Eine Stadt mit Brandgeschichte
Am 3. Juni 1621 brannte ein großer Teil von Sondershausen nieder, darunter die gerade erst geweihte Trinitatiskirche am Markt. Ihr Wiederaufbau zog sich bis 1691 hin. Später wurde die Kirche mehrfach saniert, zuletzt von 1987 bis 1997, in dieser Zeit erhielt sie auch eine neue Orgel in einem Gehäuse von 1680. Auch das Hoftheater neben dem Schloss ist abgebrannt, und zwar 1946.
Solche Ereignisse liegen lange zurück, zeigen aber, worum es bei Arbeiten an historischen Bauten geht: Ein Funke in einem Dachstuhl aus trockenem Holz kann Stunden nach Feierabend noch zu einem Brand werden. Eine Brandwache bei Heißarbeiten und die Kontrolle danach sind deshalb an vielen Gebäuden der Stadt Teil der Auflagen.
Bauten und Betriebe, an denen Brandwachen anfallen
In Sondershausen sind unter anderem diese Orte belegt:
- das Residenzschloss mit Riesensaal, Blauem Saal und Schlosskapelle, heute im Besitz der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
- das Achteckhaus im Schlosspark, ursprünglich ein Karussellbau von 1708 bis 1710
- die Trinitatiskirche am Markt mit ihrem Turm unter dreistufiger welscher Haube und dem Mausoleum von 1890/91
- die Cruciskirche, die als ältestes Gebäude der Stadt gilt
- der Possenturm, ein 42 Meter hoher Aussichtsturm aus Fachwerk von 1781
- Metallbau-, Schrott- und Recyclingbetriebe in den Gewerbegebieten Glückauf, Schachtstraße und Jecha
- das Loh-Theater und das Erlebnisbergwerk mit seinem Konzertsaal unter Tage
Schloss, Kirchen und der Turm auf dem Possen
Das Schloss ist über rund 800 Jahre gewachsen: ein Turm aus der Zeit um 1300, Flügel aus der Renaissance, barocke Räume mit Stuck, ein klassizistischer Umbau 1837/38. In so einem Bau stecken Hohlräume, alte Balkenlagen und unterschiedliche Dachkonstruktionen. Wenn Dachdecker, Klempner oder Restauratoren dort mit Brenner, Lötkolben oder Heißluft arbeiten, steht eine Brandwache in der Nähe, beobachtet Funkenflug, hält Löschmittel bereit und kontrolliert nach Ende der Arbeiten die betroffenen Bereiche noch einmal in Abständen.
Ähnlich ist es an der Trinitatiskirche und der Cruciskirche. Am Possenturm kommt hinzu, dass der ganze Turm aus Holz und Fachwerk besteht und frei auf einer Anhöhe der Hainleite steht; dort zählt jeder Funke doppelt. Unsere Kräfte werden vor Ort eingewiesen, kennen Fluchtwege und Feuerlöscher und wissen, wie die Feuerwehr im Ernstfall anfährt.
Schweißen und Trennen in Gewerbe und Industrie
In den Gewerbegebieten arbeiten Stahl- und Metallbauer, Maschinenbauer und Schrotthändler. Bei Umbauten, Reparaturen an Hallendächern oder dem Zerlegen großer Teile wird geschweißt und geschnitten, oft in der Nähe von Lagerflächen mit Kunststoff, Holz oder Verpackungen. Viele Betriebe verlangen dann einen Erlaubnisschein und eine Brandwache, die während der Arbeiten und danach aufpasst.
Wir stellen diese Wachen auch für Fremdfirmen, die im Auftrag eines Werks arbeiten. Wichtig ist uns, dass der Erlaubnisschein vorliegt, die Umgebung vorher geräumt oder abgedeckt ist und klar ist, wie lange nachkontrolliert wird.
Bei Veranstaltungen kann eine Brandsicherheitswache gefordert sein, etwa wenn auf einer Bühne mit Pyrotechnik oder offenem Feuer gearbeitet wird. Das betrifft Säle ebenso wie Bühnen unter freiem Himmel. Hier arbeiten wir nach den Vorgaben des Betreibers und der Auflagen, die für die jeweilige Veranstaltung gelten.
So organisieren wir Brandwachen in Sondershausen
Weil wir in Thüringen keine eigene Niederlassung haben, prüfen wir jede Anfrage aus Sondershausen auf Dauer, Zeiten und Personal. Bei Arbeiten, die über Wochen laufen, planen wir feste Kräfte ein, damit dieselben Personen das Gebäude kennen. Ein Ansprechpartner hält den Kontakt zu Bauleitung oder Betrieb.
Unsere Brandwachen haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden am Objekt zu Löschmitteln und Fluchtwegen eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 durchgehend erreichbar. Mehr finden Sie unter Brandwachen, Brandwache in Thüringen und Sicherheitsdienst Sondershausen.
Was eine Brandwache in Sondershausen kostet
Der Richtwert beträgt 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend ist, wie lange nach den Heißarbeiten nachkontrolliert werden muss: Reicht eine Stunde, bleibt der Aufwand überschaubar, verlangt die Auflage eine Kontrolle bis in die Nacht, steigt der Anteil an Nachtstunden. Arbeiten am Wochenende, kurzfristige Termine und Einsätze, die sich täglich wiederholen, fließen ebenfalls ein.


