Industrie zwischen Geestkante und Bille
Durch Horn verläuft die Grenze zwischen der höher gelegenen Geest und der Marsch im Urstromtal der Elbe. In den Zwanzigerjahren wurde die Horner Marsch mit Sand aus Öjendorf aufgeschüttet; eine Feldbahn brachte das Material, an sie erinnert heute noch der Straßenname Horner Rampe. Im Westen begrenzt die Güterumgehungsbahn den Stadtteil, im Süden die Bille, über die die Blaue Brücke in das Industriegebiet Billbrook führt.
Der größte Arbeitgeber des Stadtteils ist TK Fahrtreppen, ein Unternehmen der TK-Elevator-Gruppe mit Sitz an der Kolumbusstraße. Nach eigenen Angaben werden Rolltreppen dort vom Schweißen der Stahlträger bis zum Verpacken komplett gefertigt und anschließend ausgeliefert. Damit hat Horn einen Industriebetrieb mit Wareneingang, Versand und Schichtbetrieb, umgeben von Wohnstraßen.
Standorte mit Bedarf an Zutrittskontrolle
Werkschutz kommt in Horn und unmittelbar daneben vor allem an diesen Stellen in Frage:
- Fertigungs- und Lagerhallen an der Kolumbusstraße mit Anlieferung von Stahl und Abtransport großer Bauteile
- Betriebsflächen am Betriebsbahnhof Hamburg-Horn an der Güterumgehungsbahn
- Industriegebiet Billbrook, das über die Blaue Brücke direkt an Horn anschließt
- Betriebe mit Lager und Fuhrpark, die über den Ring 2 schnell zur A 24 und zur B 5 gelangen
Viele dieser Flächen sind über den Ring 2 schnell an die A 24 und die B 5 angebunden. Das erleichtert die Logistik, macht die Gelände aber auch für ungebetene Besucher gut erreichbar, besonders in Nächten und an Wochenenden ohne Schicht.
Aufgaben an Pforte, Rampe und Zaun
An der Pforte registrieren unsere Kräfte Besucher, Monteure und Fremdfirmen, geben Ausweise aus und rufen den zuständigen Mitarbeiter an, bevor jemand das Gelände betritt. Speditionen erhalten ein Zeitfenster und eine Rampe, Kennzeichen und Ankunftszeit werden notiert. Bei der Ausfahrt gleichen wir auf Wunsch Frachtpapiere mit der Ladung ab, etwa bei großen Baugruppen, die auf Tiefladern das Werk verlassen.
Wo geschweißt und mit Gasflaschen gearbeitet wird, achten wir darauf, dass Fremdfirmen ihre Erlaubnisscheine vorlegen und Fluchtwege frei bleiben. Außerhalb der Schichtzeiten wechselt der Auftrag zur Streife: Hallentore, Zaunlinien, Gleisanschlüsse und abgestellte Fahrzeuge werden kontrolliert, Anlagenstörungen gehen an Ihre Bereitschaft.
Jede Runde wird digital erfasst, mit Kontrollpunkten, Uhrzeit und Feststellungen. Die Betriebsleitung sieht am Morgen, was in der Nacht passiert ist, und kann den Bericht für Versicherer oder Auditoren verwenden.
Feste Mannschaft, geplant aus Neumünster
Hamburg liegt in unserer Kernregion Nord. Wir planen den Werkschutz in Horn vom Hauptsitz in Neumünster aus und setzen eine feste Mannschaft ein, die Gelände, Abläufe und Ansprechpartner kennt. Für Urlaub und Krankheit halten wir eingearbeitete Vertretungen bereit, damit an der Pforte keine fremden Gesichter stehen.
Die Pfortenordnung schreiben wir gemeinsam mit Ihrer Werksleitung: Wer erhält welche Schlüssel, welche Bereiche sind gesperrt, wie wird bei Brand, Unfall oder Einbruch alarmiert. Betriebe mit weiteren Standorten in Billstedt oder anderen Teilen von Hamburg-Mitte führen wir auf Wunsch in einem gemeinsamen Vertrag.
Gerade bei einem Werk, das an Wohnstraßen grenzt, gehört auch die Nachbarschaft zur Aufgabe. Lkw, die vor dem Tor auf Einlass warten, werden auf eine Wartefläche gelenkt, Motoren bleiben aus, und Beschwerden von Anwohnern nehmen unsere Kräfte sachlich auf und geben sie an die Werksleitung weiter, statt sie am Zaun auszudiskutieren.
Qualifikation der Werkschutzkräfte
Im Werkschutz arbeiten bei uns Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO; für reine Empfangs- und Anmeldeaufgaben genügt die Unterrichtung. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Ersthelfer- und Brandschutzhelferausbildung sowie eine Einweisung in Ihre Werksverkehrsregeln planen wir vor Beginn ein. Grundsätzliches zur Leistung steht unter Werkschutz, den Überblick für die Stadt finden Sie unter Werkschutz in Hamburg.
Kosten eines Dauerauftrags
Werkschutz wird fast immer für viele Monate vergeben. Als Orientierung dient der Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die nur werktags zu Schichtbeginn und während der Anlieferung besetzt ist, kombiniert mit einer Nachtstreife, liegt im unteren Teil dieser Spanne. Eine Besetzung rund um die Uhr mit Feiertagen, zusätzliche Aufgaben wie Wiegen, Ladungskontrolle oder Schlüsselverwaltung und eine höhere Qualifikation am Posten verschieben den Satz nach oben. Das Angebot nach der Begehung weist jede Position einzeln aus.


