Ein Ortsteil, drei Arten von Gebäuden
Lichterfelde ist mit gut 18 Quadratkilometern und rund 85.000 Einwohnern einer der größten Ortsteile im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Wer hier ein Gebäude schützen will, trifft auf sehr unterschiedliche Bausubstanz: historistische Villen aus der Gründerzeit, denkmalgeschützte Industriearchitektur der 1930er Jahre und Großsiedlungen aus den frühen 1970ern.
Für den Objektschutz ergibt sich daraus keine Einheitslösung. Eine Villa mit Kutscherhaus und Garten hat andere Schwachstellen als ein Wohnblock mit Tiefgarage oder ein Ladenlokal an einem S-Bahnhof. Wir sehen uns das Objekt deshalb zuerst an und schreiben dann auf, was wann kontrolliert wird.
Wo im Ortsteil Schutz gefragt ist
Einige Lagen tauchen bei Anfragen aus Lichterfelde immer wieder auf, weil Bauart, Nutzung oder Leerstand dort besondere Aufmerksamkeit verlangen:
- Villenkolonie Lichterfelde West: Häuser mit Hochparterre, Nebengebäuden und großen Gärten, Straßen mit Gasbeleuchtung
- Früheres Telefunkenwerk zwischen Goerzallee und Platz des 4. Juli: nach dem Flughafen Tempelhof das zweitgrößte Denkmal Berlins, heute Wohnungen und eine Schule
- Gardeschützenweg 3 an der Ecke Hindenburgdamm: ein Haus, das seit rund 20 Jahren leer steht
- Söhtstraße 7: das frühere Frauengefängnis neben dem alten Amtsgericht, seit September 2026 ein Hotel mit Restaurant und Bar
- Einkaufszentrum LIO am Kranoldplatz und die Ladenzeilen an den Bahnhöfen Botanischer Garten und Lichterfelde West
- Thermometersiedlung im Süden: rund 60 Häuser, die höchsten mit 22 Geschossen
Villen und Denkmäler: Schutz ohne Eingriff
Die Villenkolonie, die ab 1865 auf Betreiben von Johann Anton Wilhelm von Carstenn entstand, ist bis heute von verwinkelten Grundrissen geprägt. Türmchen, Erker, Kellerabgänge und rückwärtige Gartentüren bieten viele Wege ins Haus, die von der Straße aus nicht zu sehen sind. Wir gehen bei einer Begehung jede dieser Stellen ab und halten fest, welche Tür nachts verschlossen sein muss.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden wie dem Telefunkenwerk oder dem früheren Gefängnis an der Söhtstraße kommt hinzu, dass nicht jede Sicherung nachgerüstet werden darf. Hier ersetzt ein gut geplanter Rundgang manches, was baulich nicht möglich ist. Wenn Sie eine Alarmanlage oder Kamera haben, binden wir sie in die Abläufe ein; wenn nicht, sagen wir Ihnen ehrlich, wo ein Posten mehr bringt als Technik.
Leerstand und Strom: was der Januar 2026 gezeigt hat
Am 3. Januar 2026 legten Unbekannte Feuer an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal beim Heizkraftwerk Lichterfelde. Rund 45.000 Haushalte und über 2.200 Unternehmen im Südwesten Berlins waren ohne Strom und Fernwärme, vollständig wiederhergestellt war die Versorgung erst am 7. Januar. In solchen Tagen fallen Alarmanlagen, Rolltore und Beleuchtung aus, und viele Gebäude sind plötzlich ohne Schutz.
Für Eigentümer heißt das: Ein Notfallplan für Ihr Gebäude sollte auch den Fall ohne Strom abdecken. Wir besprechen mit Ihnen, ob in so einer Lage ein Posten vor Ort oder zusätzliche Rundgänge sinnvoll sind, und legen die Telefonkette vorab fest.
Leer stehende Häuser wie das am Gardeschützenweg zeigen, wie schnell ein Gebäude verfällt, wenn sich niemand darum kümmert. Wir kontrollieren Fenster, Türen, Dach und Zaun, entfernen nichts eigenmächtig und melden Schäden mit Foto an den Eigentümer.
Planung aus Reinickendorf
Lichterfelde gehört zu unserer Kernregion Nord. Geplant wird aus der Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; ein eigenes Büro im Ortsteil haben wir nicht. Für feste Aufträge stellen wir ein kleines Team zusammen, das Ihr Objekt kennt, und halten eingearbeitete Vertretungen bereit.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit Zutrittsentscheidungen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Einen Überblick über den Ortsteil bietet Sicherheitsdienst Lichterfelde, die ganze Stadt finden Sie unter Objektschutz in Berlin.
Was Objektschutz in Lichterfelde kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo im Rahmen Ihr Auftrag liegt, hängt davon ab, ob ein Posten dauerhaft vor Ort ist oder ob mehrere Kontrollen in der Nacht genügen, wie hoch der Anteil an Wochenend- und Feiertagsstunden ist und welche Qualifikation verlangt wird.
Bei einer Villa reicht oft ein abendlicher Verschlussgang mit einer zweiten Kontrolle in der Nacht. Ein leeres Gebäude mit Einbruchsspuren kann für einige Wochen einen festen Posten brauchen, bis Fenster und Türen gesichert sind. Wir rechnen beide Varianten durch und legen Ihnen ein schriftliches Angebot vor.


