Bauen in Goslar: zwischen Denkmal, Wohngebiet und Harzstraße
In Goslar wird an sehr unterschiedlichen Orten gebaut. In der Altstadt, seit 1992 Teil des UNESCO-Welterbes, betrifft fast jede Maßnahme ein Baudenkmal oder dessen Umgebung. In den Wohnquartieren der Kernstadt geht es um Sanierung und Nachverdichtung, in den Ortsteilen um Straßen, Leitungen und Gemeindegebäude. Hinzu kommen die Bundesstraßen ins Harzgebirge, an denen Arbeiten oft über Monate laufen.
Jede dieser Lagen hat eigene Schwachstellen. In der Altstadt ist der Platz knapp, Material steht offen am Straßenrand. In Wohngebieten zieht eine Baustelle Kinder und Jugendliche an, die nach Feierabend über den Zaun steigen. Außerhalb der Ortslage sind Maschinen nachts unbeobachtet und Kraftstoff ist schnell abgezapft.
Aktuelle und absehbare Bauvorhaben
Die folgenden Vorhaben zeigen die Bandbreite. Die Aufzählung beschreibt öffentliche Maßnahmen und Planungen, keine eigenen Aufträge:
- Grubenweg in Hahndorf: Erneuerung von Fahrbahn und Gehweg auf etwa 1.100 Quadratmetern mit verkehrsberuhigtem Bereich, Beginn am 12. Oktober 2026, Abschluss voraussichtlich Ende November.
- KaiserPfalzQuartier: die Fläche der abgerissenen Grenzschutzkaserne zwischen Wallstraße und Kaiserpfalz, für die die Stadt einen neuen Investor sucht.
- Fördergebiete der Städtebauförderung in Jürgenohl, im östlichen Teil der Altstadt und an der Rathausstraße in Hahnenklee.
- Marktplatz Vienenburg: geplante Neugestaltung aus dem Landesprogramm Zukunftsräume Niedersachsen, derzeit in der Entwurfsplanung.
- Bahnhof Goslar: Für den Zeitraum um 2030 sind Oberleitungsinseln für einen batterieelektrischen Zugbetrieb vorgesehen.
Was nachts auf einer Goslarer Baustelle schiefgehen kann
Die häufigsten Schäden sind unspektakulär und teuer: aufgebrochene Container mit Werkzeug, abgezapfter Diesel aus Baggern und Walzen, gestohlene Kabeltrommeln und Kupfer, umgeworfene Absperrungen. Bei Straßenbaustellen in Ortsteilen wie Hahndorf kommt hinzu, dass Gräben und frisch eingebaute Asphaltflächen gesichert bleiben müssen, damit niemand stürzt.
Im Welterbebereich ist zusätzlich Vandalismus an Fassaden und Gerüsten ein Thema. Ein beschädigtes Gerüst am Fachwerkhaus kann Wochen kosten, wenn Teile nachbestellt werden müssen.
Ein eigenes Thema sind Baustellen an den Bundesstraßen in den Harz. An der B 498 durch das Okertal oder der B 241 Richtung Hahnenklee liegen Arbeitsstellen oft weit weg von Häusern, Licht und Passanten. Wer dort nachts einen Bagger oder eine Asphaltfräse abstellt, hat keine Nachbarn, die etwas bemerken. Hier helfen feste Kontrollzeiten mit Kennzeichenabgleich abgestellter Fahrzeuge, das Prüfen von Tankdeckeln und Ketten sowie eine kurze Meldung an die Bauleitung, wenn sich am Standort etwas verändert hat. Auf Wunsch übernehmen wir dabei auch die Kontrolle der Verkehrssicherung.
So sichern wir Baustellen
Je nach Größe und Risiko schlagen wir eine dieser Formen vor oder kombinieren sie:
- Mobile Kontrollen: mehrere Anfahrten pro Nacht zu wechselnden Zeiten, Prüfung von Zaun, Toren, Containern und Maschinen.
- Feste Nachtwache bei hohem Gerätewert oder nach einem Diebstahl.
- Wochenend- und Feiertagsbewachung, wenn die Baustelle länger ruht.
- Öffnen und Schließen der Baustelle für frühe Anlieferungen.
Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit und Fotos festgehalten. Fällt etwas auf, erhält die Bauleitung die Meldung, bevor die Kolonne am Morgen eintrifft. So kann sie Ersatz bestellen oder die Polizei einschalten, ohne einen Arbeitstag zu verlieren.
Planung aus der Kernregion Nord
Goslar liegt in unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht, die Einsätze planen wir aus unserem Personalstamm. Baustellen im Umland, etwa in Hildesheim oder Braunschweig, lassen sich in dieselbe Tourenplanung aufnehmen. Die Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, unsere Abläufe nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Wie wir landesweit arbeiten, zeigt Baustellenbewachung in Niedersachsen. Allgemeines zur Leistung finden Sie unter Baustellenbewachung.
Kosten nach Bauphase
Baustellenbewachung ist meist auf die Bauzeit begrenzt. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Mobile Kontrollen werden je Anfahrt abgerechnet und sind bei kurzen Straßenbaustellen meist ausreichend, eine feste Nachtwache lohnt sich bei viel Gerät oder in der Rohbauphase mit offenem Gebäude. Den Umfang können wir anpassen, sobald das Gebäude verschlossen ist.


