Vom Garn zum Wirkstoff: wie die Werke gewachsen sind
Die Industrie im Tal der Wupper entstand aus Textilveredlung und Metallverarbeitung. Am 1. August 1863 wurde in Barmen das Unternehmen gegründet, aus dem der Bayer-Konzern hervorging; produziert wird bis heute im Elberfelder Stammwerk. 1866 gründete Otto Louis Herberts in Unterbarmen einen Lackbetrieb, dessen Werke heute zu Axalta gehören. Die großen Textilfabriken sind seit den 1970er Jahren verschwunden, geblieben sind Chemie, Maschinenbau und Elektrotechnik.
Für den Werkschutz folgt daraus eine Eigenheit: Viele Werke stehen noch dort, wo sie vor über hundert Jahren gegründet wurden. Wohnhäuser, Straßen und das Gerüst der Schwebebahn reichen bis an den Zaun, Erweiterungen sind auf Nachbargrundstücke oder in die Höhe gewachsen. Ein Konzept muss deshalb mit mehreren Toren, Fußwegen quer über das Gelände und Nachbarn rechnen, die jede Anlieferung mitbekommen.
Werke und Gewerbeflächen, an denen Werkschutz gefragt ist
Die folgenden Standorte zeigen, wo in Wuppertal produziert, geforscht und verteilt wird. Genannt sind sie als Beispiele, nicht als unsere Auftraggeber:
- Bayer: Werk an der Wupper beim Stammhaus in Elberfeld und Forschungszentrum Aprath, wo seit 2020 in einem neungeschossigen Neubau die präklinische Pharmakologie arbeitet; an beiden Standorten jeweils rund 1.300 Beschäftigte
- Axalta: Werk am Christbusch in Unterbarmen und das rund 270.000 Quadratmeter große Werk an der Märkischen Straße in Wichlinghausen, zusammen etwa 2.500 Beschäftigte
- Knipex in Cronenberg mit mehr als 1.800 Beschäftigten, dazu ein Lager- und Versandstandort in Ronsdorf
- Technologieachse Süd mit dem Deutschlandsitz von Aptiv, Zulieferbetrieben und dem Technologiezentrum W-Tec
- Brose an der Otto-Hahn-Straße in Ronsdorf mit rund 700 Beschäftigten
- früherer Rangierbahnhof Vohwinkel, heute Gewerbegebiet unter anderem mit Wera, Columbus McKinnon und dem Maschinenbauer Profilator
Pharma und Lack: Zutritt nach Freigabe, nicht nach Gesicht
In Pharma- und Lackbetrieben bestimmt die Anlagensicherheit, wer welchen Bereich betreten darf. Werkschutz setzt dort die Regeln um, die Ihr Betrieb vorgibt: Besucheranmeldung, Ausweisprüfung, Einweisungsnachweis für Fremdfirmen, Abgleich von Tankfahrzeugen mit der Anlieferliste und das Verbot von Zündquellen oder Mobiltelefonen in bestimmten Zonen.
Bevor eine Kraft bei Ihnen anfängt, lässt sie sich von Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit oder dem zuständigen Betriebsbeauftragten einweisen. Das Ergebnis steht in einer Dienstanweisung, die Sie vorab freigeben. Bei Stillständen und Revisionen, wenn deutlich mehr Fremdpersonal auf dem Gelände arbeitet, verstärken wir die Pforte für die Dauer der Arbeiten und nehmen am Ende jeden ausgegebenen Ausweis zurück.
Werkzeugbau auf den Südhöhen: Schichtbetrieb neben Wohnhäusern
Cronenberg und Ronsdorf sind die Adressen der Wuppertaler Werkzeugindustrie. Knipex fertigt in Cronenberg im Dreischichtbetrieb, umgeben von Wohnbebauung; Wera hat 2016 ein neues Logistikzentrum fertiggestellt und am Traditionsstandort in Cronenberg die Firmenzentrale neu gebaut. Wo rund um die Uhr gearbeitet wird, ist ein Werkstor nie ganz geschlossen: Schichtwechsel, Paketdienste, Speditionen und Wartungsfirmen kommen zu allen Tageszeiten.
Werkschutz übernimmt hier Pförtnerloge und Torbuch, gleicht Kennzeichen und Lieferscheine ab, nimmt Sendungen außerhalb der Bürozeiten an und geht nachts Hallen, Höfe und Außenlager ab. Fahrzeuge, die vor ihrem Zeitfenster eintreffen, weisen wir auf Warteflächen ein, damit sie nicht mit laufendem Motor in Wohnstraßen stehen.
Mehrere Standorte, ein Ansprechpartner
Viele Wuppertaler Firmen verteilen Produktion, Lager und Verwaltung auf mehrere Stadtteile oder betreiben zusätzlich Werke in Nachbarstädten wie Solingen oder Remscheid. Solche Aufträge planen wir zusammen: eine Dienstanweisung je Standort, ein gemeinsamer Ansprechpartner, eine Rechnung mit getrennten Positionen.
Ablösungen zwischen Talsohle und Südhöhen legen wir so, dass die Fahrt über B 7, A 46 oder die L 418 mit ihrem Tunnel eingerechnet ist und kein Tor während der Übergabe unbesetzt bleibt.
Vorhabenbezogen planen: Prüfung, Qualifikation und Preis
Wuppertal liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, ein Büro in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht. Bevor wir zusagen, prüfen wir deshalb, ob Schichtmodell, Laufzeit und geforderte Nachweise mit Anfahrt, Unterkunft und verfügbaren Kräften zusammenpassen, und sagen offen, wenn das nicht der Fall ist. Wer am Tor Zutritt entscheidet, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO; für Rundgänge genügt die Unterrichtung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die über Jahre im Dreischichtbetrieb besetzt ist, kalkuliert sich je Stunde anders als eine Verstärkung für zwei Wochen Revision. Nachtanteil, Wochenendstunden, Sachkunde, Fremdsprachen für internationale Fahrer und Zusatzaufgaben wie die Paketannahme verschieben den Preis innerhalb dieser Spanne. Mehr zum Land unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen, Allgemeines zur Stadt unter Sicherheitsdienst Wuppertal.


