Woran in Garbsen gebaut wird
Garbsen wächst weiter, vor allem beim Wohnen. Für das Quartier An den Eichen sieht die Stadt auf rund neun Hektar etwa 600 Wohnungen in drei bis fünf Geschossen vor, 30 Prozent davon öffentlich gefördert. Die Baufelder umfassen zusammen rund 34.600 Quadratmeter, ein Feld ist bereits vergeben, die übrigen sollen von Dezember 2026 bis Januar 2027 ausgeschrieben werden. Parallel vermarktet die Stadt Bauplätze in den Gebieten Mühlenstraße in Horst und Im Hespe II in Berenbostel.
Dazu kommen Netzausbau und Tiefbau. Für die Stromtrasse SuedLink werden im Herbst 2026 Kabeltrommeln zu einem Abspulplatz am Farlingsweg in Frielingen gebracht. In mehreren Stadtteilen arbeitet die Stadtentwässerung an Kanälen. Für die Baustellenbewachung ergeben sich daraus ganz unterschiedliche Lagen.
Aktuelle Bauflächen und Arbeitsstellen
Die Übersicht nennt Flächen, die die Stadt Garbsen selbst veröffentlicht hat. Sie sagt nichts darüber, wer dort baut:
- Wohnquartier An den Eichen mit rund 600 geplanten Wohnungen und mehreren Baufeldern
- Baugebiet Mühlenstraße in Horst, Bewerbungsfrist für Grundstücke bis 11. Oktober 2026
- Baugebiet Im Hespe II in Berenbostel, ebenfalls in Vermarktung
- SuedLink-Abspulplatz am Farlingsweg in Frielingen, Anlieferung vom 5. Oktober bis 15. November 2026
- Kanal- und Straßenbau am Pfarrkamp in Schloß Ricklingen und an der Calenberger Straße in Altgarbsen
Auf einem Kabellager liegen Werte, die für Diebe besonders reizvoll sind. Wohnbaustellen sind dagegen über viele Monate offen, wechseln ständig ihren Zustand und grenzen oft an bewohnte Straßen.
Risiken auf Garbsener Baustellen
Auf Wohnbaustellen verschwinden vor allem Werkzeug, Kupfer, Kabel und Baumaterial aus Containern. Hinzu kommen Beschädigungen an Fenstern und Fassaden kurz vor der Übergabe, wenn der Bau schon fertig aussieht. Spielende Kinder und Jugendliche auf Rohbauten sind ein Haftungsthema, das viele Bauherren unterschätzen.
Liegt die Baustelle in einem Stadtteil mit Feldrändern wie Horst oder Frielingen, ist sie von mehreren Seiten zugänglich und nachts kaum einsehbar. In Berenbostel und Garbsen-Mitte grenzen Flächen dagegen an Wohnstraßen, wo die Nachbarschaft zwar etwas sieht, aber selten meldet. Beide Lagen brauchen einen eigenen Plan für Kontrollpunkte.
Bewachung, Rundgänge und Dokumentation
Für kleinere Baustellen reichen meist Kontrollgänge nach Arbeitsende, nachts und am Wochenende. Wir prüfen Bauzaun, Container, Maschinen und Lagerflächen, kontrollieren Verschlüsse und halten den Zustand mit Fotos fest. Bei Kabel- und Materiallagern mit hohem Wert empfehlen wir eine feste Wache über die Nacht, gegebenenfalls ergänzt durch Beleuchtung und Videotechnik, die Sie bereitstellen.
Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit und Befund protokolliert, Auffälligkeiten melden wir sofort an die Bauleitung. Damit lassen sich Schäden zeitlich eingrenzen, was gegenüber Versicherung und Nachunternehmern hilft. Mehrere Baustellen können wir mit dem Revierdienst in Garbsen zu einer Runde verbinden.
Besonders aufmerksam sind wir, wenn auf einer Fläche nachts geliefert wird. Am Farlingsweg kommen die Kabeltrommeln laut Stadt ausschließlich zwischen 22 und 6 Uhr an, also genau in den Stunden, in denen sonst niemand auf einem Lagerplatz ist. Eine Wache kann dann Anlieferung und Abfahrt mit erfassen, die Einfahrt nach jedem Transport wieder schließen und prüfen, ob Trommeln und Sicherungen unverändert sind. So entsteht eine lückenlose Kette vom Abladen bis zum Einzug in die Trasse.
Wer die Baustelle bewacht
Garbsen liegt in unserer Kernregion Nord. Die Einsätze planen wir aus dem Hauptsitz Neumünster und der Niederlassung Bremen mit eigenem Personal; ein Büro in Garbsen gibt es nicht. Vor Beginn begehen wir die Fläche mit Ihrer Bauleitung, legen Zufahrten, Kontrollpunkte und Ansprechpartner fest und erhalten die Notrufliste.
Unser Personal hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Wie wir Baustellen im übrigen Land schützen, steht auf der Seite Baustellenbewachung Niedersachsen.
Kosten nach Bauphase und Lage
Der Richtwert für Baustellenbewachung liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil sich der Schutzbedarf mit dem Baufortschritt ändert, passen wir den Umfang an: Im Rohbau genügen oft Rundgänge, im Innenausbau mit eingelagerter Haustechnik ist mehr Präsenz sinnvoll, nach der Übergabe endet der Auftrag.
Entscheidend sind die Nachtstunden, Wochenenden und Feiertage, die Größe der Fläche und ob eine feste Kraft oder Rundgänge gefragt sind. Bauvorhaben im Nachbarort Wunstorf lassen sich gemeinsam planen.


