Ein Industriestandort mit langer Vorgeschichte
Über Jahrhunderte bestimmten Erzbergbau am Rammelsberg und die Hütten im Okertal das wirtschaftliche Leben der Stadt. Die Bleihütte in Oker geht auf das Jahr 1527 zurück, 1924 verlegte die Chemische Fabrik Gebr. Borchers ihren Betrieb nach Oker, aus der später H.C. Starck hervorging. Der Bergbau endete 1988, die Verarbeitung von Metallen und chemischen Stoffen blieb.
Heute beschreibt die städtische Wirtschaftsförderung als Basis Unternehmen aus Brandschutz, Chemie, Lichttechnik, Glas- und Polymertechnik und Pharmazie, ergänzt um Mittelständler aus Logistik, Kfz-Zulieferung, Dämmstoffen und Forschung. Für den Werkschutz heißt das: wenige große Areale mit sensiblen Stoffen und viele mittlere Betriebe mit klassischem Pfortenbedarf.
Wo Werkschutz in Goslar gefragt ist
Die Liste nennt Standorte und Branchen, an denen Werkschutz typischerweise ein Thema ist. Sie sagt nichts über bestehende Aufträge aus:
- Metallurgie-Park Oker: Industriebetriebe auf rund zwei Kilometern entlang der B 498 im Ortsteil Unteroker.
- H.C. Starck Tungsten in Oker, wo wolframhaltige Schrotte chemisch zurückgewonnen und Wolframpulver nach Kundenvorgabe hergestellt werden.
- Gewerbegebiet Baßgeige mit rund 300 Firmen und mehr als 5.000 Beschäftigten nach dem Stand von 2013, darunter seit 2025 der Goslarer Sitz des Ingenieurunternehmens IMF an der Gerhard-Weule-Straße.
- Die Gewerbegebiete Zinkanger und Halberstädter Straße in Oker.
- Der Energie-Campus in der früheren Rammelsberg-Kaserne mit dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen und einer Einrichtung des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts.
- Die Fels-Werke, Hersteller von Kalk und Kalkprodukten mit Sitz in Goslar.
Aufgaben an Tor und Gelände
In Chemie- und Metallbetrieben beginnt die Sicherheit an der Schranke. Wer auf das Gelände will, wird erfasst, Lkw-Fahrer erhalten Einweisung und Fahrweg, Fremdfirmen müssen ihre Unterweisung nachweisen, bevor sie eine Halle betreten. Gefahrguttransporte brauchen festgelegte Warteflächen und eine Freigabe durch die Betriebsseite.
Nach Schichtende verlagert sich die Arbeit auf Rundgänge: Tore, Zäune und Rolltore, Lagerflächen, Tanklager und Abfüllstellen, Leckagen, auffällige Gerüche oder Wärmeentwicklung. Was nicht in Ordnung ist, meldet die Kraft sofort an die Rufbereitschaft des Betriebs und hält es im Wachbuch fest.
- Personen- und Fahrzeugkontrolle mit Besucherausweisen
- Registrierung und Begleitung von Fremdfirmen während Revisionen
- Schlüssel- und Ausweisverwaltung
- Nacht- und Wochenendrundgänge mit festgelegten Prüfpunkten
- Erstmaßnahmen und Alarmierung bei Störungen
Zwei Standorte, zwei Arbeitsweisen
Oker liegt im Osten der Stadt am Ausgang des Okertals, mit eigenem Bahnhof, dem Güterverkehr für die Holzverladung und dem langen Industriegürtel an der B 498. Hier geht es um große Flächen, viele Zufahrten und Betriebe, die rund um die Uhr laufen. Die Baßgeige dagegen ist ein klassisches Gewerbegebiet mit kürzeren Wegen, aber vielen einzelnen Firmen nebeneinander.
Für Oker sind feste Pfortenbesetzungen mit Ablösung im Schichtrhythmus typisch. In der Baßgeige lassen sich mehrere kleinere Betriebe oft in einer gemeinsamen Nachtrunde abdecken, ergänzt um Torschließung am Freitagabend.
Planung, Personal und Qualifikation
Goslar liegt in unserer Kernregion Nord. Wir planen die Einsätze aus unserem Personalstamm, ohne Büro in der Stadt, und setzen auf feste Teams, damit Ihre Kräfte das Gelände und die Ansprechpartner kennen. Vor dem Start gibt es eine Einweisung durch Ihre Betriebsseite, die wir in einer Dienstanweisung festhalten. Betriebe mit weiteren Standorten in Salzgitter oder Braunschweig können wir in dieselbe Planung aufnehmen.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Abläufe und Dokumentation sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Eine Übersicht über alle Leistungen bietet Sicherheitsdienst Goslar, den Ansatz im Land beschreibt Werkschutz in Niedersachsen.
Kosten für Werkschutz im Dauerbetrieb
Werkschutz wird meist als laufender Auftrag vergeben. Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend sind die Zahl der besetzten Stunden pro Woche, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsdiensten und die Anforderungen an das Personal, etwa Sachkunde oder Erfahrung mit Gefahrstoffen. Lange Laufzeiten mit festen Teams machen die Planung für beide Seiten verlässlicher.


