Ein Stadtteil mit Brandgeschichte
Im Juli 1943 wurde Horn bei den Luftangriffen der Operation Gomorrha weitgehend zerstört. Erhalten blieben nur einzelne Gebäude, darunter die Martinskirche von 1886, die heute unter Denkmalschutz steht, und zwei große Schulbauten am Rhiemsweg und Beim Pachthof. Auf dem Gelände des Rauhen Hauses überstanden die Häuser Anker und Tanne die Bombardierung. Wer an solchen Gebäuden heute Dächer erneuert, Leitungen löst oder Stahl trennt, arbeitet an Substanz, die sich nicht ersetzen lässt.
Daneben gibt es in Horn Fertigung mit Schweißarbeiten und eine U-Bahn-Baustelle, auf der Bewehrung geschnitten und Stahlteile verbunden werden. Bei Renntagen kommen Tribüne, Zelte und mobile Küchen hinzu. Eine Brandwache ist überall dort sinnvoll, wo die Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten sie verlangt oder wo Brandmeldetechnik vorübergehend nicht zur Verfügung steht.
Einsatzorte für Brandwachen im Stadtteil
Brandwachen werden in Horn vor allem an diesen Stellen gebraucht:
- Fertigungshallen an der Kolumbusstraße, in denen Stahlträger für Fahrtreppen geschweißt werden
- Tunnel- und Stationsbaustellen der U4 an Manshardtstraße, Stoltenstraße und Horner Geest
- Kirchen und Gemeindehäuser, allen voran die denkmalgeschützte Martinskirche
- ältere Gebäude auf dem Gelände des Rauhen Hauses zwischen Rhiemsweg und Horner Weg
- Tribüne, Zelte und Gastronomie der Galopprennbahn an Veranstaltungstagen
Hinzu kommen viele Wohnhäuser aus der Zeit des Wiederaufbaus. Werden dort Dächer, Balkone oder Leitungen saniert, gehören Schweiß- und Lötarbeiten an Bitumenbahnen oder Rohren dazu, ebenso wie die Gefahr eines Glimmbrandes, der erst Stunden später sichtbar wird.
Was die Brandwache während und nach den Arbeiten tut
Vor Beginn prüft unsere Kraft gemeinsam mit dem Ausführenden den Arbeitsbereich: Sind brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt, Öffnungen und Fugen verschlossen, Feuerlöscher in Griffweite, Rettungswege frei. Während der Heißarbeiten beobachtet die Wache Funkenflug und angrenzende Räume, auch hinter Wänden und in darunterliegenden Geschossen, und greift bei Entstehungsbränden sofort ein.
Nach dem Ende der Arbeiten beginnt die Nachkontrolle. Glutnester in Dämmung, Holz oder Staub entwickeln sich oft langsam, deshalb bleibt die Wache für die in der Erlaubnis festgelegte Zeit vor Ort und kontrolliert in Abständen erneut. Beginn, Ende und Ergebnis der Kontrollen werden schriftlich festgehalten.
Fällt eine Brandmeldeanlage aus oder wird sie für Umbauten abgeschaltet, übernehmen wir Rundgänge in festen Abständen, bis die Technik wieder läuft. Das gilt auch für Säle und Versammlungsräume, in denen Veranstaltungen stattfinden sollen.
In Kirchen und denkmalgeschützten Bauten stimmen wir uns zusätzlich mit Gemeinde, Architekt und Denkmalpflege ab. Dort liegen oft Holzdecken, Orgeln oder alte Dachstühle direkt über dem Arbeitsbereich, und manche Räume dürfen nur mit Begleitung betreten werden. Die Wache kennt dann vorab die Wege zum Dachboden, die Lage der Absperrventile und die Ansprechpartner, die im Ernstfall sofort zu erreichen sind.
Planung, Ablösung und Abstimmung
Hamburg zählt zu unserer Kernregion Nord. Brandwachen in Horn planen wir vom Hauptsitz in Neumünster und können bei längeren Arbeiten im Schichtwechsel ablösen, auch in der Nacht. Vor dem ersten Einsatz klären wir mit Bauleitung oder Betrieb, wer die Erlaubnis erteilt, wo Löschmittel stehen und wie die Feuerwehr alarmiert wird.
Weitere Informationen zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, den Überblick für Hamburg unter Brandwache in Hamburg und Angaben zum Stadtteil unter Sicherheitsdienst Hamburg-Horn.
Ausbildung der Brandwachen
Unsere Brandwachen sind als Brandschutzhelfer ausgebildet und im Umgang mit Feuerlöschern und Löschdecken geübt; je nach Einsatzort kommt eine Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO hinzu. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Die Anforderungen aus Ihrer Erlaubnis für Heißarbeiten und den einschlägigen DGUV-Regeln setzen wir vor Ort um.
Kosten einer Brandwache
Für Brandwachen rechnen wir nach Stunden; der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine kurze Wache am Tag mit anschließender Nachkontrolle bewegt sich im unteren Bereich. Teurer wird es, wenn Nachtstunden, Wochenenden oder Feiertage anfallen, wenn die Wache über mehrere Schichten durchläuft oder wenn bei Ausfall der Brandmeldeanlage dauernd Rundgänge nötig sind. Sie erhalten vorab einen Preis, der Arbeits- und Nachkontrollzeit getrennt ausweist.


