Ein Industriestandort seit fast zwei Jahrhunderten
Die Industriegeschichte Wittenberges beginnt 1823 mit der Ölmühle von Salomon Herz. Es folgten der Elbhafen 1835, der Bahnanschluss 1846 und das Eisenbahn-Ausbesserungswerk 1875. Ab 1903 baute Singer hier Nähmaschinen, später liefen sie als Veritas vom Band. Nach 1990 schlossen Zellstoffwerk, Ölmühle und Nähmaschinenwerk, erhalten blieb das Werk der Bahn.
Heute ist dieses Werk mit rund 770 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Stadt und hält Reisezugwagen instand. Seit 2010 haben sich Unternehmen wie Austrotherm, Francotyp-Postalia, Schacht und Lau Förderanlagen angesiedelt. Wittenberge gehört zum Regionalen Wachstumskern Prignitz. Für Werkschutz heißt das: wenige sehr große Gelände und daneben viele mittlere Betriebe mit eigenem Tor.
Drei Gewerbeflächen mit eigenem Charakter
Das Industriegebiet Süd liegt am südöstlichen Stadtrand an der Mündung der Stepenitz in die Elbe und umfasst brutto 117 Hektar. Dort arbeiten Betriebe aus Chemie, Lebensmittel, Bau, Umwelttechnik und Logistik, darunter IOI Oleo mit der Herstellung oleochemischer Produkte. Direkt daneben betreibt die ElbePort Wittenberge GmbH den Hafen mit Mehrzweckanleger, Anleger für Flüssiggüter und einem Hafenbahnhof mit vier Verladegleisen.
Im Nordwesten liegt das Gewerbegebiet Nord mit 70 Hektar, zu 84 Prozent belegt. Hier sitzen Metallverarbeitung, Anlagenbau und Fertigung, etwa Austrotherm mit Dämmstoffen, MV Pipe Technologies und Francotyp-Postalia. Der Veritas Park schließlich nutzt das frühere Singer-Gelände mit 34 denkmalgeschützten Bauten für Handwerk, Lager und leichte Produktion.
- Werkstore und Gleisbereiche des Bahnwerks
- Tanklager und Flüssiggutanleger im Industriegebiet Süd
- Hallen und Außenlager im Gewerbegebiet Nord an B 189 und B 195
- Werkstätten und Lager im Veritas Park
Die Aufzählung nennt Orte, an denen Werkschutz typischerweise gebraucht wird. Es sind keine Referenzen.
Torkontrolle, Fremdfirmen, Schichtwechsel
Am Werkstor beginnt die Sicherheit eines Betriebs. Unsere Kräfte erfassen Lkw, Fahrer und Ladung, gleichen Anlieferungen mit dem Wareneingang ab und geben Besucherausweise aus. Fremdfirmen erhalten erst Zutritt, wenn ihr Auftrag im Werk bestätigt ist, und werden in Wege und Sicherheitsregeln eingewiesen.
Zum Schichtwechsel gehen viele Menschen gleichzeitig durch das Tor. Dann achten wir darauf, dass Material nur mit Begleitschein das Gelände verlässt und keine Fahrzeuge unkontrolliert ein- oder ausfahren. Kontrollen von Taschen oder Fahrzeugen setzen wir nur um, wenn Hausrecht und Betriebsvereinbarung das vorsehen.
Nachts und am Wochenende gehen wir Hallen, Rampen, Zäune und Außenlager ab. Auf weitläufigen Arealen mit Gleisen, wie sie Bahnwerk und Hafen prägen, gehören Kabel- und Metalllager zu den Schwerpunkten jeder Runde. Meldet eine Brand- oder Einbruchmeldeanlage, gehen wir der Meldung nach und verständigen die von Ihnen benannten Ansprechpartner.
Besonderheiten bei Chemie und Hafenumschlag
In Betrieben mit brennbaren oder wassergefährdenden Stoffen gelten strenge Regeln für Zündquellen, Fahrwege und Zugang zu Tanklagern. Unsere Kräfte werden vor Ort in Ihre Betriebsanweisungen eingewiesen, tragen die vorgeschriebene Schutzausrüstung und betreten Ex-Bereiche nur auf freigegebenen Wegen. Revisionen mit vielen Fremdfirmen begleiten wir mit zusätzlichem Personal am Tor.
Am Hafen kommen Schiff, Bahn und Lkw zusammen. Hier kommt es darauf an, dass Umschlagzeiten nicht durch die Kontrolle leiden und trotzdem jede Bewegung festgehalten wird. Wir stimmen die Abläufe mit Disposition und Hafenbetrieb ab.
Planung aus Berlin, Einsatz in der Prignitz
Wittenberge liegt in Brandenburg und damit in unserer Kernregion Nord. Die Posten plant unsere Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Berlin aus dem eigenen Personalstamm. Ein Büro in Wittenberge unterhalten wir nicht, Werkschutz übernehmen wir hier vorhabenbezogen, nachdem wir Anfahrt und dauerhafte Besetzung für Ihr Werk geprüft haben.
Wir arbeiten nach DIN 77200 und ISO 9001. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, Posten mit Zutrittsentscheidungen besetzen wir mit Sachkundeprüfung. Für feste Werkschutzposten bilden wir einen kleinen Stamm, der Ihr Gelände kennt, mit benannter Vertretung. Betriebe in der Region, etwa in Wittstock/Dosse, erreichen wir über dieselbe Planung.
Kosten für Werkschutz
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag, oft rund um die Uhr. Den Preis bestimmen die Zahl der besetzten Tore, der Anteil der Nacht- und Feiertagsstunden und Zusatzaufgaben wie Waagebedienung oder Telefonzentrale.
Für kleinere Betriebe genügt oft eine Besetzung zu den Schichtwechseln und Runden am Wochenende. Einen Überblick über das Land finden Sie unter Werkschutz Brandenburg, Informationen zur Stadt unter Sicherheitsdienst Wittenberge.


