Bauen in einer dicht besiedelten Kurstadt
Bad Schwartau ist weitgehend bebaut. Neue Projekte entstehen deshalb häufig im Bestand: Gebäude werden erweitert, abgerissen und ersetzt, Gewerbeflächen am Rand werden nachverdichtet. Für Baustellenbewachung heißt das, dass Baufelder oft direkt an Wohnhäuser, Schulhöfe oder Straßen grenzen. Ein Bauzaun allein hält dort wenig ab, weil die Baustelle nach Feierabend von allen Seiten zugänglich und kaum beobachtet ist.
Zugleich ist die Stadt über die A 1 und die A 226 schnell erreichbar. Das hilft den Baufirmen bei der Logistik, erleichtert aber auch Tätern den raschen Abtransport von Werkzeug, Kupferkabel oder Diesel.
Aktuelle Bauvorhaben in und um Bad Schwartau
Einige Projekte, bei denen Baustellenbewachung typischerweise gefragt ist:
- Grundschule Cleverbrück: Sanierung und Erweiterung mit Abbruch des Mitteltrakts, neuer Mensa und Einfeldsporthalle; die Stadtvertretung hat das Vorhaben Ende November 2025 beschlossen. Die Schule wird von rund 250 Kindern besucht.
- Gewerbegebiet Langenfelde Nord: neuer Abschnitt von etwa 52.000 Quadratmetern mit sieben Grundstücken, auf denen nun einzelne Hallen und Bürogebäude entstehen.
- Ostküstenleitung: Für die 380-kV-Leitung zwischen Lübeck und Siems hat der Netzbetreiber Baugrunduntersuchungen auf Schwartauer Gebiet angekündigt.
- Bahnausbau: Im Zusammenhang mit der festen Fehmarnbeltquerung wird die Strecke ab Bad Schwartau Richtung Norden geplant; für die Ortsdurchfahrt ist ein Trog für den Güterverkehr vorgesehen.
Nicht jedes dieser Projekte ist bereits im Bau. Gerade bei Leitungs- und Bahnvorhaben entstehen aber über Jahre hinweg wechselnde Baufelder, Lagerplätze und Materialdepots, die gesichert werden müssen.
Baustellen neben laufendem Schulbetrieb
Wird an einer Schule gebaut, während der Unterricht weiterläuft, gelten besondere Anforderungen. Kinder dürfen das Baufeld nicht betreten, auch nicht nach Schulschluss oder am Wochenende, wenn der Schulhof als Spielplatz genutzt wird. Löcher, Gerüste und abgestellte Maschinen sind für sie eine echte Gefahr. Wir achten bei unseren Kontrollen deshalb nicht nur auf Diebstahl, sondern auch darauf, dass Zäune geschlossen sind, Gerüste gesichert und Gruben abgedeckt.
Auf Wunsch stimmen wir uns mit Schulleitung und Bauleitung ab, etwa wenn Tore zu bestimmten Zeiten geöffnet werden oder Lieferungen über den Schulhof laufen.
So bewachen wir Ihre Baustelle
Für kleinere Baustellen reichen häufig mehrere Kontrollgänge pro Nacht und am Wochenende. Unsere Kraft prüft den Bauzaun, Container, Baustromverteiler und Maschinen, kontrolliert Tankdeckel und Lagerplätze und fotografiert den Zustand. Damit lässt sich später belegen, wann ein Schaden entstanden ist, was bei Versicherung und Gewährleistung hilft.
Bei großen Baufeldern oder hohen Werten ist eine feste Wache in den Zeiten ohne Arbeit die bessere Wahl, gegebenenfalls ergänzt durch mobile Videotechnik. Brauchen Sie zusätzlich eine Aufsicht bei Schweiß- oder Trennarbeiten, kann dieselbe Kraft als Brandwache eingeplant werden. Allgemeines zur Leistung steht unter Baustellenbewachung.
Was auf Baustellen in der Region besonders gefährdet ist
Am häufigsten verschwinden Dinge, die sich leicht verladen und weiterverkaufen lassen: Akkuwerkzeug aus Containern, Kupfer von Kabeltrommeln, Diesel aus Baggern und Radladern, Baustahl und neu angelieferte Fenster oder Sanitärteile. Auf Leitungsbaustellen kommen Erdkabel und Messgeräte hinzu. Bei einem Diebstahl entsteht nicht nur der Sachschaden, sondern oft auch ein Stillstand, weil Material neu bestellt und Gewerke umgeplant werden müssen.
Daneben ist Vandalismus ein Thema, vor allem dort, wo Jugendliche abends unterwegs sind: besprühte Container, eingeschlagene Scheiben an Maschinen, verschobene Absperrungen. Auch unbefugtes Klettern auf Gerüste oder Kräne kommt vor. Sichtbare Kontrollen zu wechselnden Zeiten wirken hier spürbar vorbeugend, weil niemand sicher sein kann, ungestört zu bleiben.
Wir besprechen mit Ihnen vor Beginn, welche Werte auf der Baustelle liegen, wo Container und Lagerflächen stehen und wann Lieferungen eintreffen. Daraus ergibt sich, wie oft und zu welchen Zeiten kontrolliert wird.
Personal, Planung und Kosten
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Geplant wird vom Hauptsitz in Neumünster; Bad Schwartau gehört zu unserer Kernregion Nord. Für Baufirmen, die zugleich in Lübeck bauen, lassen sich die Kontrollen auf einer Route bündeln.
Abgerechnet wird nach Stunden oder je Kontrollgang. Als Orientierung dient ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde, der sich vor allem nach Nacht- und Wochenendanteil, Größe des Baufelds und Bauzeit richtet. Eine Baustelle, die über ein Jahr läuft, lässt sich günstiger planen als eine Einzelwoche. Weitere Bauregionen im Land beschreibt die Seite Baustellenbewachung in Schleswig-Holstein.


