Was Objektschutz in einer Burgstadt bedeutet
Querfurt ist eine Kleinstadt im westlichen Saalekreis mit rund 9.900 Einwohnern, deren Kern bis heute von einer inneren und einer äußeren Stadtmauer umschlossen wird. Innerhalb dieser Mauern stehen Rathaus, Lambertikirche, Wohn- und Geschäftshäuser sowie kleine Läden, die abends schließen und dann bis zum Morgen unbeobachtet bleiben. Über allem liegt die Burg, die zu den größten mittelalterlichen Anlagen in Deutschland gehört.
Objektschutz heißt hier selten, ein riesiges Gelände mit Dauerposten zu sichern. Häufiger geht es um einzelne Gebäude, deren Wert im Inhalt oder in der Bausubstanz liegt, und um Zeiten, in denen niemand da ist: Nächte, Wochenenden, Feiertage und Sanierungsphasen.
Typische Objekte in Querfurt
Die Aufgaben unterscheiden sich je nach Objekt. In der Altstadt zählt, dass Tore, Hofdurchgänge und Fenster im Erdgeschoss nach Ladenschluss geschlossen sind. Bei Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen geht es um Inventar, das sich nicht nachkaufen lässt. An der Ortsumgehung sind es Freiflächen, Fahrzeuge und Material.
In den Ortsteilen kommen Gemeinschaftshäuser hinzu, etwa die Kulturhäuser in Leimbach und Weißenschirmbach, die nur zu Festen, Versammlungen und Feiern genutzt werden und dazwischen oft tagelang leer stehen. Auch dort lohnt ein Blick auf Fenster, Türen und Außenanlagen, bevor kleine Schäden zu großen werden.
- Rathaus am Markt mit dem 30 Meter hohen Archivturm aus der Zeit um 1700
- Geschäfte und Wohnhäuser am Freimarkt, dessen Umfeld in Bauabschnitten neu gestaltet wurde
- Burgmuseum im Korn- und Rüsthaus sowie Trausaal und Gastronomie im Fürstenhaus
- St. Lamberti, die spätgotische Hallenkirche der Stadt
- Hallen und Lager in den Gewerbegebieten Obhäuser Weg und Nord
- Einzelhandel am vorhabenbezogenen Plangebiet Vor dem Nebraer Tor
Leerstand und Sanierung absichern
Wird ein Haus in der Altstadt saniert oder steht ein Laden zwischen zwei Mietern leer, verändert sich die Lage schlagartig. Licht brennt nicht mehr, der Briefkasten quillt über, und ein unverschlossenes Hoftor fällt niemandem mehr auf. Genau dann entstehen Schäden durch Einbruch, Vandalismus oder ungebetene Übernachtungsgäste.
Für solche Phasen vereinbaren wir feste Kontrollgänge: Wir prüfen Türen, Fenster, Kellerabgänge und Zäune, schauen nach Wasserschäden und offenen Leitungen und dokumentieren den Zustand mit Uhrzeit und Foto. Endet die Sanierung, endet auch der Auftrag – Sie zahlen nur den Zeitraum, in dem das Objekt tatsächlich ungeschützt wäre.
Für Wohnungsunternehmen und Hausverwaltungen lassen sich mehrere Häuser in einer Runde verbinden, etwa in der Kernstadt und in den Siedlungen am Rand.
Präsenz, Schließdienst und Alarmverfolgung
Je nach Objekt bieten wir unterschiedliche Formen an. Ein Dauerposten am Eingang lohnt sich für Ausstellungen, Empfänge oder Gebäude mit Publikumsverkehr in den Abendstunden. Ein Schließdienst öffnet und verschließt Gebäude zu festen Zeiten und kontrolliert dabei Licht und Technik. Bei Alarmverfolgung fahren wir nach Auslösung Ihrer Anlage zum Objekt, wenn die Notruf- und Serviceleitstelle Ihres Errichters uns verständigt.
Alle Abläufe halten wir in einer Dienstanweisung für Ihr Objekt fest, damit jede Kraft gleich vorgeht. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Vorhabenbezogen in Sachsen-Anhalt
Querfurt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, ein Büro im Land haben wir nicht. Aufträge übernehmen wir hier vorhabenbezogen: Wir prüfen Umfang, Einsatzzeiten und Anreise, sagen erst zu, wenn eigenes Personal dafür feststeht, und benennen einen festen Ansprechpartner. Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Mehr zur Leistung finden Sie unter Objektschutz, den Überblick für das Land unter Objektschutz in Sachsen-Anhalt und alle Leistungen für die Stadt auf der Seite Sicherheitsdienst Querfurt.
Kosten für Objektschutz in Querfurt
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Objektschutz entscheidet vor allem die Form: Einzelne Kontrollgänge in der Nacht kosten deutlich weniger als ein Posten, der dauerhaft besetzt ist. Dazu kommen Wochenend- und Feiertagsanteile, die Zahl der Objekte in einer Runde und die Anreise aus dem Norden, die wir im Angebot getrennt ausweisen. Für einen Leerstand über wenige Wochen rechnen wir anders als für einen festen Auftrag über ein Jahr.


