Wirtschaft zwischen Öl, Kies und Acker
Sundhagen hat eine ungewöhnliche Industriegeschichte. Bei Reinkenhagen gelang 1961 die erste erfolgreiche Erdöl-Suchbohrung auf dem Gebiet der DDR; gefördert wurde dort bis 1996. Heute erinnert das Erdölmuseum mit einem Tiefpumpenantrieb und einer über 22 Meter hohen Sondenreparaturanlage daran. In der Gemeinde gibt es außerdem mehrere Kiesvorkommen, die teils im Tagebau abgebaut werden, und bis in die 1950er Jahre wurde in den Mooren Torf gestochen.
Was die Wirtschaft heute trägt, sind Landwirtschaft, Verarbeitung auf dem Hof, Tourismus am Strelasund und Energie aus Wind. Für den Werkschutz bedeutet das: Es gibt keine großen Werkstore mit Schichtwechsel, aber viele Gelände, auf denen Maschinen, Kraftstoff, Rohstoffe und Waren offen oder in einfachen Hallen stehen.
Hofbetriebe mit Verarbeitung
Ein Beispiel ist der LandWert Hof in Stahlbrode. Seit 2008 verbinden dort ökologisch wirtschaftende Landwirte aus Vorpommern Tierhaltung, eine hofeigene Fleischerei, eine Manufaktur, einen Hofladen, Gastronomie und einen Schulbauernhof auf einem Gelände. Geschlachtet wird auf dem Hof, um lange Transporte zu vermeiden.
Auf solchen Betrieben treffen Lebensmittelhygiene, Kühltechnik, Tiere, Besucher und Lieferverkehr aufeinander. Werkschutz kann hier heißen, nach Ladenschluss Kühlräume und Hallen zu prüfen, Zufahrten zu schließen, Anlieferungen am frühen Morgen anzunehmen oder bei Hoffesten den Betriebsbereich vom Besucherbereich zu trennen.
Windenergie, Bahn und Gewerbeflächen
An der Grenze zu Süderholz liegt der Windpark Miltzow. Dort wurden 2019 Anlagen vom Typ Vestas V80 zurückgebaut, in Betrieb sind Anlagen vom Typ V90 und V112. Bei Wartung, Rückbau oder Neubau stehen Kräne, Werkzeugcontainer und Kabeltrommeln auf freiem Feld, oft mehrere Nächte lang.
Der Bahnhof Miltzow an der Strecke Angermünde–Stralsund wird nach wie vor im Wagenladungsverkehr bedient. Wo Güterwagen be- und entladen werden, braucht es Klarheit, wer das Ladegleis betreten darf und was mit abgestellten Wagen über Nacht passiert. In Reinberg wird ein früherer Agrarkomplex aus den 1980er Jahren heute gewerblich genutzt.
Für alle diese Standorte bieten wir an:
- Torkontrolle mit Abgleich von Kennzeichen, Lieferscheinen und Abholaufträgen
- Anmeldung und Einweisung von Fremdfirmen, Monteuren und Servicetechnikern
- Streife über Freiflächen, Lagerplätze, Tankstellen und Maschinenhallen nach Feierabend
- Bewachung von Kränen und Material bei Wartung oder Umbau von Windenergieanlagen
- Verschluss- und Lichtkontrolle an Wochenenden und Feiertagen
Der Weg ins Gelände ist oft ein Feldweg
In einer Gemeinde mit 32 Einwohnern je Quadratkilometer kommt kaum jemand zufällig vorbei. Täter nutzen das. Sie kommen über Wirtschaftswege, die nachts unbeleuchtet sind, und sind über die B 96 und die B 105 schnell Richtung Stralsund, Greifswald oder Berlin unterwegs.
Ein Werkschutzkonzept für Sundhagen beginnt deshalb nicht am Haupttor, sondern an der Karte: Wo sind Zufahrten, die keiner im Blick hat? Welche Zäune enden im Graben? Wo stehen Tanks oder Kupferkabel, die von außen sichtbar sind? Aus diesen Antworten leiten wir ab, ob ein fester Posten nötig ist oder ob eine Streife mit mehreren Kontrollen pro Nacht reicht.
Organisation und Qualifikation
Sundhagen gehört zu unserer Kernregion Nord. Geplant wird aus dem Personalstamm und gesteuert vom Hauptsitz in Neumünster; eine eigene Niederlassung in der Gemeinde gibt es nicht. Für jeden Betrieb erstellen wir eine Dienstanweisung mit Kontrollpunkten, Hofregeln und Alarmkette. Kontrollen und Vorfälle stehen mit Uhrzeit im Bericht.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Toren mit Personen- und Fahrzeugkontrolle setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, einen Überblick für das Land unter Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Betriebe auf der anderen Seite der Gemeindegrenze finden Informationen unter Grimmen.
Kosten für Werkschutz in Sundhagen
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz läuft meist über Monate, deshalb planen wir ihn nach dem Jahresrhythmus des Betriebs: dichter in der Ernte oder während einer Baustelle am Windpark, schlanker im Winter. Wie viele Nachtstunden, Wochenenddienste und Torposten anfallen und welche Qualifikation gefordert ist, entscheidet, wo Ihr Angebot in dieser Spanne liegt.


