Eine Gemeinde ohne Mitte, aber mit vielen Gebäuden
Die Hohe Börde ist 2010 aus zwölf Dörfern entstanden; zwei weitere kamen im selben Jahr hinzu. Heute leben in den vierzehn Ortsteilen rund 18.600 Menschen, verteilt auf gut 171 Quadratkilometer westlich von Magdeburg. Ein Zentrum mit Rathausplatz und Fußgängerzone gibt es nicht. Die Gemeindeverwaltung sitzt in Irxleben an der Bördestraße, der größte Ort ist Niederndodeleben mit etwa 4.500 Einwohnern.
Für den Objektschutz ergibt sich daraus ein besonderes Bild. Auf der einen Seite stehen Handels- und Gewerbebauten am Autobahnkreuz Magdeburg, die tagsüber stark besucht sind und abends schlagartig leer werden. Auf der anderen Seite liegen Gemeindehäuser, Praxen, Hofanlagen und Vereinsgebäude in kleinen Dörfern, in denen nachts kaum jemand vorbeikommt. Beide Gebäudearten brauchen Schutz, aber auf sehr unterschiedliche Art.
Typische Objekte in der Hohen Börde
Die folgenden Orte stehen als Beispiele für Aufgaben, die in der Gemeinde anfallen. Sie sind als Orte genannt, nicht als Auftraggeber:
- Elbepark in Hermsdorf: Einkaufszentrum von 1993 mit etwa 45.000 Quadratmetern Verkaufsfläche, rund 3.000 Stellplätzen und Anlieferzonen an mehreren Seiten.
- Frühere Grundschule Rottmersleben: von der Gemeinde zum Verkauf ausgeschrieben, mit Zweckbindung für Wohnnutzung – bis zur Übergabe ein leeres Schulgebäude.
- Ehemalige Arztpraxis in Hohenwarsleben: zur Neuvermietung angeboten, also ein Objekt im Übergang.
- Gemeindeverwaltung an der Bördestraße in Irxleben: Verwaltungsbau mit Publikumsverkehr am Tag und Akten in der Nacht.
- Gewerbeflächen rund um das Autobahnkreuz: Hallen und Büros im Gewerbepark I Magdeburger Kreuz und westlich des Elbeparks.
Handel am Kreuz: wenn das Licht ausgeht
Ein Einkaufszentrum an einer Autobahn hat ein eigenes Muster. Bis 20 Uhr sind Parkplätze und Ladenstraßen voll, danach bleiben Anlieferhöfe, Müllpressen, Technikräume und abgestellte Fahrzeuge zurück. Wer nachts dort unterwegs ist, kommt meist mit dem Auto und ist über die Anschlussstelle Irxleben schnell wieder fort. Wir legen deshalb die Kontrollen auf die Stellen, an denen ein Eindringen am wahrscheinlichsten ist: Rolltore der Anlieferung, Notausgänge an den Rückseiten, Dachaufstiege und Zufahrten zu Lagerflächen.
Für einzelne Mieter in einem Center oder einem Fachmarktgebäude bieten wir die Schließrunde nach Ladenschluss an: Türen prüfen, Alarmanlage scharf geschaltet bestätigen, Licht und Kassenbereiche kontrollieren. Für Eigentümer größerer Flächen kommt eine durchgehende Wache in den Nachtstunden in Betracht, mit Rundgängen in wechselnder Reihenfolge.
Leerstand und Dorfgebäude
In kleinen Ortsteilen wie Rottmersleben, Wellen oder Nordgermersleben fallen andere Aufgaben an. Ein leeres Schulhaus oder eine geschlossene Praxis zieht selten organisierte Täter an, aber oft Neugierige, Sprayer oder Leute, die Kupfer und Heizkörper suchen. Schäden bleiben dort mitunter wochenlang unbemerkt, weil niemand täglich nachsieht.
Wir bieten für solche Gebäude Kontrollen in unregelmäßigen Abständen an: Außenhaut, Fenster, Türen und Zäune ansehen, innen auf Wasser- und Heizungsschäden achten und Auffälligkeiten mit Foto und Uhrzeit melden. Für Gemeinde, Verwalter oder Käufer entsteht so ein lückenloser Nachweis über den Zustand bis zur nächsten Nutzung. Ob einzelne Anfahrten reichen oder eine Wache nötig ist, klären wir nach einer Begehung.
Wie wir in der Hohen Börde vorgehen
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion im Norden. Wir arbeiten hier vorhabenbezogen: Bevor wir zusagen, prüfen wir Anfahrt, Einsatzzeiten und verfügbares Personal und sagen Ihnen offen, ob es passt. Ein eigenes Büro im Land haben wir nicht, Sie bekommen aber einen festen Ansprechpartner, der Ihr Objekt kennt.
Vor dem ersten Dienst gehen wir das Gebäude mit Ihnen ab, legen Kontrollpunkte und Meldewege fest und schreiben das Verhalten bei Alarm auf. Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Nach jeder Schicht erhalten Sie einen Bericht. Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Mehr zur Leistung allgemein steht auf unserer Seite zum Objektschutz, Hinweise zum Land auf der Seite Objektschutz in Sachsen-Anhalt.
Was Objektschutz hier kostet
Als Richtwert rechnen Sie mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Sie in dieser Spanne liegen, hängt vor allem davon ab, ob eine Kraft dauerhaft vor Ort bleibt oder ob einzelne Kontrollen über die Nacht verteilt werden, wie viele Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden anfallen und welche Qualifikation der Posten verlangt. Für ein leeres Gebäude in einem Ortsteil fällt die Rechnung anders aus als für eine Wache an einem Handelsstandort. Ihr Angebot nennt die Stunden je Woche und den Preis offen, damit Sie vergleichen können.


