Ein Stadtgebiet, das sich nicht zu Fuß abdecken lässt
Mit den Eingemeindungen von 1972 und 2014 ist Goslar auf 18 Stadtteile gewachsen. Zur Kernstadt mit Altstadt, Georgenberg, Jürgenohl, Ohlhof, Sudmerberg, Steinberg und Baßgeige kamen zunächst Oker, Hahndorf, Jerstedt und Hahnenklee-Bockswiese, später Vienenburg mit Immenrode, Lengde, Lochtum, Weddingen und Wiedelah. Allein Vienenburg bringt rund 71 Quadratkilometer in das Stadtgebiet ein.
Für einen Revierdienst heißt das: Die Objekte liegen nicht auf einem engen Fleck, sondern verteilt zwischen Feldern, Talausgängen und Höhenlagen. Eine gute Route richtet sich deshalb nach Fahrzeiten und Straßen, nicht nach Stadtteilgrenzen.
Routen, die sich in Goslar anbieten
Aus Lage und Straßennetz ergeben sich einige natürliche Runden. Welche davon zu Ihren Objekten passt, klären wir im Gespräch:
- Kernstadt Nord: Baßgeige, Jürgenohl mit den Flächen am früheren Fliegerhorst und Ohlhof, verbunden über B 6 und B 82.
- Kernstadt Süd: Altstadt, Georgenberg und das Umfeld des Rammelsbergs mit Museen, Verwaltung und Handel.
- Osten: Oker mit den Gewerbegebieten Zinkanger und Halberstädter Straße, weiter über die L 518 nach Vienenburg und Wiedelah.
- Norden: Jerstedt, Hahndorf, Immenrode, Lengde, Lochtum und Weddingen mit Vereinsheimen, Höfen und Gemeindeeinrichtungen.
- Süden: über die B 241 nach Hahnenklee-Bockswiese mit Kurhaus, Hotels und Ferienobjekten.
Die Jahreszeit verändert die Arbeit. Im Kurort Hahnenklee sind Hotels und Ferienwohnungen in der Saison belebt, im Frühjahr und Spätherbst stehen manche Häuser wochenlang leer; dann wird die Kontrolle dort wichtiger. In der Adventszeit füllen sich Altstadt und Parkflächen am Abend, Geschäfte schließen später, und Schließrunden verschieben sich nach hinten. Im Gewerbe sind Betriebsferien im Sommer und zwischen den Jahren die Zeiten, in denen Hallen am längsten unbeobachtet bleiben. Wir passen Takt und Uhrzeiten der Kontrollen diesen Phasen an, statt das ganze Jahr nach demselben Plan zu fahren.
Was bei einer Kontrolle passiert
Jedes Objekt erhält eine eigene Beschreibung: welche Türen und Tore geprüft werden, ob ein Rundgang ums Gebäude genügt oder auch innen kontrolliert wird, welche Beleuchtung brennen muss und wen die Streife bei Auffälligkeiten anruft. Die Kontrollzeiten wechseln, damit niemand ein Muster erkennen kann.
Häufig kommen Zusatzaufgaben hinzu: Schließrunden nach Veranstaltungen, das Ausschalten von Licht und Heizung in Vereinsräumen, eine Sichtkontrolle von Baustellen in der Nähe oder das Hereinholen vergessener Mülltonnen. Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit und Befund festgehalten, Abweichungen zusätzlich mit Foto.
Alarmverfolgung im Harzvorland
Löst eine Alarmanlage aus, fährt die nächste verfügbare Streife zum Objekt. Vor Ort prüft sie Außenhaut und Zugänge, bei hinterlegtem Schlüssel auch das Innere, sichert Spuren und ruft bei Anzeichen eines Einbruchs die Polizei. Danach wird das Objekt so verschlossen, wie es vorgefunden wurde, oder bis zur Reparatur gesichert.
Die Anfahrt hängt in Goslar stark vom Ort ab. Zwischen Kernstadt und Hahnenklee liegen rund sechzehn Kilometer mit Höhenunterschied, nach Vienenburg etwa elf. Im Winter kann die Strecke in den Oberharz deutlich länger dauern. Diese Zeiten nennen wir Ihnen vorab ehrlich, statt pauschale Versprechen zu machen.
Planung und Personal
Goslar zählt zu unserer Kernregion Nord, ein Büro in der Stadt haben wir nicht. Die Touren planen wir aus unserem Personalstamm und stimmen sie mit Objekten in Salzgitter und Wolfenbüttel ab, wo das die Wege verkürzt. Die Fahrerinnen und Fahrer haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Interventionen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein.
Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Revier- und Interventionsdienste, alle Angebote in der Stadt unter Sicherheitsdienst Goslar.
Wie sich der Preis zusammensetzt
Beim Revierdienst teilen sich mehrere Objekte die Fahrt, deshalb wird meist je Kontrolle oder je Alarmeinsatz abgerechnet. Als Grundlage für die Kalkulation dient ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde, umgelegt auf Fahrzeit und Aufenthalt am Objekt. Abgelegene Lagen im Oberharz, Kontrollen zu festen Uhrzeiten oder Innenrundgänge erhöhen den Aufwand, eine Lage auf einer bestehenden Route senkt ihn.


