Vom Tuchmacherort zum Industriestandort an der Autobahn
Industrie hat in Reichenbach eine lange Linie. 1883 entstand die Woll- und Seidenweberei Schultz & Donner, von 1902 bis 1904 baute August Horch hier das erste sächsische Automobil. Heute nennt die Stadt Druck und Papierverarbeitung, Maschinenbau, Metallverarbeitung und Textil als prägende Branchen, dazu kommt mit IntEgro Verkehr ein Eisenbahnunternehmen mit Sitz in der Stadt.
Die großen Flächen für Produktion und Lager hat der Planungszweckverband PIA entwickelt, den Reichenbach gemeinsam mit Heinsdorfergrund und seit 2009 mit Lengenfeld trägt. Der Name steht für das Industrie- und Gewerbegebiet an der Autobahnanschlussstelle Reichenbach. Wer dort ein Werk betreibt, hat die A 72 vor dem Tor und damit Lkw-Verkehr zu fast jeder Tageszeit.
Die Gebiete im Überblick
Für den Werkschutz in Reichenbach kommen vor allem diese Flächen in Frage:
- PIA I an der Anschlussstelle, 39,7 Hektar brutto, direkt an der B 94
- PIA II mit 44,6 Hektar brutto, als Industriegebiet ausgewiesen und über die Straße Am Windrad erschlossen
- PIA III, dessen Bebauungsplan genehmigt ist und auf dem noch knapp zwei Hektar verfügbar sind
- das Gewerbegebiet Ost an der B 173 mit Buchenstraße und Eschenstraße am Nordostrand der Stadt
- das Gewerbegebiet Kaltes Feld in der Nachbargemeinde Heinsdorfergrund
- der Gewerbepark Mylau mit vermieteten Hallen an der Ernst-Thälmann-Straße
Die Aufzählung zeigt, wo Werkschutz typischerweise anfällt. Sie nennt keine Kunden von uns.
Was am Werkstor zu tun ist
Bis zum Güterverkehrszentrum Treuen sind es von den PIA-Flächen rund acht Kilometer, zur Autobahn ein halber. Entsprechend dicht ist der Lieferverkehr. Am Tor geht es um Anmeldung und Einweisung von Fahrern, die Prüfung von Lieferscheinen gegen angemeldete Termine, das Lenken wartender Lkw, damit sie nicht auf der B 94 stehen, und die Ausfahrtkontrolle nach Ihren Vorgaben.
Dazu kommen Fremdfirmen, die zur Wartung von Maschinen, Druckanlagen oder Kälteanlagen ins Werk müssen. Unsere Kräfte erfassen, wer wann mit welchem Auftrag auf das Gelände kommt, geben Besucherausweise aus und achten darauf, dass Sicherheitsunterweisungen vor Arbeitsbeginn erfolgt sind. Bei Schichtwechsel und an Wochenenden übernehmen sie die Schlüsselausgabe nach Ihrer Liste.
Nachts und am Wochenende
Wenn die Produktion ruht, verlagert sich der Werkschutz auf das Gelände. Papierrollen, Kartonagen und Metallschrott lagern oft im Freien oder in offenen Hallen. Bei Rundgängen prüfen unsere Kräfte Zäune, Tore, Rolltore und Fenster, kontrollieren Rauchverbot und freie Fluchtwege und melden Wasser- oder Ölaustritte, auffällige Geräusche und Störmeldungen von Anlagen.
Liegt eine Alarmanlage auf, arbeiten wir mit der Leitstelle Ihres Errichters zusammen und verfolgen Meldungen auf dem Gelände nach. Alles wird mit Uhrzeit im Bericht festgehalten, damit Sie am Montag wissen, was am Wochenende passiert ist.
So planen wir außerhalb unserer Kernregion
Sitz unseres Unternehmens ist Neumünster in Schleswig-Holstein, weitere Standorte haben wir in Berlin und Bremen. In Sachsen arbeiten wir vorhabenbezogen und ohne eigenes Büro. Für einen Werkschutz in Reichenbach prüfen wir vor der Zusage, ob wir das Schichtmodell dauerhaft mit festen Kräften besetzen können, und benennen eine Vertretungsregel.
Der Einsatz beginnt mit einer Begehung und einer Dienstanweisung, die wir mit Ihrer Werkleitung abstimmen. Unsere Kräfte haben Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 jederzeit erreichbar.
Weiterlesen: Werkschutz, Werkschutz in Sachsen, Sicherheitsdienst Reichenbach im Vogtland und Sicherheitsdienst Plauen.
Kosten im Dauerauftrag
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag, oft rund um die Uhr oder über alle Nachtschichten. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde, je nach Qualifikation am Posten und Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden.
Weil feste Besetzung über Monate planbar ist, fällt die Anreise bei einem Werk an der A 72 kaum ins Gewicht. Teurer werden kurzfristige Zusatzschichten, etwa bei Revisionen, Inventuren oder Betriebsferien. Wenn Sie solche Termine früh melden, können wir sie mit den regulären Diensten verbinden.


