Industrie, die aus dem Boden kommt
Rüdersdorf sitzt auf der einzigen Muschelkalk-Lagerstätte der Mark Brandenburg, und seit über 750 Jahren wird dort Kalkstein abgebaut. CEMEX gewinnt ihn heute im Tagebau und verarbeitet ihn zu Zement. Um diese Rohstoffquelle hat sich eine Kette von Betrieben gebildet: Betonwerk, Trockenmörtel, Baustoffrecycling, Transport. Hinzu kommt im 1992 erschlossenen Gewerbegebiet Tasdorf-Süd die Logistik, allen voran das Paketzentrum der DHL an der Ernst-Thälmann-Straße.
Für den Werkschutz sind das zwei ganz verschiedene Welten. Im Zement- und Baustoffbereich geht es um große Freiflächen, Kipper, Förderanlagen, Silos und Gleise. Im Paketzentrum geht es um Wechselbrücken, Rampen, Fahrerlisten und eine hohe Zahl an Beschäftigten im Schichtwechsel. Beides verlangt eingewiesene Kräfte, die die Abläufe des Werks kennen.
Werke und Flächen mit Werkschutzbedarf
Die Gemeinde beschreibt ihre Industrieflächen selbst sehr genau. Für Werkschutz kommen vor allem diese Standorte in Frage:
- das Gelände Zementwerk zwischen B 1/5 und Strausberger Straße, laut Gemeinde die größte aktiv genutzte gewerbliche Baufläche, mit Zement- und Kalkproduktion, Logistik, Baustoffbetrieben und Energieerzeugung
- das Industriekraftwerk westlich des Siedlerwegs auf demselben Gelände
- der Hafen Rüdersdorf am Kriensee, den CEMEX betreibt, und die Werksbahn, die das Gelände im Norden begrenzt
- die Fläche Frankfurter Chaussee zwischen Kriensee und B 1/5 mit Betonwerk und Baustoffrecyclinganlage, beide mit Bahnanschluss
- das DHL-Paketzentrum mit über 450 Beschäftigten auf 40.000 Quadratmetern, das rund 350.000 Pakete am Tag bearbeitet
- die Berolina Metallspritztechnik Wesnigk, ein Betrieb für Oberflächenbeschichtung und Verschleißschutz
Tor, Waage, Gleis: die Aufgaben im Einzelnen
Am Tor eines Baustoffwerks entscheidet sich, ob Fahrzeuge mit den richtigen Papieren kommen und mit der richtigen Ladung fahren. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen und Lieferscheine ab, leiten Kipper zur Waage und halten Besucher, Fahrer und Fremdfirmen getrennt. Bei Revisionen, wenn viele externe Monteure gleichzeitig auf dem Gelände sind, führen wir Listen, geben Ausweise aus und sammeln sie wieder ein.
Auf der Fläche bestreifen wir die Bereiche, die tagsüber kaum jemand betritt: Gleisanlagen, Hafenkante, Halden, Trafostationen, Lagerplätze für Ersatzteile. Dabei halten wir uns an die Sicherheitsregeln des Werks, tragen die vorgeschriebene Schutzausrüstung und betreten Gefahrenbereiche nur so, wie es Ihr Betrieb festlegt. In einem Logistikzentrum verschiebt sich der Schwerpunkt: Dort zählen Rampenkontrolle, Plombenprüfung, Abgleich der Wechselbrücken und Kontrolle an den Personalausgängen.
Jede Runde wird mit Uhrzeit im Bericht festgehalten. Befunde gehen mit Foto an Ihre Werksleitung oder an die Leitstelle Ihres Errichters, wenn eine Alarmanlage aufgeschaltet ist.
Rüdersdorfer Besonderheiten
Das Zementwerk grenzt an Wasser, Wald und an den Museumspark, in dem Besucher die Geschichte des Kalkabbaus erleben. Wer das Gelände von außen betrachtet, sieht oft nur das Ofengebäude von 1995, mit gut 121 Metern das höchste Bauwerk im Ort. Die eigentlichen Schwachstellen liegen aber in der Fläche: lange Zaunlinien, Gleisübergänge, Uferabschnitte. Hier hilft ein Streifenplan, der die Runden nicht immer gleich legt, sondern wechselnd verteilt.
Wichtig ist auch der Verkehr. Die B 1/5 bindet fast alle Industrieflächen direkt an, und die Anschlussstelle Rüdersdorf der A 10 liegt in der Nähe. Viele Lkw kommen deshalb außerhalb der Bürozeiten an. Werkschutz am Abend und in der Nacht ist dann nicht nur Bewachung, sondern auch geordnete Annahme.
Organisation und Qualifikation
Rüdersdorf liegt in unserer Kernregion Nord. Ein Büro vor Ort haben wir nicht; geplant wird aus unserer Zweigniederlassung Berlin, Aroser Allee 81. Für Werkschutz stellen wir feste Teams zusammen, damit an Ihren Toren nicht ständig neue Gesichter stehen. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Pforte und Streife in der Regel die Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Weitere Informationen finden Sie unter Werkschutz und auf der Landesseite Werkschutz in Brandenburg. Betriebe im Nachbarort finden Sie unter Fürstenwalde/Spree.
Kosten für Werkschutz im Dauerauftrag
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz wird meist als Dauerauftrag vergeben, mit fester Besetzung über Monate oder Jahre. Den Preis bestimmen die Zahl der Posten, die Abdeckung rund um die Uhr oder nur nachts und am Wochenende, die verlangte Qualifikation und Zusatzaufgaben wie Waagebedienung oder Fremdfirmenverwaltung. Bei einer langen Laufzeit können wir Teams stabil einplanen, was sich im Angebot bemerkbar macht.


