Warum Neustrelitz eine Stadt für Streifen ist
Das Stadtgebiet umfasst rund 140 Quadratkilometer, bewohnt von gut 20.000 Menschen. Neben der barocken Innenstadt gehören Kiefernheide, Strelitz-Alt, Zierke mit Wiesenthal und Prälank, Fürstensee sowie Klein Trebbow mit Groß Trebbow und Drewin dazu. Der Zierker See und große Waldflächen trennen die Ortsteile voneinander. Wer dort mehrere Gebäude betreut, hat meist kein Objekt, das eine Dauerbesetzung rechtfertigt, aber viele, die nachts unbeobachtet sind.
Ein Revierdienst bündelt diese Objekte zu einer Tour. Eine Streife fährt sie nacheinander an, prüft Türen, Tore und Fenster, schaut nach Licht und fremden Fahrzeugen und fährt weiter. Weil sich Zeiten und Reihenfolge ändern, kann niemand vorhersagen, wann sie wiederkommt.
Ortsteile und Objekte einer typischen Runde
Eine nächtliche Runde in Neustrelitz kann zum Beispiel diese Bereiche verbinden:
- Innenstadt mit Läden, Praxen und Büros rund um Markt, Strelitzer Straße und Zierker Straße
- Kiefernheide mit Wohnanlagen, Grundschule und Nahversorgung
- Strelitz-Alt mit Sportanlagen wie dem Jahn-Sportpark, Gewerbe und den Stadtwerken an der Wilhelm-Stolte-Straße
- Hallen und Lagerflächen am Südbahnhof, dem Güterbahnhof der Stadt, und im Gewerbegebiet Am Bahndamm
- der Stadthafen am Zierker See mit Hafenmeisterei, Liegeplätzen und Stellplätzen für Reisemobile
- die Ortsteile Fürstensee und Klein Trebbow mit ihren neuen Badestegen und verstreuten Gebäuden am Ortsrand
Was eine Streife konkret tut
An jedem Objekt arbeiten unsere Kräfte eine feste Liste ab, die wir vorher mit Ihnen vereinbaren. Dazu gehören meist: Außenhaut prüfen, Tore und Rolltore rütteln, auf Einbruchsspuren und Glasbruch achten, Beleuchtung und Bewegungsmelder beobachten, bei Bedarf innen einen Rundgang machen. Hängt ein Schloss nicht, ist ein Fenster offen oder parkt ein Fahrzeug, das nicht hingehört, melden wir es sofort an die vereinbarte Stelle.
Auf Wunsch übernehmen wir auch Schließdienste: Abends ein Vereinsheim, eine Turnhalle oder ein Bürogebäude abschließen, morgens wieder öffnen, damit Hausmeister oder Mitarbeitende nicht selbst losfahren müssen. Gerade bei Schulen und Sporthallen in mehreren Ortsteilen spart das Wege und schafft eine klare Zuständigkeit.
In der Saison am Zierker See kommt eine weitere Aufgabe hinzu: Boote, Stege und Reisemobilstellplätze sind nachts frei zugänglich, die Hafenmeisterei ist geschlossen. Eine Streife, die dort am späten Abend und gegen Morgen vorbeischaut, schreckt ab, spricht Gruppen freundlich an und meldet Schäden an Stegen oder Leinen, bevor Gäste am nächsten Tag ablegen wollen.
Alarmverfolgung und Interventionen
Viele Betriebe haben eine Alarmanlage, aber niemanden, der nachts hinfährt. Ist Ihre Anlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, kann diese uns verständigen; die Streife fährt dann gezielt zum Objekt, verschafft sich ein Bild von außen und, mit Ihrem Schlüssel, auch von innen. Ist ein Einbruch erkennbar, rufen wir die Polizei, sichern den Ort bis zu ihrem Eintreffen und informieren Sie.
Über die Bundesstraßen 96, 193 und 198 sind die meisten Ortsteile zügig erreichbar. Die Seen machen manche Wege länger, als die Karte vermuten lässt; das berücksichtigen wir bei der Planung der Anfahrtszeit, die wir Ihnen vorher offen nennen. Alle Halte, Feststellungen und Alarmfahrten stehen mit Uhrzeit im Bericht, den Sie regelmäßig erhalten.
Planung aus der Kernregion
Neustrelitz liegt in unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht. Runden planen wir aus dem Personalstamm und steuern sie von Neumünster und Berlin aus; wo es passt, verbinden wir Objekte in Neustrelitz mit solchen im Umland. Die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Schlüssel übernehmen wir gegen Quittung, jede Ausgabe wird protokolliert. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Mehr zur Leistung unter Revier- und Interventionsdienste, zum Land unter Revierdienst in Mecklenburg-Vorpommern. Nachbarstädte: Burg Stargard und Neubrandenburg.
Kosten einer Revierrunde
Beim Revierdienst bezahlen Sie nicht für eine dauerhaft anwesende Kraft, sondern für die Zeit, die die Runde einschließlich Anfahrt dauert, verteilt auf alle Objekte darin. Als Richtwert liegen wir bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Je mehr Objekte in einer Runde liegen, desto geringer ist der Anteil für den einzelnen Auftraggeber. Alarmfahrten außerhalb der Runde und Einsätze an Sonn- und Feiertagen weisen wir gesondert aus, damit Sie sehen, wofür Sie bezahlen.


