Warum in Norderstedt Brandwachen gebraucht werden
Eine Brandwache wird immer dann gestellt, wenn der übliche Brandschutz eines Gebäudes für eine gewisse Zeit nicht ausreicht. Das ist der Fall, wenn mit offener Flamme oder Funkenflug gearbeitet wird, wenn eine Brandmelde- oder Sprinkleranlage für Wartung oder Umbau außer Betrieb ist oder wenn ein Saal für eine Veranstaltung anders genutzt wird als im Alltag.
In Norderstedt treffen alle drei Anlässe zusammen. Die Stadt hat große Produktionshallen und Lager, Betriebe mit brennbaren Stoffen, eine Reihe von Bühnen und Sälen und einen beträchtlichen Bestand an Gebäuden aus den 1960er- und 1970er-Jahren, die nach und nach saniert werden.
Heißarbeiten in Werken und Hallen
Schweißen, Brennschneiden, Trennschleifen und Löten gehören in Industriebetrieben zum Alltag, vor allem bei Umbauten, Reparaturen an Regalanlagen oder der Montage neuer Maschinen. Funken können in Hohlräume, Kabelkanäle oder Dämmstoffe fallen und dort Stunden später einen Brand auslösen. Versicherer verlangen deshalb meist einen Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten und eine Nachkontrolle durch eine Brandwache.
Typische Orte, an denen solche Arbeiten in Norderstedt anfallen:
- Industrie in Friedrichsgabe, darunter das Hauptwerk von Jungheinrich mit seinen Montagehallen.
- Gewerbegebiet Glashütte mit Herstellern von Desinfektions- und Hygieneprodukten, wo brennbare Flüssigkeiten lagern.
- Das Ersatzteil-Vertriebszentrum von Volkswagen Original Teile Logistik mit großen Hochregallagern.
- Bürogebäude und Forschungsflächen in Nettelkrögen und Nordport bei Dach- und Technikarbeiten.
- Das Herold-Center und andere Einkaufszentren bei Umbauten im laufenden Betrieb.
Unsere Brandwache ist während der Arbeiten anwesend, behält Funkenflug und Umgebung im Blick und hält Löschmittel bereit. Nach Arbeitsende kontrolliert sie den Bereich und angrenzende Räume weiter, bis keine Gefahr mehr besteht – je nach Vorgabe des Erlaubnisscheins oft mehrere Stunden.
Ersatz für abgeschaltete Anlagen
Wird eine Brandmeldeanlage gewartet, erweitert oder umgebaut, ist ein Gebäude teilweise ohne automatische Erkennung. Ähnlich ist es bei abgeschalteten Sprinklern oder Rauchabzügen. In dieser Zeit übernehmen unsere Kräfte die Überwachung durch regelmäßige Rundgänge, prüfen Brandabschnitte, halten Fluchtwege frei und alarmieren im Ernstfall die Feuerwehr direkt.
Solche Lücken dauern manchmal nur eine Nacht, bei größeren Umbauten aber Wochen. Wir planen die Besetzung so, dass jede Schicht vom vorherigen Posten übergeben wird und die Kontrollen ohne Unterbrechung weiterlaufen.
Vor Beginn gehen wir mit dem Haustechniker oder dem Errichter der Anlage durch das Gebäude. Dabei legen wir fest, welche Melderbereiche abgeschaltet sind, welche Räume besonders gefährdet sind, etwa Lager mit Verpackungsmaterial oder Elektroverteilungen, und wie die Feuerwehr im Alarmfall ins Gebäude kommt. Schlüssel, Feuerwehrlaufkarten und Telefonnummern liegen am Posten griffbereit.
Bühnen, Säle und ältere Gebäude
In Norderstedt gibt es mehrere Versammlungsstätten, an denen bei Sonderaufbauten eine erhöhte Brandgefahr besteht: die TriBühne in Norderstedt-Mitte, das Kulturwerk am See im Stadtpark, den Festsaal am Falkenberg und das Kino Spectrum. Bei Aufbauten mit Pyrotechnik, Nebel, viel Dekoration oder provisorischer Elektrik ergänzt eine Brandwache den Brandschutz des Hauses, in Abstimmung mit Betreiber und Feuerwehr.
Hinzu kommen ältere Gebäude wie das alte Garstedter Rathaus oder die frühere Zollstation Ochsenzoll aus dem Jahr 1840. Bei Sanierungen solcher Bauten mit Holzkonstruktionen und verwinkelten Dachräumen ist die Nachkontrolle nach Heißarbeiten besonders wichtig.
Ausbildung und Einsatzplanung
Unsere Brandwachen sind als Brandschutzhelfer ausgebildet, kennen den Umgang mit Feuerlöschern und Löschdecken und haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Geplant wird aus dem Hauptsitz in Neumünster; für Norderstedt halten wir eingewiesene Kräfte vor, damit auch kurzfristige Anforderungen nach einer Reparatur am Abend abgedeckt werden. Mehr zum Land unter Brandwache in Schleswig-Holstein, zur Stadt unter Sicherheitsdienst in Norderstedt.
Abrechnung einer Brandwache
Brandwachen rechnen wir nach eingesetzten Stunden ab, als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Nachkontrollen oft bis spät abends oder in die Nacht reichen und Anlagenwartungen gern auf Wochenenden gelegt werden, macht der Anteil an Nacht- und Feiertagsstunden den größten Unterschied. Kurzeinsätze unter wenigen Stunden fassen wir mit einer Mindestdauer zusammen, Dauerwachen bei längeren Umbauten planen wir als Schichtmodell.


