Bauen in der Landeshauptstadt: Straße und Wohnungsbau zugleich
Hannover braucht Wohnraum und eine erneuerte Verkehrsinfrastruktur, und beides wird derzeit parallel angegangen. Neue Viertel entstehen auf früheren Industrieflächen und am Stadtrand, während alte Straßenbrücken aus der Nachkriegszeit ersetzt werden müssen. Für Bauherren heißt das: viele Baustellen mit langer Laufzeit, wechselnden Gewerken und Flächen, die nachts und am Wochenende kaum jemand im Blick hat.
Gestohlen werden auf solchen Flächen vor allem Kupferkabel, Werkzeug, Baustromverteiler und Kraftstoff. Hinzu kommen Schäden an Rohbauten, beschmierte Container und Unbefugte, die über Gerüste klettern. Jeder dieser Vorfälle kostet nicht nur den Ersatz, sondern oft auch Tage im Bauzeitenplan. Grundlegendes zur Leistung finden Sie auf unserer Seite Baustellenbewachung.
Große Bauvorhaben in Hannover als Beispiel
Welche Art von Bewachung sinnvoll ist, zeigt ein Blick auf die laufenden Projekte in der Stadt:
- Südschnellweg: Rund zehn Kilometer der Straße sollen auf Autobahnstandard gebracht werden. Der erste Abschnitt von etwa vier Kilometern ist von 2023 bis 2028 geplant, Bauherr ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die alte, 484 Meter lange Brücke über die Hildesheimer Straße wird durch einen Tunnel ersetzt, vorab wurde eine Behelfsbrücke errichtet.
- Kronsrode in Bemerode: Auf rund 53 Hektar am Kronsberg sind etwa 3.500 Wohnungen geplant, mindestens ein Viertel davon gefördert. Im Herbst 2024 waren viele Häuser bezogen, die Infrastruktur aber noch nicht fertig, eine weitere Grundschule ist vorgesehen.
- Wasserstadt Limmer: Auf 23 Hektar früherem Reifenwerk zwischen Stichkanal und Leine-Verbindungskanal sollen bis 2030 rund 1.800 Wohnungen entstehen. Der erste von drei Bauabschnitten mit 550 Wohnungen lief von 2019 bis 2023, die übrigen Flächen folgen.
Diese Projekte stehen für drei typische Lagen: eine lange Trasse durch ein Naturgebiet, ein Stadtrandquartier mit vielen Bauherren nebeneinander und eine Halbinsel mit wenigen Zufahrten. Jede verlangt ein anderes Sicherungskonzept.
Trasse, Neubauviertel oder Halbinsel: worauf es jeweils ankommt
Am Südschnellweg verläuft das Baufeld etwa zweieinhalb Kilometer durch die Leinemasch. Dort gibt es kaum Beleuchtung, viele Zugänge von Wegen und Wiesen aus und Material, das über die gesamte Länge verteilt lagert. Eine feste Wache an einem Punkt reicht hier selten. Besser passt eine Streife, die Lagerflächen, Maschinenstellplätze und Tunnelbaugrube abwechselnd anfährt.
In Kronsrode wohnen bereits Menschen, während nebenan noch gebaut wird. Das bringt Kinder auf Baufeldern, Fremdparker auf Zufahrten und Spaziergänger zwischen Bauzäunen mit sich. Hier zählt neben der Nachtkontrolle die freundliche, aber klare Ansprache am Tag, vor allem am Wochenende.
In der Wasserstadt Limmer führen nur wenige Straßen auf die Halbinsel. Eine Zufahrtskontrolle an diesen Punkten deckt einen großen Teil des Geländes ab. Der denkmalgeschützte, rund 50 Meter hohe Wasserturm auf dem Areal zeigt außerdem, dass bei Arbeiten neben Bestandsbauten auch deren Schutz mitzudenken ist.
Bausteine, aus denen wir Ihre Sicherung zusammenstellen
Je nach Bauphase und Lage kombinieren wir verschiedene Leistungen. Wichtig ist, dass die Bewachung mit dem Baufortschritt mitwächst und nicht über Monate gleich bleibt, obwohl sich die Baustelle verändert.
- Stationäre Nachtwache mit Rundgängen über das Baufeld
- Mobile Streife mit mehreren Kontrollen pro Nacht
- Zufahrtskontrolle mit Abgleich von Lieferscheinen und Fahrzeugen
- Schließdienst für Container, Tore und Bauzaunfelder
- Wochenend- und Feiertagsbesetzung
- Meldung von Schäden mit Foto an die Bauleitung
Für Rohbau und Ausbau mit hohem Materialwert empfiehlt sich oft eine feste Besetzung in der Nacht. In der Erdbauphase oder bei verteilten Flächen reicht häufig eine Streife. Wir besprechen das mit Ihrer Bauleitung vor Ort.
Organisation und Qualifikation
Hannover liegt in unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht, die Disposition läuft über die Niederlassung Bremen und den Hauptsitz in Neumünster. Unsere Kräfte haben die Unterrichtung nach § 34a GewO oder die Sachkundeprüfung und werden vor Beginn auf Baustellenordnung, Fluchtwege und Ansprechpartner eingewiesen.
Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Jeder Rundgang und jeder Vorfall wird festgehalten, damit Sie gegenüber Versicherer und Auftraggeber belegen können, dass die Fläche gesichert war. Baustellen im Umland, etwa in Garbsen oder Lehrte, lassen sich in dieselbe Planung aufnehmen.
Kosten der Baustellenbewachung in Hannover
Der Aufwand richtet sich danach, ob eine Kraft die ganze Nacht vor Ort ist oder eine Streife mehrfach vorbeikommt, wie groß das Baufeld ist und wie viele Wochenenden die Bauzeit umfasst. Als Richtwert für die eingesetzte Zeit nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde, bei langen Bauzeiten mit gleichbleibendem Einsatzmuster eher im unteren Bereich.
Ein verbindliches Angebot erstellen wir, sobald Lage, Bauphasen und gewünschte Zeiten feststehen. Weitere Leistungen für die Stadt sehen Sie unter Sicherheitsdienst Hannover.


