Industrie in Cottbus: vom Kompaktbau bis zur ICE-Halle
Cottbus war lange von Kohle und Textil geprägt. Heute ist die LEAG der größte Arbeitgeber der Stadt, und am Hauptbahnhof entsteht das Instandhaltungswerk für die gesamte ICE-4-Flotte der Bahn. Die Deutsche Bahn hält in Cottbus schon seit 1874 Fahrzeuge instand. Im Kompaktbau aus den frühen 1970er Jahren werden bis heute Diesellokomotiven und Sonderfahrzeuge revidiert, daneben wächst das neue Werk für die gesamte ICE-4-Flotte.
Die zweigleisige Halle 2 mit 445 Metern Länge ist seit Januar 2024 in Betrieb. Bis 2026 soll die viergleisige Halle 1 folgen, mit über 500 Metern Länge, Lackiergleis, Komponenten-Werkstätten, Materiallager und angegliedertem Bürogebäude. Insgesamt plant die Bahn rund 1.200 zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze. Für den Werkschutz bedeutet das ein Gelände, auf dem Werkbetrieb, Fremdfirmen und Bauverkehr gleichzeitig unterwegs sind.
Betriebsflächen mit eigenem Schutzbedarf
Das Gewerbeflächenkonzept der Stadt beschreibt mehr als ein Dutzend Standorte. Einige davon zeigen, wie unterschiedlich Werkschutz in Cottbus ausfällt. Die Liste nennt Orte der Stadt, keine Auftraggeber:
- Neues Werk Cottbus am Hauptbahnhof: schwere Instandhaltung der ICE-4-Züge, Zufahrt über die Waisenstraße, Werkstätten und Gleisanlagen
- Industrie- und Gewerbegebiet Cottbus-Ost: Großhandel, Holzhandel, Kfz-Betriebe und das Heizkraftwerk Cottbus mit Gasmotoren und Wärmespeicher
- TIP Cottbus: Prüfdienste, Spedition, Hochschule und Institute neben großen, erheblich untergenutzten Industrieflächen
- Gewerbegebiet Cottbus-Nord an der L 51: Baufirmen, Betriebshof von Cottbusverkehr, Baumaschinen und Kfz-Handel
- Gewerbegebiet A 15-Nord: Paketdienste, Wertstoffhof und Werkstätten mit Anbindung über die Lipezker Straße
- Gewerbegebiet Dissenchen im Osten: Industriemontage, Nachrichtentechnik und Bau, mit noch nicht parzellierten Flächen
Am Werkstor: Lieferungen, Besucher und Fremdfirmen
Auf großen Geländen entscheidet sich vieles an der Zufahrt. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen, Fahrer und Frachtpapiere mit Ihren Avisen ab, weisen Lkw an die richtige Rampe und melden Besucher bei der zuständigen Person an. Wer nicht angekündigt ist, wartet, bis jemand aus Ihrem Haus zustimmt.
Monteure, Elektriker und Schweißer anderer Firmen dürfen nur mit Unterweisung und gültigem Erlaubnisschein auf das Gelände. Wir prüfen beides am Eingang, tragen Ankunft, Abfahrt und Arbeitsbereich ein und sprechen Fahrzeuge an, die außerhalb der vorgesehenen Flächen abgestellt werden. Taschen- oder Fahrzeugkontrollen gehören nur dazu, wenn Ihre Betriebsordnung sie vorsieht.
Gleisanlagen und Energiebetriebe: besondere Regeln
Auf einem Bahngelände gelten eigene Sicherheitsabstände und Betretungsverbote. Gleisbereiche, Fahrleitungen und Hallen mit rangierenden Zügen sind kein Ort für Rundgänge nach eigenem Ermessen. Wir halten uns an Ihre Wegeführung, betreten Gefahrenbereiche nur mit Ihrer Freigabe und melden Auffälligkeiten an die benannte Stelle, statt selbst einzugreifen.
Ähnlich ist es bei Anlagen der Energieversorgung, etwa einem Heizkraftwerk mit Druckwärmespeicher oder einem Umspannwerk. Dort kommt es darauf an, Unbefugte vom Zaun fernzuhalten, Störmeldungen richtig weiterzugeben und Techniker oder Feuerwehr am Tor einzuweisen. Die Meldekette steht in der Dienstanweisung, die wir vor dem ersten Dienst mit Ihnen abstimmen.
Nachts und am Wochenende: Kontrolle über das ganze Gelände
Viele Betriebe in Cottbus haben tagsüber einen eigenen Empfang und brauchen Werkschutz vor allem nach Schichtende. Dann gehen unsere Kräfte Hallentore, Rampen, Außenlager und Zäune ab, schalten nach Absprache Licht und Maschinen aus und notieren jede Feststellung mit Uhrzeit im Bericht. Auf weitläufigen Flächen wie im TIP oder im Gewerbegebiet Ost lassen sich feste Posten am Tor und Rundgänge kombinieren.
Geplant wird der Einsatz von unserer Zweigniederlassung Berlin in der Aroser Allee 81. Ein Büro in Cottbus haben wir nicht; Ihr Standort erhält eine feste Stammbesetzung und eingearbeitete Vertretungen. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Toren mit Kontrollaufgaben setzen wir sachkundegeprüftes Personal ein. Grundlage sind DIN 77200 und unser Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Liegen weitere Betriebsteile in Spremberg oder Guben, binden wir sie in denselben Auftrag ein.
Was Werkschutz in Cottbus kostet
Für Werkschutz rechnen Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Preis innerhalb dieser Spanne liegt, entscheiden vor allem der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, die Zahl der besetzten Tore und ob dort sachkundegeprüfte Kräfte gefordert sind.
Ein Dauerauftrag mit festen Schichten lässt sich günstiger planen als einzelne Einsätze auf Abruf, weil Einarbeitung und Vertretung nur einmal anfallen. Nach einem Rundgang über Ihr Gelände erhalten Sie ein Angebot mit jeder Position einzeln aufgeführt. Einen Überblick über das Land finden Sie auf der Seite Werkschutz Brandenburg.


