Vom Spinnereistandort zum Gewerbeknoten
Leinefelde wurde in der DDR als Industriestandort ausgebaut: Ab 1961 lief hier eine Baumwollspinnerei mit zeitweise bis zu 4.500 Beschäftigten, erst danach bekam der Ort 1969 das Stadtrecht. Auf den Brachflächen zwischen der früheren Spinnerei und der Kläranlage Süd-Ost entstand nach 1990 das Gewerbegebiet Ost „Pfaffenstieg“, heute mit knapp 57 Hektar Nettofläche voll vermarktet und bebaut. Textilindustrie gibt es dort weiterhin, daneben Metallverarbeitung, Logistik, Baugewerbe und Handel.
Ein Name aus der Textiltradition ist Europagarne MRF, ein Hersteller von Halbkammgarnen. Weitere bekannte Betriebe der Stadt sind die Brauerei Neunspringe in Worbis, die Bäckerei Helbing, der Korbwarenhersteller HUWI in Beuren, die Logistikgruppe Maulhardt und mawa-kosmetik. Insgesamt prägen kleine und mittlere Betriebe aus Produktion, Handwerk und Handel das Bild.
Gewerbegebiete und Betriebe mit Werkschutz-Bedarf
Alle vier großen Gebiete im Ortsteil Leinefelde liegen zwei bis vier Kilometer von der A 38 entfernt. Für Logistiker und Händler heißt das: viel Lkw-Verkehr, oft auch nachts, und Hallen, in denen Ware nur kurz steht. Wer in einem dieser Gebiete neu baut oder eine Halle übernimmt, braucht den Werkschutz oft schon, während Anlagen geliefert und eingebaut werden.
- Gewerbegebiet Ost „Pfaffenstieg“: Textil, Metall, Logistik
- Gewerbegebiet Nord „Am Steinberge/Martinsfeld“ nördlich des Bahnhofs: Logistik, Labortechnik, Holzhandel, Bäckereigroßhandel
- Gewerbegebiet Süd „Vor Kirrode/Im Entenphule“ in Birkungen: Logistik, Groß- und Fachhandel
- Gewerbegebiet „Hausener Weg“ in Worbis: Baustoffhandel, Metallbau, Natursteinverarbeitung, Onlinehandel
- Gewerbegebiet „Ochsenwiese“ in Beuren: Metallbau, fleischverarbeitende Produktion, Baustoffhandel
- Brauerei Neunspringe in Worbis mit Abfüllung und Getränkelager
Was in Brauerei, Textil- und Lebensmittelbetrieben zählt
In einer Brauerei und in der Getränkeabfüllung gelten Hygieneregeln für die Produktion, gleichzeitig herrscht reger Verkehr an der Rampe: Leergut kommt, volle Paletten gehen, Tankwagen liefern an. Unsere Kräfte achten darauf, dass Fahrer und Fremdfirmen nur dorthin gehen, wofür sie angemeldet sind, und gleichen Ladung und Papiere ab, ohne die Abfertigung unnötig aufzuhalten.
In Textil- und Garnbetrieben liegt viel brennbares Material auf engem Raum, Rohware und fertige Garne stehen in großen Mengen im Lager. Hier gehören Brandschutztüren, Fluchtwege und Rauchverbote zu jedem Rundgang. In fleischverarbeitenden Betrieben wie an der Ochsenwiese kommen Kühlbereiche und strikte Zugangszonen hinzu. Alle Regeln werden vor dem ersten Dienst in einer Einweisung durch Ihre Verantwortlichen vermittelt.
Aufgaben an Tor, Halle und Zaun
Je nach Werk besetzen wir Pforte und Empfang, geben Besucherausweise aus, nehmen Schlüssel von Schichtführern entgegen und kontrollieren ein- und ausfahrende Lkw anhand der Lieferpapiere. Zwischen den Schichten und am Wochenende gehen wir Hallen, Freilager, Tanks und Zäune ab, prüfen Rolltore und Ladebrücken und achten auf abgestellte Auflieger.
Bei Betriebsruhe über Feiertage oder Revisionen sind oft Fremdfirmen für Wartung und Reinigung auf dem Gelände. Dann melden wir die Firmen an, prüfen Arbeitsfreigaben und gehen nach Feierabend die Stellen ab, an denen gearbeitet wurde. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit im Bericht.
Für Logistiker in den Gebieten Nord und Süd kommt eine weitere Aufgabe hinzu: die Ordnung auf Hof und Rampe. Wir weisen ankommende Lkw einer Rampe oder einem Warteplatz zu, achten darauf, dass Zufahrten und Feuerwehrumfahrten frei bleiben, und notieren Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Gerade nachts, wenn im Büro niemand sitzt, entlastet das die Schichtleitung spürbar.
Vorhabenbezogen geplant
Ein Büro im Eichsfeld oder anderswo in Thüringen haben wir nicht. Werkschutz in Leinefelde-Worbis planen wir deshalb Auftrag für Auftrag: Besichtigung des Werks, Klärung von Schichtzeiten, Ablösung und Vertretung, danach eine verbindliche Zusage – oder eine ehrliche Absage, wenn die Besetzung nicht dauerhaft gesichert ist. Unsere Kräfte haben eine Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Die Leistung im Überblick finden Sie unter Werkschutz, die Lage im Freistaat unter Werkschutz in Thüringen. Für Betriebe weiter östlich lohnt ein Blick auf Nordhausen.
Was Werkschutz hier kostet
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz ist in der Regel ein Dauerauftrag, und bei Schichtbetrieb rund um die Uhr spielt der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden die größte Rolle. Dazu kommen Zusatzaufgaben wie Empfang oder Warenkontrolle, die nötige Qualifikation je Posten und die Anreise in den Nordwesten Thüringens, die wir im Angebot getrennt aufführen.


