Industrie mit langer Geschichte am Rand von Leipzig
Schkeuditz war lange eine Stadt der Pelzverarbeitung, später stand hier mit dem Werk MAB ein Betrieb, der zeitweise bis zu 3.500 Menschen beschäftigte. Aus Teilen davon ging das heutige Werk von Wabtec Germany hervor, das bis 2024 Faiveley Transport Leipzig hieß. Es entwickelt und baut Klimaanlagen und Druckschutzeinrichtungen für Schienenfahrzeuge. Im selben Gewerbegebiet fertigt Bitzer, ein Hersteller von Verdichtern für Kälte- und Klimatechnik.
Heute prägen neben der Fertigung vor allem Logistik und Großhandel das Bild. Die Gewerbegebiete liegen an allen Seiten der Stadt und sind über die B 6, die B 186 und die Anschlussstellen der A 9 und A 14 erschlossen. Für den Werkschutz heißt das: viel Lkw-Verkehr, viele Fremdfirmen und Werke, die oft in mehreren Schichten arbeiten.
Die Werks- und Gewerbeflächen im Überblick
Die Stadt weist mehrere Gewerbestandorte aus, die meisten sind weitgehend belegt. Werkschutz ist vor allem hier gefragt:
- Gewerbegebiet Schkeuditz-Nord, rund 44 Hektar nördlich der Kernstadt: Bitzer, Wabtec, die Schkeuditzer Metallveredlung, GRITEC, Actemium Controlmatic und die Stadtwerke
- Gewerbegebiet Tannewald östlich von Radefeld: Toyota Material Handling, Schwihag, Richter & Frenzel und Stork Umwelt
- Gewerbegebiet Watzschkenbreite im Westen an der Landesgrenze: Weishaupt, DB Schenker, Sachsenland Transport & Logistik und Meesenburg Großhandel
- Gewerbegebiet Freiroda-Nord mit Baufirmen, Holzhandel und Antennentechnik, komplett belegt
- Airport Gewerbegebiet Glesien mit UPS und United Rentals sowie Logistik- und Produktionshallen
Die Spanne reicht von der Metallveredlung bis zum Umschlaglager, an dem den ganzen Tag Lkw kommen und gehen. Entsprechend unterschiedlich sind die Dienstanweisungen, die wir mit Ihnen erarbeiten.
Tor, Hof und Halle
An der Pforte melden wir Besucher, Monteure und Servicefirmen an, prüfen Ausweise und geben Besucherkarten aus. Lkw gleichen wir mit Kennzeichen, Auftrag und Lieferschein ab, bevor die Schranke öffnet, und bei der Ausfahrt prüfen wir, ob Papiere und Ladung zusammenpassen. Wer nicht angemeldet ist, wartet, bis der Verantwortliche im Werk entschieden hat; diese Entscheidung treffen nicht wir.
Auf dem Gelände gehen unsere Kräfte zu wechselnden Zeiten Rampen, Freilager, Gefahrstofflager und Zaunlinien ab. Sie achten auf offene Rolltore, laufende Maschinen nach Schichtende, Leckagen und Personen ohne Berechtigung. Wo Gabelstapler fahren oder Kräne arbeiten, bewegen sie sich nur auf freigegebenen Wegen und tragen die Schutzausrüstung, die Ihre Werksordnung verlangt.
Schichtbetrieb, Inventur und Betriebsruhe
Nicht jedes Werk braucht eine Pforte rund um die Uhr. Wo tagsüber der eigene Empfang besetzt ist, genügt oft der Werkschutz ab Schichtende und am Wochenende. In durchlaufenden Betrieben planen wir drei Schichten mit schriftlicher Übergabe, damit nichts verloren geht, was der Vordienst bemerkt hat.
Inventuren, Umbauten und die Betriebsruhe zwischen den Jahren verändern den Bedarf. Dann sind mehr Fremdfirmen im Werk, die Stammbelegschaft ist kleiner, und Material steht an ungewohnten Stellen. Für solche Wochen stocken wir die Zahl der Kräfte auf, führen Listen, wer sich wann wo aufhält, und gehen danach auf das übliche Maß zurück.
Grundlage ist eine Dienstanweisung, die wir vor dem ersten Dienst gemeinsam mit Ihnen schreiben: welche Tore wann offen sind, wer Besucher abholt, welche Bereiche nur mit Begleitung betreten werden und wer bei Störungen informiert wird. Neue Kräfte lernen das Werk bei einem Rundgang kennen, bevor sie allein Dienst tun.
Abgrenzung zum Flughafen und Planung aus dem eigenen Stamm
Im Süden des Flughafens liegt der Frachtbereich mit eigenen Zufahrten und eigenem Gleisanschluss. Dort gelten die Vorgaben der Luftsicherheit, die wir nicht übernehmen. Unser Werkschutz richtet sich an Betriebe in den übrigen Gewerbegebieten der Stadt.
In Sachsen sind wir ohne eigenes Büro tätig, ein Auftrag in Schkeuditz beginnt deshalb mit einer Vorprüfung: Begehung, Postenbeschreibung, Schichtplan, Ablösung und Anreise. Zugesagt wird erst, wenn die Besetzung für die ganze Laufzeit steht. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Sachsen, die übrigen Leistungen in der Stadt unter Sicherheitsdienst Schkeuditz.
Kosten für Werkschutz in Schkeuditz
Werkschutz läuft meist als Dauerauftrag mit festen Posten, die Kosten lassen sich deshalb gut planen. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Höher wird er mit dem Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, mit der Zahl gleichzeitig besetzter Posten und mit Zusatzaufgaben wie der Ladungskontrolle bei der Ausfahrt. Die Anreise weisen wir im Angebot gesondert aus.


