Der Industriepark Premnitz in Zahlen
Die Stadt beschreibt den Industriepark Premnitz als vollerschlossenes Areal von 209 Hektar. Mehr als 40 Industrie- und Dienstleistungsbetriebe arbeiten dort mit zusammen rund 1.400 Beschäftigten. Schwerpunkte sind Kunststoffe, Chemie, Energiewirtschaft, Metallverarbeitung und Recycling; rund 29 Hektar gelten als sofort verfügbar.
Die Wurzeln reichen bis 1915 zurück, als die Pulverfabrik entstand. Danach wurden in Premnitz über Jahrzehnte Chemiefasern hergestellt, bekanntestes Produkt der DDR-Zeit war die Polyacrylnitrilfaser WOLPRYLA. 1990 wurde das Werk privatisiert; heute teilen sich viele eigenständige Unternehmen das frühere Werksgelände.
Betriebe mit typischem Werkschutzbedarf
Die folgenden Unternehmen sind am Standort belegt. Wir nennen sie, um die Aufgaben zu beschreiben, nicht als Kunden.
- DOMO Engineering Plastics: Veredelung von Polyamid 6 zu Compounds für Automobil-, Elektro- und Konsumgüterindustrie; seit Mai 2026 unter neuem Eigentümer mit 50 Arbeitsplätzen
- EEW Premnitz GmbH: thermische Abfallverwertung mit zwei Rostfeuerungsanlagen, die unter anderem Prozessdampf an Betriebe im Park liefert
- Märkische Faserwerke, die am Standort weiter Fasern herstellen
- Adsor-Tech und SmarTex aus der Blücher-Gruppe mit Hochleistungsmaterialien und Fasern
- Vogt-Plastics mit Niederlassungen für Kunststoffrecycling
Aufgaben an Tor und Pforte
In einem Park mit vielen Betrieben ist der Zutritt das zentrale Thema. Lkw mit Ersatzbrennstoff, Granulat oder Recyclingmaterial fahren an, Schichtwechsel bringen Belegschaft in Wellen, Lieferanten suchen das richtige Werkstor. Unsere Kräfte erfassen Fahrzeuge und Besucher, gleichen Lieferscheine ab, geben Besucherausweise aus und weisen in die Sicherheitsregeln des Betriebs ein.
Bei Revisionen und Anlagenstillständen steigt die Zahl der Fremdfirmen stark an. Dann führen wir Listen, prüfen Unterweisungsnachweise, die der Betrieb vorgibt, und achten darauf, dass nur angemeldete Personen in die Anlagen gelangen.
Nachts und am Wochenende
Viele Betriebe im Park arbeiten nicht rund um die Uhr. Außerhalb der Schichten übernehmen wir Streifen über Lagerflächen, an Rampen und entlang der Zäune. Bei Recyclingbetrieben lohnt der Blick auf Ballen und Schüttgut im Freien, bei Kunststoffverarbeitern auf Silos und Verladung. Jede Runde wird mit Uhrzeit und Feststellung im Bericht festgehalten.
Hat Ihr Betrieb eine eigene Leitwarte oder eine Werkfeuerwehr, stimmen wir Meldewege und Alarmpläne vorab mit ihr ab, damit im Ernstfall keine Zeit verloren geht.
Viele Betriebe, verschiedene Regeln
Ein Industriepark mit mehr als 40 Betrieben ist kein einheitliches Werk. Jedes Unternehmen hat eigene Zutrittsregeln, eigene Schichtzeiten und eigene Gefahrstoffe. Die EEW Premnitz GmbH nimmt Siedlungsabfälle unter anderem aus Landkreisen in Brandenburg an, Kunststoffbetriebe erhalten Granulat und liefern Compounds aus, Recycler bewegen Ballen und Mahlgut. Daraus ergeben sich an jedem Tor andere Fragen: Welche Fahrzeuge dürfen auf das Gelände, wer begleitet sie, wo wird abgeladen?
Hinzu kommen Veränderungen bei den Unternehmen selbst. DOMO Engineering Plastics wurde nach einer Insolvenz im Mai 2026 von einem Investor übernommen und an eine neue Gesellschaft übergeben. Bei solchen Wechseln müssen Zugangsberechtigungen, Ausweise und Ansprechpartner oft neu geordnet werden. Wir helfen dabei, Listen auf aktuellen Stand zu bringen, alte Berechtigungen auszusortieren und die neuen Regeln am Tor vom ersten Tag an umzusetzen.
Wie wir den Werkschutz organisieren
Brandenburg gehört zu unserer Kernregion Nord. Der Werkschutz in Premnitz wird von unserer Zweigniederlassung in Berlin, Aroser Allee 81, geplant; ein eigenes Büro in der Stadt haben wir nicht. Wir setzen feste Stammkräfte ein, die Ihr Gelände, Ihre Ansprechpartner und Ihre Regeln kennen, und regeln Vertretungen schriftlich. Von dort planen wir auch Werkschutz in Rathenow oder Nauen.
Unser Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, das Unternehmen nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundsätzliches zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Brandenburg.
Kosten im Dauerauftrag
Werkschutz läuft meist über Monate oder Jahre. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde; bei einem durchgehend besetzten Tor mit festem Schichtplan liegt der Wert anders als bei einzelnen Nachtstreifen oder kurzen Einsätzen während einer Revision.
Wir empfehlen, Dauerbesetzung und Streifen getrennt zu kalkulieren, damit Sie sehen, was die Pforte und was die Kontrolle der Fläche kostet.


