Ein Industriegürtel mit langer Geschichte
Der Südwesten Lichterfeldes ist seit über hundert Jahren Industriegebiet. Schon 1905 nahm die Goerzbahn den Betrieb auf, um die Werke im Schönower Industriegebiet zu versorgen; 1918 entstand am Stichkanal eine Werksiedlung für das Goerzwerk. Später kamen Telefunken, ein Werk für Kunststoffteile der Autoindustrie und Firmen wie Assa Abloy hinzu.
Heute ist die Mischung kleinteiliger, aber nicht weniger anspruchsvoll. Für den Werkschutz zählt, dass sich auf engem Raum Fertigung, Lager, Energieanlagen und Forschung abwechseln, oft getrennt nur durch einen Zaun oder einen Uferweg.
Die Gewerbelagen im Überblick
Folgende Straßen und Anlagen prägen das Gewerbe in Lichterfelde und kommen für Pforten- und Rundgangsdienste in Frage:
- Barnackufer: Gewerbe- und Industriebauten, am südlichen Ende das Heizkraftwerk
- Heizkraftwerk Lichterfelde, Ostpreußendamm 61: Gas-und-Dampf-Anlage seit 2019, versorgt rund 100.000 Haushalte mit Strom und Fernwärme
- Goerzallee: am Südwest-Ende Industrie, unter anderem Assa Abloy; früher ein Werk für Kunststoff-Autoteile mit Gleisanschluss
- Am Stichkanal: Industriebetriebe am Zehlendorfer Stichkanal
- Lichterfelder Weg: Gewerbegebiet auf einer früheren Abstellfläche der US-Armee
- Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Unter den Eichen: rund 1.550 Beschäftigte
- FUBIC an der Fabeckstraße: ein entstehender Standort für Technologiefirmen neben der Freien Universität
Energie am Teltowkanal: Kabeltrassen und Ufer im Blick
Am Teltowkanal liegen empfindliche Versorgungsanlagen. Am südlichen Ende des Barnackufers steht das Heizkraftwerk Lichterfelde, dessen Gas-und-Dampf-Anlage seit 2019 rund 100.000 Haushalte mit Strom und Fernwärme versorgt. Leitungen, Kabelwege und Brücken am Kanal sind Teil dieser Versorgung, und wer daneben arbeitet, sollte sie beim eigenen Schutz mitdenken.
Für Betriebe in der Nachbarschaft heißt das zweierlei. Erstens gehören Kabeltrassen, Brücken und Uferzugänge in den Rundgang, nicht nur Tor und Halle. Zweitens braucht jeder Werkschutzplan eine Antwort darauf, was geschieht, wenn Schranken, Kameras und Zutrittsleser ohne Strom sind. Wir legen mit Ihnen fest, welche Tore dann von Hand gesichert werden und wer informiert wird.
Was unsere Kräfte am Werkstor tun
Während der Betriebszeit steht die Zufahrt im Mittelpunkt. Wir prüfen Lieferscheine, melden Fremdfirmen beim zuständigen Ansprechpartner an, geben Besucherausweise aus und achten auf die Unterweisung, bevor jemand das Gelände betritt. Gerade bei Forschungseinrichtungen und Betrieben mit Gefahrstoffen ist diese Kontrolle kein Formalismus.
Nach Schichtende verlagert sich die Aufgabe auf das Gelände. Wir gehen Zäune, Hallentore, Freilager und die Kanalseite ab, prüfen Schlösser und Beleuchtung und halten jede Runde mit Uhrzeit im Bericht fest. Löst die Einbruchmeldeanlage aus, folgen wir der Meldekette, die wir mit Ihnen und gegebenenfalls mit der Leitstelle Ihres Errichters vereinbart haben.
Organisation und Qualifikation
Lichterfelde liegt in unserer Kernregion Nord. Die Einsatzplanung läuft über unsere Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf, ein Büro im Ortsteil gibt es nicht. Für Daueraufträge bilden wir ein festes Team, das die Abläufe Ihres Betriebs kennt, und arbeiten Vertretungen vorher ein.
Alle eingesetzten Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; an Pforten mit Zutrittsentscheidungen arbeitet Personal mit Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Wie wir Werkschutz in der ganzen Stadt organisieren, lesen Sie unter Werkschutz in Berlin; für Betriebe östlich des Ortsteils lohnt ein Blick auf Sicherheitsdienst Lankwitz.
Kosten für Werkschutz im Südwesten
Werkschutz ist in den meisten Fällen ein Dauerauftrag über Monate oder Jahre. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde; maßgeblich sind die Zahl der besetzten Stunden, der Anteil an Nacht- und Wochenendschichten und die Frage, ob neben der Pforte auch Rundgänge, Warenkontrolle oder Besucherverwaltung dazugehören.
Viele kleinere Betriebe brauchen keinen ständig besetzten Posten. Dann kann eine Kombination aus Pforte zu Schichtwechseln und Rundgängen in der Nacht günstiger sein. Nach der Begehung legen wir Ihnen beide Wege schriftlich vor.


