Die Pforte als Nadelöhr
Der Pförtnerdienst besetzt den Zugang zu einem Gelände oder Gebäude: die Pforte am Verwaltungsbau, das Werkstor eines Produktionsbetriebs, die Einfahrt eines Logistikzentrums. Wer hinein oder hinaus will, kommt hier vorbei. Das macht die Pforte zum wirksamsten Kontrollpunkt eines Objekts und gleichzeitig zum ersten Eindruck für Besucher, Bewerber und Lieferanten.
Der Begriff wird oft gleichbedeutend mit Pfortendienst oder Torkontrolle verwendet. Geht der Schwerpunkt Richtung Gästeempfang im Foyer, spricht man eher vom Empfangsdienst.
Typische Aufgaben
| Bereich | Aufgaben |
|---|---|
| Personen | Ausweise prüfen, Besucher anmelden, Besucherausweise ausgeben und zurücknehmen, Fremdfirmen einweisen lassen |
| Fahrzeuge | Zufahrt freigeben, Kennzeichen erfassen, Schranken und Tore bedienen, Lieferverkehr auf die richtigen Rampen leiten |
| Waren | Lieferscheine prüfen, Warenausgang mit Begleitpapieren abgleichen, Wiegevorgänge an der Fahrzeugwaage begleiten |
| Schlüssel und Technik | Schlüssel ausgeben und dokumentieren, Zutrittssystem bedienen, Alarme der Gefahrenmeldeanlage annehmen |
| Kommunikation | Telefonate annehmen, Ansprechpartner verständigen, Post und Pakete entgegennehmen |
Außerhalb der Betriebszeiten übernimmt die Pforte häufig Aufgaben des Objektschutzes, etwa Kontrollgänge und Schließrunden. Dann muss klar geregelt sein, wer in dieser Zeit die Pforte vertritt.
Qualifikation und Befugnisse
Für den Pförtnerdienst genügt in der Regel die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wo die Aufgabe tiefer in Rechte Dritter eingreift oder Kontrollgänge in Bereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr dazugehören, ist die Sachkundeprüfung nötig. Grundlage für Zutrittsverweigerungen ist das vom Auftraggeber übertragene Hausrecht.
Taschen- oder Fahrzeugkontrollen beim Verlassen des Geländes sind nur zulässig, wenn sie vereinbart sind, etwa im Arbeitsvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder in den Bedingungen für Fremdfirmen. Ohne Einwilligung darf nicht durchsucht werden. Gibt es einen Betriebsrat, ist er bei Torkontrollen der eigenen Belegschaft zu beteiligen.
Was in die Pforten-Dienstanweisung gehört
- wer ohne Anmeldung hinein darf und wer nur in Begleitung
- wie Besucher angemeldet und abgeholt werden
- welche Fahrzeuge wohin fahren und wo Lieferanten warten
- wie mit verlorenen Ausweisen und vergessenen Schlüsseln umgegangen wird
- wen die Pforte bei Alarm, Unfall oder Streit informiert
- wie Daten von Besuchern erfasst, gespeichert und gelöscht werden
Weil an der Pforte Freundlichkeit und Bestimmtheit zusammenkommen müssen, lohnt es sich, auf Erfahrung im Kundenkontakt zu achten. Staffsec besetzt Pforten und Werkstore im Rahmen von Empfangs- und Pfortendiensten, Werkschutz und Objektschutz in Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin.

