Altstadt mit viel Holz im Gebälk
Das Nienburger Rathaus geht auf das 15. Jahrhundert zurück und trägt die Jahreszahl 1533. Nach 1582 wurde es im Stil der Weserrenaissance umgebaut, später kamen Barock-Fachwerk und die Laube hinzu; der Dachreiter von 1778 wurde 2011 nachgebaut. In der Langen Straße steht ein Fachwerkhaus von 1541, der Fresenhof ist ein früherer Burgmannshof aus dem 16. Jahrhundert, und der neugotische Turm von St. Martin erreicht 72 Meter.
In solchen Bauten verbergen sich hinter Putz und Verkleidung Balken, Lehmgefache und Hohlräume. Wird dort gelötet, geschweißt oder eine Dachbahn mit der Flamme verlegt, kann ein Funke in einer Fuge verschwinden und erst Stunden später ein Feuer auslösen. Wer an diesen Gebäuden arbeitet, braucht deshalb jemanden, der nur auf das Feuer achtet – während der Arbeit und danach.
Gebäude und Anlagen mit erhöhtem Risiko
Diese realen Orte in Nienburg zeigen, wo eine Brandwache typischerweise gebraucht wird:
- Rathaus am Marktplatz – Fachwerk, Laube und Dachreiter
- St.-Martin-Kirche – gotische Pfarrkirche mit 72 Meter hohem Turm
- Fachwerkhaus Lange Straße 41 von 1541
- Fresenhof und Quaet-Faslem-Haus – Museumsbauten mit Sammlungen
- Theater auf dem Hornwerk – Versammlungsstätte mit 626 Plätzen
- Glaswerk Ardagh und Chemiebetriebe – Instandhaltung im laufenden Betrieb
Auch die Kirchen aus der Nachkriegszeit – St. Michael von 1957, die Kreuzkirche von 1964 und die katholische St.-Bernward-Kirche – haben Dachstühle, Orgeln und Holzeinbauten, bei denen Arbeiten am Dach Vorsicht verlangen.
Heißarbeiten in Glas- und Chemiebetrieben
Das Glaswerk an der Ortsumgehung arbeitet mit Schmelzwannen, die ohne Pause laufen. Reparaturen, Umbauten an Produktionslinien oder Arbeiten an Rohrleitungen finden deshalb oft im laufenden Betrieb statt. In der Katalysatorfertigung und bei den Klebstoffherstellern kommen brennbare Stoffe hinzu, die vor jedem Schweißschnitt gesichert oder entfernt werden müssen.
Viele Betriebe verlangen dafür einen Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten. Darin steht, wer die Brandwache stellt, wie lange sie nach Abschluss bleibt und welche Löschmittel bereitstehen. Unsere Kräfte arbeiten nach diesem Schein, stimmen sich mit Werkschutz und Sicherheitsfachkraft des Betriebs ab und halten den Ablauf schriftlich fest.
Festzelt, Theater und ausgefallene Technik
Beim Scheibenschießen steht auf dem Scheibenplatz ein großes Festzelt, daneben das Tilly-Zelt und die Bürgerhalle. Wo viele Gäste unter einem Zeltdach sitzen, Heizgeräte laufen und Kabel über den Boden führen, kann der Veranstalter eine Brandsicherheitswache vorsehen. Unsere Kraft achtet auf freie Ausgänge, Feuerlöscher an der richtigen Stelle und auf Geräte, die zu heiß werden.
Eine zweite Aufgabe ergibt sich bei Umbauten: Wird in einem Gebäude die Brandmeldeanlage abschnittsweise abgeschaltet – etwa während einer Sanierung –, kann eine Brandwache den betroffenen Bereich in festen Abständen begehen, bis die Technik wieder arbeitet. Wie das allgemein funktioniert, steht unter Brandwachen.
So läuft der Einsatz
Vor dem ersten Funken prüft unsere Kraft den Arbeitsbereich: brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt, Öffnungen in Wänden und Decken verschlossen, Löscher und Löschdecke griffbereit, Fluchtweg frei. Während der Arbeit beobachtet sie nicht nur die Stelle selbst, sondern auch Nachbarräume, Zwischendecken und Geschosse darunter. Nach Ende bleibt sie für die vorgeschriebene Zeit, prüft Bauteile mit der Hand oder einem Thermometer und gibt den Bereich erst frei, wenn nichts mehr warm ist.
Brandwachen in Nienburg planen wir aus unserer Niederlassung Bremen; die Stadt liegt in der Kernregion Nord, ein eigenes Büro vor Ort haben wir nicht. Unsere Kräfte sind vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen und haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Weitere Leistungen in der Stadt zeigt Sicherheitsdienst Nienburg/Weser, das Land im Überblick Brandwache in Niedersachsen.
Kosten mit Blick auf Uhrzeit und Nachlauf
Für eine Brandwache rechnen Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend ist, wann gearbeitet wird: Instandhaltung in Industriebetrieben fällt oft in Stillstandszeiten am Wochenende oder in die Nacht, Arbeiten in der Altstadt eher in den Tag. Die Nachbeobachtung nach dem letzten Funken gehört zur Einsatzzeit und sollte von Anfang an eingeplant sein. Für Festzelte kalkulieren wir pro Veranstaltungstag. Mindesteinsatzzeiten nennen wir im Angebot offen.


