Feuer in der Querfurter Stadtgeschichte
Im 17. Jahrhundert brannte es in Querfurt dreimal großflächig: 1621, 1655 und 1678. Überliefert sind 101 zerstörte Gebäude. Die Stadt wurde wieder aufgebaut, und viele Häuser, Kirchen und Burggebäude tragen bis heute Dachstühle und Decken aus Holz.
Wie ernst man das Thema später nahm, zeigt der Pariser Turm auf der Burg: Er diente bis 1969 als Feuerwachturm, von dem aus ein Türmer nach Rauch über der Stadt Ausschau hielt. Heute ist er Aussichtsturm. Die Aufgabe, Brände früh zu erkennen, stellt sich aber bei jeder Baustelle mit offener Flamme neu.
Wo in Querfurt Brandwachen gebraucht werden
Auf der Burg und an den Kirchen entsteht der Bedarf meist bei Dacharbeiten: Löten von Kupfer- und Zinkblech, Flämmen von Bitumenbahnen oder Arbeiten an Turmhauben. In Gewerbe und Produktion sind es Schweiß- und Trennarbeiten an Stahlbau, Förderanlagen und Silos.
An Denkmalen kommt eine Besonderheit hinzu: Unter alten Dachdeckungen liegen oft Schichten aus Vogelnestern, Laub und Staub, die über Jahrzehnte trocken geworden sind. Ein Funke, der durch eine Fuge fällt, kann dort lange schwelen, bevor Rauch sichtbar wird. Deshalb schauen wir bei der Nachkontrolle gezielt in Hohlräume an Traufe und First, soweit sie zugänglich sind, und bleiben so lange, wie es der Erlaubnisschein vorsieht.
- Burgkirche mit romanischem Kern und Barockumbau aus dem frühen 18. Jahrhundert
- Korn- und Rüsthaus mit Burgmuseum und Trausaal
- Fürstenhaus mit Gastronomie und der Außenstelle der Kreismusikschule
- Pariser Turm mit barocker Haube von 1659 und der Dicke Heinrich
- St. Lamberti in der Altstadt und St. Pankratius in Lodersleben
- Produktions- und Lagerhallen der Saatgutaufbereitung
- Das Klinikum am Standort Vor dem Nebraer Tor
Heißarbeiten in Hallen mit Staub
Wo Getreide und Saatgut gereinigt, gefördert und abgefüllt werden, setzt sich feiner Staub auf Trägern, Rohren und in Ecken ab. Ein Funke, der dort landet, kann unbemerkt glimmen. Bei Reparaturen an Elevatoren, Schnecken oder Silos fordert der Erlaubnisschein des Betriebs deshalb oft eine Brandwache während der Arbeit und eine Nachkontrolle danach.
Unsere Brandposten stehen mit Feuerlöscher am Arbeitsplatz, beobachten Funkenflug und angrenzende Bereiche und achten darauf, dass brennbares Material vorher entfernt oder abgedeckt wurde. Nach Ende der Arbeiten bleiben sie für die vereinbarte Zeit, gehen den Bereich mehrfach ab und tasten Bauteile von Hand auf Wärme ab, mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen.
Ersatz bei abgeschalteter Brandmeldeanlage
Wird in einem Gebäude mit Brandmeldeanlage umgebaut, müssen Melder oft abgedeckt oder Bereiche abgeschaltet werden. Das gilt für das Klinikum ebenso wie für Versammlungsräume auf der Burg oder Hallen im Gewerbe. In dieser Zeit kann eine Brandwache als Ersatzmaßnahme verlangt werden.
Dann gehen wir die betroffenen Bereiche in festen Abständen ab, achten auf Rauch, Geruch und Wärme, halten Flucht- und Rettungswege frei und alarmieren im Ernstfall nach Ihrer Anweisung die Feuerwehr. In einem Krankenhaus stimmen wir uns zusätzlich mit Haustechnik und Stationen ab, damit der Betrieb nicht gestört wird. Vor dem ersten Dienst werden unsere Kräfte vor Ort in Löschmittel, Hydranten und Fluchtwege eingewiesen.
Vorhabenbezogen in Sachsen-Anhalt
Für Querfurt gilt: Wir haben kein Büro in Sachsen-Anhalt, die Stadt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord. Brandwachen übernehmen wir hier vorhabenbezogen. Wir klären Arbeitszeiten, Dauer der Nachkontrolle und Ansprechpartner und sagen zu, wenn Personal und Anreise für alle Arbeitstage gesichert sind. Unsere Kräfte haben Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen und auf der Landesseite Brandwache in Sachsen-Anhalt. Für Objekte Richtung Saale lohnt ein Blick auf Halle (Saale).
Kosten einer Brandwache in Querfurt
Wir nennen als Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einer Brandwache zählt jede Stunde nach Arbeitsende mit: Endet eine Dacharbeit am späten Nachmittag, läuft die Nachkontrolle oft bis in den Abend. Fällt eine Brandmeldeanlage über Tage aus, kann eine Besetzung rund um die Uhr nötig sein, dann steigt der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden. Die Anreise aus dem Norden weisen wir im Angebot getrennt aus.


