauflächen und Maschinen im Freien auf der anderen.
Betriebe und Flächen mit Werkschutzbedarf
Diese Standorte nennen wir zur Einordnung der Aufgaben, nicht als Kunden:
- Ersatzteillogistikzentrum der Wacker Neuson Group mit Kühne+Nagel als Betreiber: regelmäßiger Lkw-Verkehr, hoher Warenwert, automatisierte Lagertechnik
- Kärlicher Ton- und Schamottewerke in Urmitz-Bahnhof mit der Tongrube am Kärlicher Berg: Fahrzeuge, Kraftstoff und Material auf weitläufigen Flächen
- Gewerbeareal auf dem früheren Kraftwerksgelände am Rhein: rund 290.000 Quadratmeter mit eigenem Gleisanschluss und neuer Erschließungsstraße
- InnovationPARK im Gewerbepark: Betriebe aus Lasertechnik, Drucklufttechnik, Sortiertechnik und Werbetechnik
- Gewerbepark Urmitz-Bahnhof als zweites Gewerbegebiet der Stadt
Die Lkw-Pforte am Verteilzentrum
In einem Lager, das Ersatzteile in viele Länder verschickt, entscheidet die Pforte über den Takt. Fahrer melden sich an, Kennzeichen und Ladereferenz werden mit der Avisierung abgeglichen, Rampen und Wartezonen zugewiesen. Wer keine Anmeldung hat, wartet, bis die Disposition entschieden hat. Bei ausfahrenden Fahrzeugen prüfen wir, soweit Sie das beauftragen, Papiere und Plomben.
Hinzu kommt der Personenverkehr: Schichtwechsel, Leiharbeitskräfte, Techniker für Fördertechnik und Roboter. Unsere Kräfte geben Besucherausweise nur nach Ihrer Freigabe aus, führen die Liste der Fremdfirmen und achten darauf, dass Wartungspersonal nur die freigegebenen Bereiche betritt. Nachts verlagert sich der Schwerpunkt auf Rundgänge entlang der Fassade, der Rampen und der abgestellten Wechselbrücken.
Grube, Halde und Gleis: Streife im Freien
Eine Tongrube hat keinen Zaun, der sich vom Tor aus überblicken lässt. Sie ist über mehrere Wirtschaftswege erreichbar, und am Wochenende stehen Bagger, Radlader und Tanks unbeobachtet da. Werkschutz bedeutet hier Streifengänge oder Streifenfahrten zu wechselnden Zeiten, mit Kontrolle der Zufahrten, der Abstellplätze und der Absperrungen an Abbaukanten. Jede Runde halten wir mit Uhrzeit im Bericht fest.
Ähnlich ist es auf dem Gewerbeareal am Rhein. Wo neue Betriebe einziehen und gleichzeitig gebaut wird, wechseln Zuständigkeiten häufig. Ein Gleisanschluss bringt zusätzliche Zugänge, die von der Straße aus nicht zu sehen sind. Gemeinsam mit Ihnen legen wir fest, welche Punkte angelaufen werden und an wen wir Auffälligkeiten melden.
So planen wir Werkschutz in Mülheim-Kärlich
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. In Rheinland-Pfalz haben wir kein Büro, daher übernehmen wir Werkschutz in Mülheim-Kärlich vorhabenbezogen. Vor dem Angebot prüfen wir, ob Postenzahl, Schichtplan und Laufzeit mit unserem Personal und der Anfahrt dauerhaft zu halten sind, und sagen Ihnen offen, wenn das nicht der Fall ist.
Im laufenden Auftrag erhalten Sie einen festen Ansprechpartner, eine Dienstanweisung je Posten und ein Torbuch mit allen Ein- und Ausfahrten. Wer über Zutritt entscheidet, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Weitere Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Mülheim-Kärlich, Industrie am anderen Rheinufer unter Neuwied.
Kosten für Werkschutz
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festem Schichtplan über Monate oder Jahre. Diese Planbarkeit wirkt sich günstig aus. Nach oben gehen die Kosten bei durchgehender Besetzung in der Nacht, an Sonn- und Feiertagen, bei Sachkunde an jedem Posten und bei Fremdsprachen an der Lkw-Pforte.
Bei Grube und Freiflächen ist oft eine Kombination günstiger: eine besetzte Pforte zu den Betriebszeiten und Streifen in der Nacht und am Wochenende. Wie Werkschutz im ganzen Land aussieht, zeigt Werkschutz in Rheinland-Pfalz.


