Ein Ortsteil aus einem Guss – und was das für den Schutz bedeutet
Neu-Hohenschönhausen entstand in wenigen Jahren am Reißbrett. Erich Honecker legte im Februar 1984 an der Barther Straße den Grundstein, im Oktober 1989 wurde der Bau offiziell beendet. Heute wohnen auf gut fünf Quadratkilometern fast 60.000 Menschen, mehr als in jedem anderen Ortsteil des Bezirks Lichtenberg. Entsprechend dicht stehen Wohnblöcke, Ladenzeilen, Schulen und Kitas beieinander.
Für den Objektschutz heißt das: Ein Gebäude ist hier selten allein. Wer ein Einkaufszentrum, eine Wohnanlage oder einen leeren Gewerbebau schützen will, hat Nachbarn auf allen Seiten, viel Fußverkehr bis spät in den Abend und kurze Wege für jeden, der unbemerkt hinein möchte. Gute Bewachung setzt deshalb nicht nur am Gebäude selbst an, sondern auch an Zufahrten, Höfen und Durchgängen.
Objekte, bei denen Schutz im Ortsteil typisch ist
Die folgenden Orte zeigen, welche Gebäudearten im Ortsteil Bewachung brauchen. Es sind Beispiele aus dem Stadtbild, keine Kunden:
- Linden-Center am Prerower Platz mit Anna-Seghers-Bibliothek, Poliklinik und angrenzenden Wohnhäusern
- Welse-Galerien 1 und 2 an der Welsestraße im Uckermärkischen Viertel
- Ladenpassage Warnitzer Bögen und Einkaufspassage Falkenbogen an der Grevesmühlener Straße
- Nahversorgungszentrum RIZ an der Zingster Straße im Ostseeviertel
- Ehemaliges Bezirksamt an der Matenzeile, Sitz der Verwaltung bis 2001
- Früherer Getränkestandort von Coca-Cola, der 2025 geschlossen wurde
Handel am Prerower Platz: Wenn die Läden schließen, ist der Platz noch voll
Der Prerower Platz ist Ortsteilzentrum und war einst die Mitte des eigenen Bezirks Hohenschönhausen. Hier halten Straßenbahnen, hier treffen sich Menschen auch dann noch, wenn die Rollgitter unten sind. Für Händler und Centerbetreiber beginnt die heikle Zeit deshalb mit dem Abschließen: Anlieferhöfe, Notausgänge, Müllräume und Parkflächen liegen nun ohne Personal da.
Wir übernehmen den Schließgang mit Ihrer Checkliste, prüfen, ob alle Kunden das Haus verlassen haben, und sichern Nebeneingänge. Tagsüber kann eine Kraft auf der Fläche das Hausrecht in Ihrem Auftrag ausüben, bei Ladendiebstahl unterstützen und bis zum Eintreffen der Polizei bleiben. Wie weit dieser Auftrag reicht, legen wir vorher schriftlich mit Ihnen und der Filialleitung fest.
Wohnanlagen und Gebäude ohne Nutzer
In den Wohnblöcken mit sechs oder elf Geschossen wiederholen sich die Schwachstellen: Kellergänge mit vielen Türen, Tiefgaragen, Fahrradräume, Müllplätze und Dachausstiege. Für Hausverwaltungen und Genossenschaften gehen wir diese Punkte nach einem festen Plan ab, notieren Schäden mit Ort und Foto und geben die Liste an Verwaltung oder Hausmeister weiter.
Anders liegt der Fall bei Gebäuden, deren Nutzung endet. Steht ein Gewerbebau leer, ziehen offene Zäune und dunkle Hallen schnell Metalldiebe, Sprayer oder Partygänger an. Wir verschließen Zugänge nach Ihrer Vorgabe, kontrollieren das Gelände zu unregelmäßigen Zeiten und melden Ihnen sofort, wenn ein Zaunfeld fehlt oder eine Tür aufgebrochen wurde. So bleibt das Objekt in dem Zustand, in dem es verkauft oder neu vermietet werden soll.
Ob ein fester Posten oder eine Streife besser passt, hängt von Größe und Lage ab. Für einzelne Häuser reicht oft eine Anfahrt mehrmals pro Nacht, die wir mit dem Sicherheitsdienst in Neu-Hohenschönhausen und Objekten im benachbarten Alt-Hohenschönhausen verbinden können.
Organisation aus der Berliner Zweigniederlassung
Den Objektschutz in Neu-Hohenschönhausen planen wir aus unserer Zweigniederlassung in der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; ein Büro im Ortsteil haben wir nicht. Vor dem Start sehen wir uns das Objekt mit Ihnen an, schreiben eine Dienstanweisung und weisen eine feste Besetzung ein, für die es eine benannte Vertretung gibt.
Alle Kräfte haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wo das Gesetz sie verlangt. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 zertifiziert und folgen DIN 77200. Wie wir den Objektschutz in den übrigen Bezirken organisieren, beschreibt die Seite Objektschutz Berlin.
Was Objektschutz im Ortsteil kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Sie im Rahmen landen, entscheiden vor allem die Uhrzeit, der Anteil an Wochenend- und Feiertagsstunden und die Aufgaben: Ein reiner Schließgang am Abend ist schlanker als ein Posten mit Hausrecht im Einkaufszentrum während der Öffnungszeiten.
Bei Leerstand lohnt der Vergleich zwischen Dauerposten und mehreren Kontrollen pro Nacht. Nach der Besichtigung bekommen Sie ein Angebot, in dem beide Wege nebeneinanderstehen, damit Sie selbst entscheiden können.


