Eine Stadt, die das Feuer kennt
Die Baugeschichte Reichenbachs ist eine Geschichte von Wiederaufbau. 1681 brannten 135 Wohnhäuser, beim Stadtbrand am 17. August 1720 wurden etwa 500 der rund 700 Häuser zerstört, 1833 verlor die Stadt bei einem weiteren Brand ihr historisches Rathaus. Wo heute an Altbauten mit Holzbalken, Dachstühlen und Zwischendecken gearbeitet wird, lohnt der Blick auf diese Vorgeschichte.
Genau dort liegt das Risiko bei Heißarbeiten. Ein Funke vom Trennschleifer oder die Flamme eines Lötbrenners erreicht Staub und trockenes Holz in einer Fuge, die niemand sieht. Ein Glimmbrand kann Stunden brauchen, bis er sichtbar wird, oft erst, wenn die Handwerker längst weg sind.
Typische Einsätze in Reichenbach und Mylau
Eine Brandwache ist überall dort sinnvoll, wo Heißarbeiten auf Brandlast treffen. Beispiele aus der Stadt:
- Dach- und Turmarbeiten an der Stadtkirche St. Peter und Paul mit romanischem Turmstumpf und Silbermann-Orgel von 1725
- Arbeiten an Trinitatiskirche und St. Marien
- Instandsetzung auf Burg Mylau, deren Kern um 1180 entstand und die heute ein Museum beherbergt
- Dachsanierungen mit PV-Montage an Schulen, Turnhallen und Vereinshäusern
- Schweiß- und Trennarbeiten in Hallen der Papierverarbeitung und Metallverarbeitung an der A 72
- Bühnen- und Technikumbauten im Neuberinhaus
Gerade bei Kirchen und Burgen kommen schwer erreichbare Bereiche hinzu: Turmstuben, Dachböden über Gewölben und Hohlräume hinter Holzverkleidungen. Dort muss die Wache den Weg zum nächsten Löschmittel und den Rettungsweg vorher kennen. Die Liste beschreibt typische Fälle. Sie nennt keine Auftraggeber von uns.
Papier und Karton: Brandlast im Lager
Druck und Papierverarbeitung gehören zu den Branchen, die die Stadt heute prägen. In solchen Betrieben lagern Rollen, Bogen und Karton in Mengen, und feiner Papierstaub legt sich auf Träger, Kabelpritschen und Lampen. Wird in so einer Halle eine Rohrleitung geschweißt oder eine Maschine mit dem Brenner gelöst, muss die Umgebung vorher geräumt oder abgedeckt sein.
Die Brandwache achtet während der Arbeiten auf Funkenflug, hält Feuerlöscher und Löschdecke griffbereit und unterbricht die Arbeit, wenn Abdeckungen verrutschen. Nach dem Ende bleibt sie für die Nachlaufzeit, die Ihr Erlaubnisschein vorgibt, und kontrolliert Boden, Wände und Decken im Umfeld, mit Wärmebildkamera, falls Sie eine stellen.
Wichtig ist auch, dass die Brandwache nicht nebenbei andere Aufgaben übernimmt. Wer gleichzeitig Material holt oder Besucher einweist, verliert den Funkenflug aus dem Blick. Wir besetzen deshalb so, dass während der Heißarbeit eine Kraft nur dafür da ist.
Bühnen, Feuerwerk und Festbetrieb
Das Neuberinhaus steht auf dem Platz des früheren Konzerthauses „Kaiserhof“ und wurde 1949 fertiggestellt. Bühnenumbauten, Scheinwerfer und Kabelwege bringen dort eigene Zündquellen mit. Bei Festen im Freien, wie beim Jubiläum 100 Jahre Wasserturm im August 2026 mit Höhenfeuerwerk, kann die Behörde verlangen, dass Kräfte Flächen absperren, Zuschauer auf Abstand halten und nach dem Feuerwerk die Umgebung auf Glut kontrollieren.
Eine Brandsicherheitswache, die nach Versammlungsstättenrecht von der Feuerwehr gestellt werden muss, ersetzen wir nicht. Unsere Kräfte ergänzen sie, etwa beim Freihalten von Notausgängen und beim Durchsetzen des Rauchverbots.
Ablauf und Qualifikation
Hauptsitz unseres Unternehmens ist Neumünster, weitere Standorte sind Berlin und Bremen. Brandwachen in Sachsen übernehmen wir vorhabenbezogen und ohne eigenes Büro im Land. Wir fragen nach Erlaubnisschein, Art der Arbeiten, Zeitraum und Nachlauf und sagen zu, sobald Personal und Anreise geklärt sind.
Die Kräfte haben Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO und werden vor Ort zu Löschmitteln, Fluchtwegen und Meldewegen eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Weiterlesen: Brandwachen, Brandwache in Sachsen, Sicherheitsdienst Reichenbach im Vogtland und Sicherheitsdienst Zwickau.
Kosten nach Arbeitszeit und Nachlauf
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei der Brandwache zählt nicht nur die Zeit, in der geschweißt oder gelötet wird, sondern auch der Nachlauf danach, der je nach Vorgabe eine Stunde oder länger dauern kann.
Fallen Arbeiten in eine Produktionspause am Wochenende oder in die Nacht, steigen die Kosten durch Zuschläge. Sammeln Sie Heißarbeiten an wenigen Tagen, statt sie über Wochen zu verteilen, reduziert das die Zahl der Anreisen.


