Vom Kalischacht zur Elektroindustrie
Rund hundert Jahre lang hat der Kalibergbau Sondershausen bestimmt. Anfang der 1990er Jahre wurde die Förderung eingestellt, das Bergwerk Glückauf dient seitdem vor allem als Versatzbergwerk, in das Reststoffe unter Tage gebracht werden. Auf dem Gelände über Tage ist ein Industrie- und Gewerbepark entstanden, der heute fast vollständig belegt ist.
Die zweite Säule ist die Elektroindustrie. Der größte Arbeitgeber der Stadt ist das Werk von WAGO mit mehr als 1.000 Beschäftigten, von dem aus auch ein Logistikzentrum Ware in alle Welt verschickt. Dazu kommen Hersteller von Leuchten und Elektroinstallationstechnik, ein Gerätebauer und ein Technologieunternehmen, das sich mit Salzen befasst.
Werke und Höfe mit Bedarf an Werkschutz
Belegt sind in Sondershausen unter anderem diese Standorte, an denen Pforte, Streife und Fremdfirmensteuerung anfallen:
- das Industriegebiet Glückauf an der B 4 Richtung Nordhausen, knapp 70 Hektar Nettofläche mit Gleisanschluss und erlaubtem Schichtbetrieb
- dort ansässig unter anderem Thermik Gerätebau, Isoplus Fernwärmetechnik, Magnesium Solutions Europe, Mier Maschinenbau und ein Transportbetonwerk
- Schrott- und Metallhandel sowie ein Recyclingbetrieb im selben Gebiet
- der Betreiber des Versatzbergwerks, der Stoffe zur Verbringung unter Tage annimmt
- im Gewerbegebiet Jecha unter anderem ELSO, Sonlux, ein Containerdienst und ein Verwerter für Elektrogeräte
- ein Entsorgungsbetrieb an der Schachtstraße
Elektroindustrie: Takt, Logistik und Ersatzteile
In einer Fertigung für Elektrotechnik laufen viele kleine, wertvolle Teile durch die Hallen, die sich leicht in einer Tasche oder einem Karton verlieren. Wichtig ist deshalb, dass Zutritt und Ausgang geregelt sind: Wer gehört zur Schicht, wer ist Besucher, wer ist Monteur einer Fremdfirma? Wir führen Besucherlisten, geben Tagesausweise aus und weisen Fremdfirmen in die Werksordnung ein, bevor sie in die Halle gehen.
Wo ein Werk zugleich Versandlager ist, kommt der Lkw-Verkehr dazu. Spediteure müssen angemeldet, Rampen zugewiesen und Ladepapiere mit der Ladung abgeglichen werden, ohne dass sich vor dem Tor eine Schlange bis auf die Bundesstraße bildet. Unsere Kräfte arbeiten dafür mit Ihrer Versandabteilung zusammen und halten sich an die Abläufe, die Sie vorgeben.
Metall, Schrott und Stoffe unter Tage
Bei Metallhändlern und Recyclinghöfen liegt der Wert im Freien: Kupfer, Aluminium, Stahlschrott, sortierte Kabelreste. Nachts und am Wochenende sind diese Höfe ein Ziel für Diebstahl, und auf Flächen mit Kunststoff oder Holz zählt jede früh bemerkte Rauchentwicklung. Wir übernehmen dort die Kontrolle von Tor und Waage zu Betriebszeiten und Streifengänge über Container- und Lagerflächen danach.
Am Versatzbergwerk stellt sich eine andere Aufgabe. Hier werden Stoffe angeliefert, die nach festen Regeln angenommen und dokumentiert werden müssen. Werkschutz kann dort die Anmeldung der Fahrzeuge am Tor, den Abgleich mit den Begleitpapieren und die Absicherung des Geländes außerhalb der Annahmezeiten übernehmen, immer nach den Vorgaben des Betreibers und seiner Aufsicht.
Für Maschinenbauer und Hersteller von Fernwärmerohren geht es oft um große, schwere Bauteile auf offenen Lagerflächen. Hier hilft eine Streife, die am Abend den Bestand im Blick hat und morgens meldet, ob Planen, Zäune und Tore unversehrt sind.
Planung und Personal für Sondershausen
Unsere Niederlassungen liegen in Neumünster, Berlin und Bremen, in Thüringen haben wir keinen eigenen Standort. Für Werke im Kyffhäuserkreis arbeiten wir deshalb vorhabenbezogen: Gemeinsam mit Ihnen legen wir fest, wie viele Posten in welchen Schichten nötig sind und wer bei Urlaub und Krankheit einspringt. Zusagen geben wir erst, wenn diese Besetzung für die gesamte Laufzeit trägt. Ihre Werkleitung hat danach eine feste Person, die für den Auftrag zuständig bleibt.
Wer bei Ihnen am Tor steht, hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit Kontrollbefugnis die Sachkundeprüfung. Bevor die erste Schicht beginnt, gehen die Kräfte mit Ihrem Werkverantwortlichen die Werksordnung, gesperrte Bereiche und Sammelplätze durch. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200; die Nummer +49 4321 78 33 590 ist jederzeit besetzt. Weiter geht es unter Werkschutz, Werkschutz in Thüringen und Sicherheitsdienst Sondershausen.
Kosten für Werkschutz in Sondershausen
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Läuft ein Werkschutzauftrag über Jahre im selben Dreischichtrhythmus, landet er meist im unteren Teil der Spanne, weil sich Einarbeitung und Planung auf viele Stunden verteilen. Nach oben wirken Nacht- und Feiertagsdienste, Zusatzaufgaben wie Verwiegen am Schrotthof und kurzfristige Verstärkung bei Stillständen und Umbauten.


