Eine Stadt mit Brandgeschichte
Zella-Mehlis kennt Brände aus seiner Geschichte. Am 5. Mai 1619 brannten in Zella die Kirche, die Schule und 50 Wohnhäuser nieder, 1762 zerstörte ein weiterer Großbrand zahlreiche Wohnhäuser und Werkstätten. In Mehlis brannte die Kapelle nach einem Blitzschlag ab. Die heutige Kirche St. Blasii in Zella wurde 1768 bis 1774 gebaut, die Magdalenenkirche in Mehlis 1741 geweiht.
Heute geht es bei einer Brandwache selten um ganze Ortsteile, sondern um einzelne Arbeiten mit Funkenflug und Hitze. Davon gibt es in einer Stadt mit so viel Metallverarbeitung reichlich.
Dazu kommen Gebäude, deren Inhalt sich nicht ersetzen lässt: die beiden Kirchen aus dem 18. Jahrhundert und die städtischen Museen. Das Stadtmuseum etwa ist aus der früheren Beschussanstalt hervorgegangen und zeigt unter anderem Zella-Mehliser Waffen, Geologie und Bergbau sowie Thüringer Trachten. Wo in solchen Häusern Leitungen erneuert oder Dächer gedeckt werden, ist eine aufmerksame Wache die einfachste Vorsorge.
Wo Brandwachen in Zella-Mehlis gebraucht werden
Belegt sind in Zella-Mehlis diese Orte und Betriebsarten, an denen eine Brandwache sinnvoll oder vorgeschrieben sein kann:
- Kirche St. Blasii und Magdalenenkirche bei Arbeiten an Dach, Turm und Orgel
- Technikmuseum Gesenkschmiede, ein früheres Sägewerk, das ab 1917 zur Gesenkschmiede umgebaut wurde, bei Schmiedevorführungen und Umbauten
- Härterei, Lackiertechnik und Metallbearbeitung im Gewerbegebiet Bahnhofstraße/Ackerstraße
- Stahlbau im Gewerbegebiet Am Schießstand und Umformtechnik an der Talstraße
- Festzelt auf dem Karl-Liebknecht-Platz beim Stadtfest
- Restabfallbehandlungsanlage im Süden der Stadt bei Revisionen und Umbauten
Heißarbeiten in Betrieben
Wird in einer Halle geschweißt, getrennt oder geschliffen, verlangen Versicherer und Arbeitsschutz meist einen Erlaubnisschein und eine Brandwache. Sie beobachtet während der Arbeit den Bereich, in den Funken fallen können, und bleibt danach so lange vor Ort, wie es der Erlaubnisschein vorgibt. In Härtereien und Lackierereien sind die Gefahren besonders: Öle, Lösemittel und Lackreste brennen schnell, Glutnester in Fugen und Isolierungen fallen oft erst Stunden später auf.
Unsere Kräfte werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen und kennen die Flucht- und Rettungswege. Sie prüfen nach Ende der Arbeiten den Bereich von Hand, auch dahinterliegende Wände und Decken, und halten jede Kontrolle mit Uhrzeit im Bericht fest. Eine Wärmebildkamera nutzen wir, wenn Sie eine bereitstellen.
Kirchen, Museum und Festzelt
An Kirchen aus dem 18. Jahrhundert wird oft unter Zeitdruck gearbeitet, etwa vor einem Fest oder vor dem Winter. Dachdecker löten Bleche, Restauratoren arbeiten mit Heißluft, Elektriker ziehen neue Leitungen durch alte Balkenlagen. Eine Brandwache kann dort auch nachts sinnvoll sein, wenn das Gebäude eingerüstet und schwer zugänglich ist.
In der Gesenkschmiede glühen bei Vorführungen zwei Schmiedeöfen, ein Brettfallhammer mit 300 Kilogramm Bärgewicht schlägt das Eisen. Bei Festen mit vielen Gästen kann eine zusätzliche Wache die Feuerstellen im Blick behalten und Fluchtwege freihalten.
Im Festzelt des Stadtfests gilt: Fluchtwege frei, Notausgänge erreichbar, keine offenen Flammen ohne Freigabe. Sieht das Brandschutzkonzept eine Brandsicherheitswache vor, die nicht von der Feuerwehr gestellt wird, sprechen Sie uns an.
Kurzfristig, aber nicht unüberlegt
Brandwachen werden oft kurzfristig gebraucht, etwa wenn eine Reparatur an einer Anlage nicht warten kann. In Thüringen arbeiten wir vorhabenbezogen und ohne eigenes Büro; wir prüfen deshalb vor jeder Zusage ehrlich, ob wir die Wache in der benötigten Zeit besetzen können. Eine Zusage zu einer bestimmten Uhrzeit machen wir erst, wenn das Personal feststeht.
Eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Mehr erfahren Sie unter Brandwachen, Brandwache in Thüringen und Sicherheitsdienst Zella-Mehlis; für Betriebe Richtung Meiningen siehe Sicherheitsdienst Meiningen.
Kosten einer Brandwache
Auch für Brandwachen gilt der Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Preis treiben vor allem Nachtstunden und die Nachkontrollzeit nach Ende der Heißarbeiten, die je nach Erlaubnisschein mehrere Stunden betragen kann. Eine Wache am Tag während einer geplanten Revision liegt deutlich günstiger als ein Einsatz, der am selben Abend beginnen soll.


