Ein Industriegebiet als Schwerpunkt der Stadt
Schon zu DDR-Zeiten wurde östlich der Kernstadt ab 1967 ein Industriegebiet entwickelt, bis 1990 hatte das Ausrüstungskombinat für Rinder- und Schweineanlagen hier seinen Sitz. Nach der Wende begann am 27. August 1993 der Bau des Gewerbegebiets Nauen-Ost, im April desselben Jahres war der Grundstein für das Hausgerätewerk gelegt worden. Seit Mitte der neunziger Jahre fertigt BSH dort Waschmaschinen und Trockner, nach Angaben aus dem Unternehmensartikel mit rund 600 Beschäftigten.
Der Bebauungsplan „Industrie- und Gewerbegebiet Nauen-Ost“ wurde seither mehrfach geändert, zuletzt mit einer achten Änderung an der Berliner Straße, die Anfang 2025 ausgefertigt wurde. Die Stadt beschreibt das Ziel als gewerblich-industriellen Schwerpunkt des Mittelzentrums. Für den Werkschutz heißt das: Auf engem Raum arbeiten große Fertiger und kleinere Betriebe nebeneinander, mit gemeinsamen Zufahrten und unterschiedlichen Schichtzeiten.
Straßen und Betriebe im Gewerbegebiet Nauen-Ost
Die Begründung zur fünften Änderung des Bebauungsplans beschreibt Lage und Erschließung genau. Die folgenden Angaben stammen daraus und sind Beispiele für den Standort, keine Kundenliste.
- Lage am südöstlichen Siedlungsrand zwischen der Berliner Straße (B 273) im Südwesten und den Luchbergen im Nordosten.
- Erschließung über die Straße Zu den Luchbergen, die Robert-Bosch-Straße, die Alfred-Nobel-Straße und den Siemensring.
- Größere gewerblich-industrielle Flächen von Bosch-Siemens und Wirthwein, daneben kleinere Gewerbe- und Produktionsbetriebe.
- Im Nordwesten ein Bildungsstandort, unter anderem mit dem Leonardo-da-Vinci-Campus.
- Im Süden schließt das Plangebiet „Rechenzentrum“ an, das künftig einen Campus mit eigenem Umspannwerk aufnehmen soll.
Werkschutz in der Serienfertigung
Wo Waschmaschinen und andere Großgeräte entstehen, laufen täglich viele Lkw ein und aus: Zulieferteile, Verpackung, fertige Ware. Am Tor zählt deshalb ein sauberer Ablauf. Wir gleichen Kennzeichen und Speditionen mit Ihrer Avisliste ab, geben Fahrern Hausregeln und Ladezonen vor und halten fest, wer wann das Gelände verlassen hat. Fremdfirmen für Instandhaltung oder Umbau melden wir an, weisen sie ein und begleiten sie in sensible Bereiche.
Nach Schichtende oder am Wochenende kontrollieren wir Hallen, Rampen, Außenlager und Zaun. Dabei achten wir auf offene Rolltore, laufende Maschinen, Wasser- oder Ölaustritt und Personen, die nicht auf der Liste stehen. Alles wird mit Uhrzeit im Schichtbericht vermerkt, der an Ihre Werksleitung geht.
- Pfortendienst mit Besucher- und Fremdfirmenanmeldung
- Lkw-Abfertigung nach Avis und Kennzeichenliste
- Kontrolle von Warenausgang und Lieferscheinen auf Wunsch
- Rundgänge durch Produktion, Lager und Außenflächen
- Schlüsselausgabe gegen Quittung nach Ihren Vorgaben
- Schichtbericht an die benannten Verantwortlichen
Gemeinsame Zufahrten, getrennte Verantwortung
In einem Gebiet mit mehreren Betrieben an denselben Straßen fragen Unternehmen oft nach einer geteilten Lösung, etwa einer Streife über mehrere Grundstücke am Wochenende. Das ist möglich, wenn die Zuständigkeiten klar getrennt bleiben: Jeder Betrieb hat eigene Kontrollpunkte, einen eigenen Bericht und eine eigene Meldekette. So lassen sich Kosten teilen, ohne dass Informationen zwischen Nachbarn ausgetauscht werden.
Für Betriebe mit eigener Pforte bleibt die feste Besetzung der bessere Weg. Wir richten die Dienstzeiten an Ihren Schichtwechseln aus und sehen für Urlaub und Krankheit eine Vertretung vor, die das Gelände vorab kennengelernt hat.
Planung aus Berlin, Einsatz in Nauen
Nauen gehört mit Brandenburg zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro vor Ort haben wir nicht; die Einsätze plant unsere Zweigniederlassung in Berlin, Aroser Allee 81. Die B 5 führt von dort über die Anschlussstelle Berlin-Spandau der A 10 direkt in die Stadt. Unternehmen mit weiteren Werken etwa in Hennigsdorf oder Rathenow erhalten eine gemeinsame Ansprechperson.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Hintergrund zum Werkschutz und die Übersicht Werkschutz in Brandenburg finden Sie auf den eigenen Seiten.
Was Werkschutz in Nauen kostet
Werkschutz läuft meist als Dauerauftrag über Monate oder Jahre. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Die Höhe hängt davon ab, wie viele Tore besetzt werden, wie hoch der Nacht- und Wochenendanteil ist und ob zusätzliche Aufgaben wie Warenausgangskontrolle oder Begleitung von Fremdfirmen dazukommen.
Wer die Pforte nur zu bestimmten Zeiten besetzt und den Rest durch Rundgänge abdeckt, kommt häufig günstiger weg. Wir rechnen beide Varianten für Sie durch.


