Nach dem Finale: wenn die Gartenschau-Flächen still werden
Am 11. Oktober 2026 ging die fünfte Thüringer Landesgartenschau nach 172 Tagen und rund 300.000 Gästen zu Ende. Was bleibt, ist das Ergebnis eines langen Stadtumbaus in der Leinefelder Südstadt: der Lunapark mit neuem Wegenetz und Sportanlagen, ein Neubau in Tüffers Garten für Gastronomie und kleine Kulturabende, die zurück in ihr altes Bett verlegte Ohne mit dem Auenpark und der Blumenblock, ein früherer Plattenbau, der für Ausstellungen auf vier Etagen umgebaut wurde.
Solange Kassen, Gärtner und Aufsichten präsent waren, war das Gelände den ganzen Tag belebt. Im ersten Winter danach ändert sich das Bild. Gebäude stehen abends dunkel, Möbel, Küchentechnik und Ausstellungsstücke bleiben zum Teil zurück, und frisch gebaute Anlagen ziehen gerade in den ersten Monaten Neugierige an. Objektschutz heißt hier vor allem, die Zeit zu überbrücken, bis Nachnutzung und Zuständigkeiten feststehen.
Welche Objekte in der Stadt Schutz brauchen
Hinzu kommen Verwaltungs- und Geschäftsgebäude rund um den Zentralen Platz und an der Bahnhofstraße, wo die Stadtverwaltung sitzt. Für Eigentümer von Wohn- und Geschäftshäusern, die gerade saniert oder neu vermietet werden, lohnt sich ein Schutz oft nur für einige Wochen – auch das planen wir.
- der Neubau in Tüffers Garten mit Küche und Raum für Veranstaltungen
- die Ausstellungsetagen im Blumenblock
- Sportanlagen, Beleuchtung und Wegenetz im Lunapark
- das Rathaus „Wasserturm“, 1867 als Wasserturm errichtet und 1996/97 zum Rathaus umgebaut
- das leerstehende Haus des früheren Heimatmuseums „Gülden Creutz“ in Worbis
- Lager- und Ausstellungshallen in den Gewerbegebieten Nord, Ost und Süd
Leinefelde und Worbis: zwei Kerne mit eigener Lage
Leinefelde ist vom Bahnhof geprägt, an dem Regional-Express-Züge aus mehreren Richtungen halten, und von einer Südstadt, deren Wohnblöcke in den vergangenen Jahrzehnten zum Teil abgerissen und umgebaut wurden. Hier geht es oft um weitläufige Anlagen mit vielen offenen Zugängen, bei denen ein einzelner Festposten wenig bringt. Ein Rundgang mit festen Punkten – Eingangstüren, Technikräume, Rückseiten, Beleuchtung – deckt mehr ab.
Worbis ist die ältere der beiden Städte, seit dem 13. Jahrhundert mit Stadtrecht und mit Fachwerkhäusern an der Deutschen Fachwerkstraße. Leerstand in einem solchen Kern bedeutet andere Aufgaben: Hinterhöfe, Nebengebäude und Dachböden, die von der Straße aus nicht einsehbar sind. Bei solchen Häusern prüfen wir Türen und Fenster auch zur Hofseite und achten darauf, ob jemand sich Zugang verschafft hat oder Wasser eindringt.
So läuft der Objektschutz ab
Zu Beginn gehen wir das Objekt mit Ihnen ab. Wir notieren Zugänge, Schließungen, Alarm- und Lichttechnik und legen fest, wer im Ereignisfall angerufen wird – Sie selbst, Ihre Hausverwaltung, die Polizei oder die Leitstelle Ihres Alarmanlagen-Errichters. Daraus entsteht eine Dienstanweisung, nach der jede Kraft vom ersten Dienst an arbeitet.
Je nach Lage wählen wir einen Festposten für Zeiten mit hohem Risiko, etwa an Wochenenden oder in den ersten Nächten nach einem Umzug, oder Rundgänge zu wechselnden Zeiten. Jede Kontrolle, jeder Befund und jede Meldung steht mit Uhrzeit und, wo sinnvoll, Foto im Bericht, den Sie regelmäßig erhalten.
Ein eigenes Büro in Thüringen haben wir nicht, unsere Planung aus dem Personalstamm konzentriert sich auf den Norden. Leinefelde-Worbis übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen: Wir prüfen Anfahrt und Personal und sagen erst zu, wenn die Besetzung über den gesamten Zeitraum steht. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200.
Mehr zur Leistung lesen Sie unter Objektschutz, die Lage im ganzen Land unter Objektschutz in Thüringen. Einen Überblick über die Stadt gibt die Seite Sicherheitsdienst Leinefelde-Worbis, für den Nachbarort lohnt ein Blick auf Heilbad Heiligenstadt.
Was der Schutz eines Objekts kostet
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei leerstehenden Gebäuden und Parkanlagen entscheidet vor allem die Frage, ob ein Festposten nötig ist oder ob Rundgänge zu wechselnden Zeiten genügen – Letzteres ist meist deutlich günstiger. Daneben zählen Nacht-, Sonn- und Feiertagsanteile, die Dauer des Auftrags und die Anreise, die wir im Angebot getrennt ausweisen. Einen kurzen Schutz über die Wintermonate rechnen wir genauso transparent wie einen Dauerauftrag.


