Bauen in Templin: wenig Nachbarn, viel Fläche
Baustellen in Templin liegen häufig dort, wo nach Feierabend kein Verkehr mehr vorbeikommt: auf großen Grundstücken am Stadtrand, an Landstraßen zwischen Wald und Feld oder hinter Mauern und Zäunen eines Denkmalgeländes. Was dort über Nacht steht, Kupferkabel, Werkzeugcontainer, Baumaschinen, Dieseltanks oder Fenster, die am nächsten Tag eingebaut werden sollen, ist für Diebe leicht erreichbar und für Zeugen kaum zu sehen.
Baustellenbewachung heißt hier vor allem: regelmäßig nachsehen, ob alles so ist, wie es am Abend verlassen wurde, Schäden früh bemerken und die Bauleitung am nächsten Morgen mit klaren Angaben informieren.
Aktuelle Vorhaben in der Stadt
Einige Bauvorhaben zeigen, welche Art Baustelle in Templin vorkommt:
- Joachimsthalsches Gymnasium, Prenzlauer Allee 28: Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles seit 2020, Dacharbeiten seit 2021, Masterplan 2023 überarbeitet, Start der Oberstufe eines Internats für 2029/30 geplant
- Gewerbepark Templin Süd: rund 52 Hektar am südlichen Stadtrand, etwa vier Hektar sind noch für neue Betriebe verfügbar, Parzellen zwischen rund 1.000 und 40.000 Quadratmetern
- L 100 bei Henkinshain im Ortsteil Petznick: Neuaufbau der Böschung auf rund 90 Metern Länge, Vollsperrung von September bis voraussichtlich Anfang Dezember 2026
- Photovoltaik-Freiflächenanlagen: Grundsatzbeschluss der Stadtverordneten vom Februar 2025 als Rahmen für künftige Bauleitplanung
Hinzu kommen kleinere Projekte der Stadt, etwa der neue Soccercourt an der Kurmeile, der im August 2026 übergeben wurde.
Ein Denkmalgelände braucht eine eigene Runde
Das Gelände des Joachimsthalschen Gymnasiums umfasst rund 13 Hektar mit sechs Doppelhäusern um einen Innenhof. Die Gebäude standen seit 1996 leer und waren durch Vandalismus und Verfall bedroht. Während einer Sanierung kommen Gerüste, offene Dachflächen und provisorisch verschlossene Fenster hinzu. Wer sich Zugang verschafft, kann an historischer Substanz Schaden anrichten, der sich nicht einfach ersetzen lässt.
Für ein solches Gelände legen wir eine Runde fest, die alle Häuser, Zaunabschnitte und Lagerplätze erfasst, prüfen Gerüstzugänge und Absperrungen und achten auf Wasser, das nach Unwetter in offene Bereiche eindringt.
Was wir auf Baustellen übernehmen
Je nach Größe und Risiko der Baustelle kombinieren wir feste Präsenz und Kontrollfahrten. Zu den typischen Aufgaben gehören:
- Kontrolle von Bauzaun, Toren und Containern nach Arbeitsende und am Wochenende
- Prüfung von Maschinen, Tanks und Materiallagern auf Beschädigung oder Diebstahl
- Annahme von Lieferungen außerhalb der Arbeitszeit und Abgleich mit dem Lieferschein
- Begleitung von Fremdfirmen, die nachts oder am Wochenende arbeiten
- Fotodokumentation und Bericht an die Bauleitung
Templin liegt in unserer Kernregion Nord, die Einsatzplanung läuft über die Zweigniederlassung Berlin, Aroser Allee 81. Die Kräfte stammen aus unserem eigenen Stamm und haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr unter Baustellenbewachung und Baustellenbewachung in Brandenburg, für Baustellen im Süden der Uckermark auch Sicherheitsdienst Eberswalde.
Straßenbau im Wald und auf dem Land
Ein Teil der Templiner Baustellen liegt nicht in der Stadt, sondern an Landstraßen zwischen den Ortsteilen. An der L 100 bei Henkinshain wird die Fahrbahn auf rund 90 Metern aufgebrochen, der Damm bis in etwa vier Meter Tiefe abgetragen und lagenweise mit Geokunststoffen neu aufgebaut. Für solche Arbeiten stehen Bagger, Walzen, Kipper und Material über Wochen an einer voll gesperrten Strecke, an der nachts niemand vorbeifährt.
Wir fahren solche Stellen nach Feierabend an, prüfen Maschinen auf aufgebrochene Tankdeckel oder fehlende Teile, sehen nach, ob Absperrungen und Beschilderung noch stehen, und melden Auffälligkeiten mit Foto. Ob eine Baustelle im Wald einmal oder mehrmals pro Nacht kontrolliert wird, hängt vom Wert der abgestellten Geräte und von den Auflagen des Auftraggebers ab. Bei Bedarf stimmen wir die Kontrollen mit den Zeiten ab, in denen Maschinen betankt oder Material angeliefert wird.
Kosten der Baustellenbewachung
Wir kalkulieren mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Baustellen bestimmen vor allem die Bauzeit und die Arbeitszeiten der Gewerke, wie viele Stunden ohne Aufsicht abzudecken sind: Wird nur werktags bis zum Nachmittag gebaut, fallen Abend, Nacht und Wochenende an. Ob eine Kraft durchgehend vor Ort bleibt oder mehrere Kontrollen pro Nacht reichen, entscheiden wir mit Ihnen anhand des Werts auf der Baustelle.


